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Montag, 9. Mai 2016

Ungarn - Kroatien - Niederlande

Ungarn
Freddie
Pioneer

Definitiv ein 'Grower'. Beim ersten Anhören habe ich notiert:"Klassischer ESC-Song, kein großer Wurf, klingt kopiert".
Ich glaube zwar noch immer nicht an die Top 10 im Finale, aber es wird ein guter Platz für Ungarn. Freddies Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert und ist live kraftvoll (wer's nicht glaubt darf sich den Auftritt in Israel zu Gemüte führen, nebenbei spielt er mit dem Publikum, das kann nie schaden). 

Den Finaleinzug darf man voraussetzen, die Power des Liedes und das gute Aussehen des Sängers werden das ihre zum Erfolg beisteuern.

7/10 (ursprünglich nur 5/10, hatte wohl zu wenig getankt ;-) )

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Kroatien
Nina Kraljić
Lighthouse

Fanfave? Really? Dieses Gejaule? 
Ganz ehrlich, es gibt kaum ein Lied 2016 das mir so auf die Nerven geht. Die Rückung stört ungemein.
Nebenbei ist Nina alles andere als ein Live-Wunder. 

Ich möchte jede Wette eingehen, dass sie spätestens nach ihrem (völlig unverdienten) Finaleinzug ihr blaues Wunder erlebt.
Ich freue mich ehrlich und aufrichtig, dass Kroatien wieder dabei ist, aber auch hier gilt: keine Bevorzugung und Hofierung um diese 'verlorenen Staaten' zu halten.
Nur die Qualität des Beitrags sollte entscheiden und auch kein Land beleidigt sein, wenn es sich im Tableau am Ende ganz hinten wieder findet (ich schreibe das nur rein zufällig bei Kroatien, es kam mir eben in den Sinn).

4/10

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Niederlande
Douwe Bob
Slow Down

Keine Frage: eine Rampensau. Und Country kam erst kürzlich beim ESC hervorragend an. 
Andererseits steht die musikalische Verbindung Klavier, Bass, Gitarre unter keinem guten Stern - schau nach bei Österreich 2015 (und da war das Lied um Längen besser).

In den Niederlanden war 'Slow Down' kein Hit. Wenn ich da an Sienekes Brachial-Schlager denke... Hui!
Nein, ehrlich: Douwe Bob kann es live, das Lied ist eingängig, mich stört aber etwas am Refrain.
Ich kann es nicht genau erklären, aber er ist zu kurz und endet 'falsch'. Das macht das Lied irgendwie kaputt.

Ich habe keine Ahnung ob DB mit der Nummer in den Sonnenuntergang reiten wird, aber ich wünsche ihm viel Glück.
Gute Stimme, Charisma... but still no banana.

6/10

Sonntag, 10. Mai 2015

Let's do it!

Eurovision Song Contest Wien 2015 - Semi 1


Republik Moldau - Eduard Romanyuta - I Want Your Love

Ich habe gleich zu Beginn ein Alleinstellungsmerkmal: Ich MAG dieses Lied.

Audio bzw. das Video (das es mir besonders angetan hat, ich mag eben Krach Bumm in Filmen ;-) ).

'I Want Your Love' ist eines der von mir meistgehörten Lieder des Jahrgangs 2015 und ich werde nicht müde es immer wieder zu hören - natürlich in wohlgeordneten Dosen.
Es hat Schmiss, der banale Text ist leicht mitzusingen und dieses "want want want want" geht einem nicht mehr aus dem Ohr. Ein gutes Zeichen.

Natürlich wissen wir alle, dass Eduards Live-Qualitäten bescheiden sind, er trifft zwar die Töne, aber seine Stimme hat etwas Unangenehmes, gar nicht zu reden von den nachgezogenen Silben.

Ich fürchte, Moldau sehen wir nicht im Grande Finale am Samstag und es werden dem Stück nur wenige eine Träne nachweinen. Schade.

