Montag, 15. März 2010

KRO - Feminnem - Lako Je Swe

Wieder einmal blieben in der DORA einige wirklich gute Lieder auf der Strecke, bei 16 Teilnehmern kann das schon einmal passieren.

Aber mußte es gerade der ausgelutschte, von der Schuhsohle abgekratzte und wiedergekaute Kaugummi von Feminnem sein?
Nichts gegen das Lied oder die Mädls an sich (die ich noch immer wegen der genialen ABBA-Persiflage Call Me vor einigen Jahren verehre), aber das klingt doch wie eine bereits 1000x beim Song Contest gehörte Powerballade - und keine dieser Art war je erfolgreich. Warum sollte es Lako Je Swe anders ergehen?
Die 'Show' der drei jungen Damen läßt sich durchaus sehen, ist unaufdringlich und auch das Herz am Ende der Darbietung hat seine Berechtigung. Vielleicht kann man den Auftritt trotzdem etwas modernisieren, der Song Contest ist schon lange kein Liederwettbewerb mehr allein, wenn's nicht irgend wo tuscht, blitzt oder ein Feuerwerk abbrennt kann man den Auftritt (außer man heißt Patricia Kaas) gleich abschreiben.

Kroatien hätte sich mit einem auffälligeren Vertreter einen größeren Gefallen getan, z.B. den drei tulpigen Swing Mamas, die garantiert in Oslo aufgefallen wären (und zwar positiv), oder der Retro-Nummer von Carla Belovari. Valungari wären ohnehin die beste Wahl gewesen, das ist so eigenartig, dass es die Herzen der Televoter und Juries im Sturm genommen hätte. Ähnliches wäre vermutlich mit der (modernen) Zigeunerweise von Franko Krajcar gelungen.


Wie gesagt, Lako Je Swe ist nicht schlecht, aber man möchte es nur einmal hören, und da nur halb.
Ich würde keine Wette auf einen Finaleinzug Feminnems im Semi 2 abgeben.



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