Freitag, 5. März 2010

Weißrußland: 3 + 2 – Far Away


Weißrußland – oder Belarus – dürfte einer der erfolglosesten Teilnehmer des Großen Weichkäses sein, was allerdings kaum verwundert, wenn man die gruselig-grausligen Auftritte der Vertreter dieses Landes betrachtet. Vom Kampfturnen bis zur Rokoko-Modenschau war so ziemlich alles dabei, was lächerlich oder zumindest merkwürdig wirkt und keine Punkte einbringt. Daß darüber die Lieder – um die es eigentlich gehen sollte – in Vergessenheit geraten, verwundert nicht, denn sie sind auch vergessenswert.
Da bildet der heurige Beitrag keine Ausnahme: Die beiden Möchtegernpickelrocker von Drei Plus Zwo (drei Leute und zwei Möpse? drei Amöben mit zwei Hirnzellen?) auf ihren Vespa-Motorrollern (oder was man da sonst so nachbaut) würden einmal mehr das Panoptikum so seltsamer wie überflüssiger Darbietungen „bereichern“. Da nützt es auch nichts, daß das Lied an sich sauber gesungen wird und man sogar ab und an verstehen kann, daß „Far Away“ (Weit weg) im angelsächsischen Idiome vorgetragen wird.
Aber ab der Hälfte des Liedes ist den Klangpantschern nichts mehr eingefallen, daher wird einfach der Refrain bis zum Erbrechen wiederholt. So was paßt in den Dudelfunk eines Formatradiosenders, aber dies ist zugleich auch der Tod eines jeden ESC-Beitrages. Sagte ich nicht neulich erst beim mazedonischen Beitrage, daß drei Minuten sehr lang sein können? Weißrußland zeigt, daß sie noch viel, viel länger andauern, wenn man sich gehörig anstrengt. Und somit wünsche ich mir auch heuer wieder, daß Weißrußland „weit weg“ vom Finale bleibt…


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