7/10 Punkte


Armenien - Genealogy - Face The Shadow

Menschen aus allen Kontinenten mit gleicher Abstammung finden sich aufrund des türkischen Völkermordes zusammen um mit einem Lied bei der größten Musikveranstaltung dieses Planeten auf die Mißstände der damaligen Zeit dezent hinzuweisen.
Ich dachte der ESC sei unpolitisch. Na gut, er war es ohnehin nie. Die im Song gemeinte gemeinte Nation sitzt ohnehin grad in der Trotzecke, da kann man ungestraft darauf losfeuern.

Rein musikalisch ist dieses Werk ein Mischmasch aus 70er Progressive Rock (den ich sehr liebe), gewürzt mit Pop und klassischen Einlagen, eine eher schwere Kost mit zahlreichen Wendungen und einem großartigen Instrumentalteil.

Etwas ähnliches bot im Vorjahr Georgien und wurde total abgestraft.
Armenien ist jedoch Armenien, die Wertigkeit eine viel höre (nur Gott weiß warum) und die Armenier dieses Welt gut verstreut um das Mutterland nicht in ESC-Semis versumpern zu lassen.

Armenien wird  - knapp - durchgewunken und verendet dann im hinteren Mittelfeld des Finales, aber damit ist das Ziel der Aktion bereits erreicht.

Schönes Lied, gut gesungen (davon darf man ausgehen), Botschaft vernommen aber nicht gehört.

8/10


Belgien - Loïc Nottet - Rhythm Inside

Mitfavorit, keine Frage. Außergewöhnliche Stimme, außergewöhnliche Beats. 
Die Botschaft des Liedes, etwas kryptisch: Lebe Dein Leben weise.
Dargebracht von einem 19jährigen Milchbubi mit großer Ausstrahlungskraft. Fast ein Widerspruch, aber es funktioniert.

Auf das Hintergrundbild und die Live-Performance darf man gespannt sein. 
Singen und tanzen kann er, wie er kürzlich bei The Voice Belgique bewies.
Aber da geht noch mehr! Top 5 wäre gerecht.

9/10


Niederlande - Trijntje Oosterhuis - Walk Along

Ich gestehe: Es ist eines der Lieder das ich bislang am wenigsten gehört habe und auch nicht wirklich vermisse. Es aiaiaiai-t mir einfach zu viel (das kann die Albanerin viel besser, mehr dazu später). 
Die Niederlande bleiben beim Erfolgsrezept und schicken eine etablierte Sängerin die durchaus das Talent mitbringt, leider ab nicht die rechte Komposition.
Es wird nach dem großen Erfolg im Vorjahr wohl die bittere Ernüchterung folgen, ich sehe das Semi-Scheitern bereits vor dem geistigen Auge und auch keine Möglichkeit das Oeuvre optisch zu pimpen. Ich liege gerne falsch - STRENGT EUCH AN, GOUDAS! (liebevoll gemeint)

3/10


Samstag, 7. Juni 2014

Das Finale, Platz 3-2

3. Schweden
Es kommt ja nur selten vor, dass ich mal einen Song aus Schweden richtig gut finde, aber Undo hat mich von Anfang an gepackt. Das lag wohl weniger am Song als an Sanna, die das ganze wirklich super verkauft hat. Und dabei hat es keiner schwerer gehabt als sie in den Semis; im Jury-Semi wollte einer ihrer Scheinwerfer nicht so wie die anderen, so dass es keinen schönen Lichtkegel gab, im Semi selber dann stand eine Tür auf der linken Seite der Bühne offen, die sich trotz entsprechender Bemühungen aus irgendeinem Grund nicht schließen ließ, so dass im Sternenhimmel ein schwarzes rechteckiges Loch klaffte - wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, dass die Tür versucht wurde zu schließen, ging aber nicht. Sanna hat wirklich beeindruckend gesungen und eigentlich genau den Siegeshunger im Blick gehabt, den man braucht, um am Ende ganz oben zu stehen. Trotzdem fehlte noch das allerletzte Quentchen. Dass es nicht für Platz 1 gelangt hat, lag wohl auch weniger an ihr als vielmehr an ihren Mitbewerbern und natürlich an dem, sagen wir mal, sehr konservativen Song. Aber Bronze ist auch prima, und es muss ja auch nicht jedes Jahr nach Schweden gehen.

2. Niederlande
Ich gestehe, dass ich die gute Platzierung der Holländer bis heute nicht so ganz verstehe. Mir schlafen bei dem Song die Füße ein. Ich akzeptiere aber jetzt und hier schon mal, dass ich diese Meinung wohl ziemlich exklusiv hab, und ich kann auch mit dem Ergebnis bestens leben, schließlich sind se Nesserlänz nicht nur generell mein Lieblings-Eurovisionsland, sondern auch viel zu oft hoffnungslos unter Wert geschlagen worden. Dass obendrein noch ein netter Chartserfolg dabei rausspringt, freut mich ebenfalls. Aber der Knaller ist ja: Wenn man sich mal anschaut, was die gemacht haben! Wie die aufgetreten sind! Da stehen zwei zugegebenermaßen sehr hübsche Menschen in komischen Klamotten (Ilses Kleid!!!) mit Gitarren um und singen sich an. Kameras ignorieren wir komplett, wenn mal zufällig eine vorbeikommt, schauen wir wohl mal rein, aber ansonsten singen wir uns an, darauf kommts doch an. Ein komplett reduzierter Auftritt, dazu haben sie einen Song aus einer Gattung im Gepäck, die beim ESC bisher noch nie einen Stich machen konnte. Mit einem Wort: Auf alle Eurovisionsgesetze einmal gepflegt gepfiffen! Allerdings machten sie das so gut, dass Europa sie von allen Seiten mit Punkten zugeschmissen hat. Tja, und was macht man, wenn man das beste Ergebnis seines Landes seit 39 Jahren einfährt? Na? Man trennt sich. Traurig aber wahr: Waylon hat das Projekt verlassen und will sich künftig Soloprojekten widmen. Echt schade, darauf hätte man doch aufbauen können!

Dienstag, 13. Mai 2014

Wurstvergiftung, Tulpenlaster und Schlafprobleme: Die neue WILD Eurovision!



Zum Vergößern anklicken!

Fotos: Albin Olsson, anouk.com, diggiloo.net, epa, eurovision.de, wiwibloggs.com

Dienstag, 1. April 2014

ESC 2014 Gesamtbetrachtung Teil 3

Und der Rest von diesem Semi samt Prognose:

12. San Marino: Valentina Monetta- Maybe
So, da haben wir also LaMonetta und IlRalphie zum dritten. Oh nein, Valentina, warum zum Henker singst Du denn englisch? Der Song ist sozusagen the essence of Siegel, im Vergleich zum letzten Jahr hat er nicht soooo wahnsinnig viel geändert, nur dass die Schwächen des Songs in diesem Jahr noch augenfälliger sind. Es wirkt halt einfach aus der Zeit gefallen und Valentinas Gesang tut nix, um das ganze aufzupeppen, im Gegenteil. Sie ist sicherlich eine großartige Sängerin, aber nu gebt ihr doch auch endlich mal einen gescheiten Song!!! Versteht mich nicht falsch, der Song ist schön, aber Chancen hat sie damit keine. Maybe ist eben doch nur: Maybe.
Chancen aufs Finale: Keine. Kloppt sich eher um den letzten Platz in diesem Semi
Serravalle 2015: 2115 vielleicht.
7/10


13. Portugal: Suzy – Quero ser tua

Die Portugiesen beglücken uns ja nach einjähriger Abwesenheit, aber wenn man sich das anschaut, dann hätten sie ruhig noch ein Jahr wegbleiben können. Boah, ist das billig! Leute, Ihr seid jetzt so viele Jahre dabei, und Ihr habt immer noch nicht kapiert, wie ESC geht? Das ist Lucia Perez in ganz ganz schlecht. Wie viel Alkohol muss man eigentlich intus haben, um sich dafür zu begeistern? Diese Trommeln kennen wir doch aus Bulgarien, wollen sich die Portugiesen nun ein Beispiel an deren Ergebnissen nehmen? Puah.
Chancen aufs Finale: Wenn es sowas wie Gerechtigkeit gibt, schaffen sie es nicht.
Lissabon 2015: 2215 vielleicht.
1/10

14. Niederlande: The Common Linnets - Calm after the storm

Calm after the Storm heißt der Song, und calm ist er auch. Very calm. Zu calm. Das ist was, was man gut beim Autofahren hören kann, vorausgesetzt, man ist nicht zu übernächtigt. Kein schlechter Song, hört sich nett an, aber halt leider so gar nix für die ESC-Bühne. Schade, liebe Nesserlänz, Ihr werdet wohl am Samstag vom Fernseher aus zuschauen müssen.
Chancen aufs Finale: Wer schläft, kann nicht anrufen.
Amsterdam 2015: Die machen bestimmt wieder dieses tolle Kozert im Vorfeld. ESC machen sie ja keinen.
6/10 (weil mir der Song durchaus gefällt)


15. Montenegro: Sergej Ćetković - Moj svijet

Nachdem von meiner Seite in diesem Jahr Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina schmerzlich vermisst werden, haben die Montenegriner gedacht, dass jetzt mal jemand anders ran muss, um die große Balkanballade zu schreiben. Oder war das doch Zeljko? Mir ist das egal, diese Art von Song zündet bei mir IMMER. Das hat alles, was ich von einer großen Balkanballade erwarte und sollte den Montenegrinern in diesem Jahr endlich den Finaleinzug bescheren, um den sie im letzten Jahr betrogen wurden! Ich lieben!
Chancen aufs Finale: Wenn sie nicht reinkommen, dann werd ich aber SAUER!
Podgorica 2015: Das ist dann glaub ich doch zu gewagt. Aber freuen würde es mich riesig!
10/10


16. Ungarn: Andras Kallay Saunders – Running

Die Ungarn wagen sich in diesem Jahr in ihrem ESC-Beitrag an das Thema Kindesmissbrauch heran. Der Song ist düster, beklemmend eindringlich und an und für sich außerordentlich gelungen. Resprekt, wie sie sich diesem schwierigen Thema genähert haben. Leider sagt mir der Sänger so gar nicht zu, und zwar weder optisch noch stimmlich. Schwierige Themen hatten wir ja schon öfter, ich erinnere da nur an den finnischen und den russischen Beitrag 2005. Leider hatten diese Nummern beim ESC bisher nie eine Schnitte, ich hoffe, dass das dieses Mal anders wird. Von András wünsche ich mir noch, dass er sich mal ein bisschen zurücknimmt und einfach nur den Song wirken lässt. der hat all das Drumherum nämlich eigentlich gar nicht nötig!
Chancen aufs Finale: Yep.
Budapest 2015: Nein, glaube ich nicht.
8/10


So, Zeit für eine erste Zwischenbilanz! Das scheint ein durchaus guter Jahrgang zu sein; wenn ich mir mal so meine Wertungen anschaue, dann gibt es vergleichsweise wenig Mittelfeld, was immer ein gutes Zeichen ist. Wenn das zweite Semi auch so wird, dann freu ich mich! Ich hätte jetzt aber gerne noch so einen richtigen Radausong, mal gucken, ob da noch was kommt in der Richtung.

Und wer kommt aus diesem Semi ins Finale? Ma kucken:

Armenien
Estland
Schweden
Russland
Aserbaidschan
Ukraine
Belgien
Moldawien
Montenegro
Ungarn

(das war jetzt relativ einfach!)

Mittwoch, 8. Mai 2013

Niederlande - Anouk - Birds

Da haben die Niederländer diesmal wirklich einen Star 'ausgegraben'. Anouk ist weit über die Landesgrenzen des Gouda- und Tulpenstaates bekannt und nicht umsonst die seit Jahren größte Hoffnungsträgerin. An der Zeit wäre es, schließlich haben die Oranjes seit 2005 kein Finale mehr von innen gesehen. Und ich spreche wohl für viele wenn ich sage, dass Amsterdam als Austragungsstätte 2014 durchaus seinen Reiz hätte ;-)

Birds fällt völlig aus dem Rahmen der ESC 2013-Durchschnittlichleit mit seiner ruhigen Melodie, dem sanften Tembre in Anouks Stimme, dem melancholischen Text und der (hoffentlich) reduzierten Bühnenshow [über den kleinen 'versoffenen' Auftritt breiten wir den Mantel des Schweigens... obwohl: lustig war's schon].

Wehe, dreimal wehe, wenn Anouk das Semi nicht 'überleben' sollte. Das kämer einer Kriegserklärung an Holland gleich. Ich würde über einen sofortigen Rückzug nachdenken. Das undankbare ESC-Pack hätte nichts anderes verdient! (aber noch ist es nicht so weit und relativ unwahrscheinlich)



Sonntag, 25. März 2012

Frau Fabian testet die Bundesliga 2012, Teil 4

Semi 2

01 Serbien

Ok, ich gebe zu, Zeljko ist ein wenig in die Jahre gekommen. Aber er ist immer noch eine Augen- und Ohrenweide und kompositorisch zumindest im bisherigen Feld eine Klasse für sich. Und auch wenn die Semi-Startnummer nicht gut ist: Abgerechnet wird im Finale!

Chancen aufs Finale? Ist die Frage ernst gemeint? Es ist Serbien, es ist Zeljko!
Belgrad 2013? Ich würds mir und ihm sooooo wünschen! Verdient gehabt hätte er es schon 2004!
10/10


02 Mazedonien

Und wieder ein 4-Chord-Song. Ach Leute.... sie sollte besser italienisch singen. Das klingt alles sehr angestrengt. Und wenn Gitarre und Schlagzeug einsetzen, ist es auch nicht mehr wirklich schön. Nach Zeljko eh schon chancenlos, aber so erst recht. Das ist alles so gar nicht schön - Kaliopis Gesichtsgymnastik übrigens auch nicht.

Chancen aufs Finale? Wird völlig zu recht rausfliegen
Skopje 2013? Nö.
5/10


03 Niederlande

Die Holländer begehen mal wieder Eurovisionsselbstmord. Die will doch nicht wirklich mit dem Indianderschmuck und den Klamotten und diesem Song auftreten?! Ich mein, der Song ist ja wirklich nett, aber beim ESC? (Und die Mädels im Hintergrund helfen da nicht!)

Chancen aufs Finale? Können froh sein, wenn sie damit nicht wieder letzte im Semi werden.
Amsterdam 2013? Ja? Was ist da dann?
6/10 (weil das Liedje schön und das ganze irgendwie so sehr am Ziel vorbeischießt, dass es mich schon wieder rührt...)


04 Malta

Ratet mal, welche Akkordfolge im Refrain kommt? Jetzt ratet doch mal.... Die Stimme am Anfang der ersten Strophe gefällt mir wirklich gut. Danach wirds leider dünne. Und auch sonst gibts nix positives, was man über diesen Beitrag sagen kann...... Immerhin scheint er Spaß auf der Bühne zu haben.

Chancen aufs Finale? Marginal.
Valletta 2013? Dis is not pasibel.
4/10


05 Weißrussland

Ui, Schnuggelalarm! Und das ausgerechnet aus Belarus! UNd SCHON WIEDER ein 4-Chord-Song. Und ich dachte schon, letztes Jahr wärs ne Schwemme gewesen, muss nachher mal zählen. Davon abgesehen ist der Song durchaus akzeptabel. Kein Überflieger, und ob die Motoradkluft (oder was das sein soll) das ideale Bühnenoutfit ist, wage ich mal zu bezweifeln. Aber trotzdem: Sehr ordentlich.

Chancen aufs Finale? Nach drei schwachen Beiträgen auf jeden Fall da.
Minsk 2013? Nein. Und das wollen wir ja auch gar nicht.
7/10


06 Portugal

Sehr hübsch, sowohl die Frau als auch das Liedje. Da will ich mich gar nicht beschweren. Es wirkt etwas versatzstückig, und beim ersten Hinschauen hab ich schon gedacht, ich hätte die Teilnehmerin von 2004 vor mir. Singen kann die Dame jedenfalls, und für portugiesische Verhältnisse ist das ganze geradezu weichgespült. Was es andererseits auch ins Finale hieven könnte. Angenehm. Sehr angenehm. Reicht das?

Chancen aufs Finale? Oh ja. Durchaus.
Lissabon 2013? Nein.
7/10

Donnerstag, 21. Juli 2011

Isle of Bella Rus’ 1956

Da ich an sämtlichen drei Terminen des heurigen eurovisionären Bardenbewerbes höchstselbst am Orte war und somit die Fernsehübertragungen lediglich hinterher am Rande mitbekam, blieb mir selbstredend auch der Großteil der üblichen dummen Kommentare erspart, mit denen Peter Ur-„Gestein“-Ban stets freigiebig um sich wirft. (Aber es sei ihm verziehen, es geht ja noch schlimmer, wie uns Steven Gätjen bewies.)
Hängen blieb mir jedoch der Kommentar bezüglich des heurigen weißrussischen Beitrages, wo Urban sinngemäß von sich gab, was wir wohl davon halten müßten, wenn nun jedes Land daherkäme und einen Sänger entsandte, der in seinem Liede die Vorzüge seiner Heimat lobpreiste. Nun, wahrscheinlich wäre dies dann der letzte Rest Individualität in einem Felde amerikanisierten Radiodudels mit „englischen“ Texten. Dabei war doch schon er allererste Grand-Prix-Beitrag von solcher Art, und er war weißgott nicht der letzte vor dem weißrussischen des Jahres 2011. Hier zunächst das Corpus delicti:



Nun zu den historischen Vorbildern: Bereits 1956 in Lugano wurde mit Jetty Paerls Liedlein „De vogels van Holland“ (muß man das noch übersetzen?) der Grundstein selbstbezogener Beiträge gelegt: Die Vögel von Holland (also nicht den gesamten Niederlanden, wohlgemerkt!) seien die bei weitem musikalischsten, weil nirgendwo die Pfützen so blau und das Gras so saftig wäre wie eben in Holland. Von den Vorzügen der Würmer, Insekten und diversen Vogelbeeren hingegen wird geschwiegen, obwohl das die vogels van Holland wohl weitaus mehr interessiert als irgendwelches Grünzeug. Wen es interessiert, wie dieses Loblied auf die Ornithologie in der niederländischen Provinz klingt, drücke auf Start:




Die Niederlande waren jedoch nicht alleine mit landesbezogener Lyrik; auch der Nachbar Belgien tat sich damit hervor. Jedoch wurden hier nicht die Vorzüge Belgiens besungen (was zu peinlicher Kürze des Liedes geführt hätte), sondern vielmehr die Hauptstadt des benachbarten Frankreich zum Orte der Trübsal herabgewürdigt: „Messieurs les noyés de la Seine“ (die Herren Etrunkenen der Seine), dargeboten vom kürzlich verstorbenen Fud Leclerc, läßt eine Reihe Männer Revue passieren, die das Leben in der angeblichen Stadt der Liebe satt haben, weil ihre Liebe nicht erwidert wird und sie daher den Gang ins Wasser wählen. Ob die französische Jury dies zu würdigen wußte, ist leider nicht bekannt, da sämtliche Ergebnisse des 1956er Wettbewerbs unter Verschluß gehalten wurden. Wer jedoch Lust auf einen Schuß Suizid im Hochsommer hat, drücke auf den Abspielknopf:


Freitag, 1. Juli 2011

Frau Fabians ESC-Nachlese, Teil 8

Niederlande

Der Sänger der drei Jotte muss in der Nacht vorher ordentlich einen draufgemacht haben. So heftig, dass er bis etwa 21:05 Uhr am Donnerstagabend tief und fest geschlafen hat. Da blieb keine Zeit mehr für Haare waschen oder eine Rasur, und weil grad nix anderes da war, schmiss er sich in den nächstbesten weißen Anzug. Zu dumm, dass der aus so einem komischen glänzigen Jaquardstoff war. Schnell noch das Goldkättsche an und rauf auf die Bühne. Der eine oder andere Ton saß zwar nicht, und die Backings waren stellenweise viel zu laut. Das Liedje ist und bleibt aber ein nettes (nett im Sinne von "kleine Schwester von Scheiße"). Allerdings war bei diesem Beitrag trefflichstens zu beobachten, dass dezente Optik-Katastrophen zuweilen genausoviel Durchschlagskraft haben können wie brachiale. Daher ist der letzte Platz nicht unbedingt zu beanstanden.

Norwegen

Ich hab norwegenbezüglich auf einer mir besonders lieb gewordenen Webseite den Begriff "Haba-Haba-Gate" gelesen (meaning: Televoter wollten das im Finale haben, Jurys nicht, Jurys setzten sich durch, ergo Jurys sind Wichser), aber warum eigentlich? Ja, das Liedle ist nett (aber eben nur nett, es kickt bei weitem nicht so, wie es könnte), ja, Stella ist süß und hat das strahlendste Lächeln des Wettbewerbs, aber bittschön: Stimmlich war das sowohl von Stella als auch von ihrem Chor eher suboptimal, Stellas Po-Manschette sollte wohl auch zu einem Podestplatz verhelfen (beim Barbara-Dex-Award), aber was am meisten störte, war der Schriftzug "02 Norway" in der unteren linken Ecke. Unnorwegischer gehts nicht mehr. Normalerweise kein Problem, aber es wirkte halt, wie gesagt, schlicht und einfach unpassend. Für unpassend gibts aber nun mal keine Pöngs. Dennoch, von den ausgeschiedenen im ersten Semi diejenige, um die es mir am meisten Leid tat.

Polen

Huch, was war denn da passiert? Eigentlich konnte doch nix schiefgehen: Hübsche Frau, starker Song, vergleichsweise schwache Konkurrenz, und so wurde Polen auch zuverlässig in sämtlichen mir bekannten Polls als sicherer Finalteilnehmer gehandelt. Allerdings hätte Magda sich nicht von vornherein um die Spitze beim Barbara Dex Award bewerben sollen (wer zum Henker hat diese Klamotten zu verantworten???). Und zum Gesang kann man nur sagen: XXL, Jemini – kommt zurück! Alles ist vergeben!

Portugal

Wenn diejenigen, die sich während dieser drei Minuten auf der Bühne versammelt hatten, so in zwei, drei Jahren mal das Video dieser drei Minuten in die Hand bekommen, könnte ich mir vorstellen, dass das so einigen von ihnen unglaublich peinlich sein wird, was sie da zu sehen kriegen. Jede Häme wäre hier verschwendet, man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Ich schreib dann demnächst mal an die EBU, für sowas gehört man eigentlich für ein Jahr vom Semi ausgeschlossen.

Rumänien

Es gibt jedes Jahr ein paar Beiträge, mit denen ich weder im Vor- noch im Nachhinein was anfangen kann, und dieseer hier gehört dazu. Nun gut, die große Zeit der Rumänen bei diesem Wettbewerb ist schon ein paar Jahre vorbei, aber das hier muss doch wohl nicht sein. Die Musi aus Schweden, die Tänzer von Marie N., am Klavier sitzt Jürgen Drews, und am Mikrofon der Bruder von Haldor Laegrid? Och nöööööö.... Das einzig positive, was sich sagen lässt ist, dass sie im Finale mit der Startnummer nach Lena einen extrem schweren Stand und dann dafür doch eigentlich ganz gut abgeschnitten hatten. Aber bittschön: Wer braucht diese Nummer? Ich nicht!

Dienstag, 31. Mai 2011

Der ESC 2011 im Nachtritt. Teil 3: Die Verlierer des zweiten Semifinales

Mittlerweile schon einen festen Platz unter den Nichtqualifikanten haben die Niederlande, die es auch heuer mit den drei Jotten (vulgo: 3Js) nicht schafften mit ihrem zwar dudelfunkkompatiblen, aber sterbenslangweilig dargebotenen Beitrag. Besonders peinlich: Bei einer Veranstaltung, die von einem Haarkosmetik-Hersteller finanziell unterstützt wird, mit einer Frisur aufzutauchen, als ließe man sie sich im benachbarten Belgien in der Frittenbude einfetten wie der Sänger der drei Jotte Jan Dulles, sollte allein schon Anlaß genug sein, vor Scham im Boden zu versinken. Doch dafür sorgten dann im Verein Zuschauer und Juries: Letzter Platz für die Fettfrisur.


Auch Nachbar Belgien schlug dieses Jahr wieder gewohnte Pfade ein und qualifizierte sich wie schon 2005 bis 2009 nicht, das aber denkbar knapp mit einem undankbaren elften Platz und nur einem Punkt Rückstand zum zehntplazierten Moldawien. Das war vor allem den Juries geschuldet, die Belgien gerne im Finale gesehen hätten, weniger den Zuschauern, die Belgien aber auch nicht auf dem letzten Platz sahen, was schon mal ein Riesensprung für einen wallonischen Beitrag ist, wenn man die Beiträge von 2007 (14 Punkte, davon 12 aus Georgien) oder 2009 (2 Punkte, alle aus Armenien) zum Vergleich heranzieht. Stimmlich gibt es am Auftritt von Witloof Bay nichts auszusetzen und daß man bei einer Acapellanummer nicht atemraubend umeinanderhüpfen soll, kann und darf, ist auch geschenkt. Aber, liebe Belgier: Die Drei-Minuten-Regel besagt nicht, daß ein Lied drei Minuten lang sein muß, sondern sein darf. Denn leider fing diese Nummer schon nach der Hälfte der Zeit gewaltig zu nerven an.


Wenn ein findiger Kaffeemühlenhersteller oder auch eine Bügelbrettfirma eine passende Musikuntermalung für die mit bzw. an ihren Produkten ausgeführten Tätigkeiten braucht, so sollte das betreffende Unternehmen zum heurigen ESC-Beitrag der Slowakei greifen: Drei Minuten stetig wiederholte Perkussions- und Melodiemotive, deren Umfang im Refrain wirklich nicht mehr als drei Töne überstieg, zu einer Choreographie, die man sich bei den schon für uns äußerst erfolglosen No Angels abgeschaut hat, gesungen von zwei Damen, die schon 2008 für Tschechien im Hintergrundchor mitwirkten und da auch nichts zu reißen wußten. Das Semi-Aus überrascht hier weniger als der Umstand, daß die Juries diese gesungenen Baldriantropfen gerne im Finale gesehen hätten.


Mittlerweile schon tragisch zu nennen ist das Schicksal Zyperns beim eurovisionären Liederbewerbe: Jahr um Jahr schickt die geteilte Mittelmeerinsel den besseren griechischen Beitrag und darf doch damit nicht ins Finale, derweil die Festlandgriechen selbst mit unerträglichem Gejaule und Gewinsel aus den oberen Zehn gar nicht mehr wegzukriegen sind. Was also lief falsch bei Christos Mylordos? War es der verstörende Auftritt mit der singenden Hammerwerferin, der die Zuschauer vergrätzte? War es die nicht-anglophone, nicht-dudelfunkkompatible Komposition, die die Juries erschauern ließ? Man weiß es nicht, aber der vorletzte Platz Zyperns ist wieder ein Beispiel dafür, wie man eigentlich alles richtig macht, aber hinterher ein grundfalsches Ergebnis dafür erhält.


Noch ein Dauerabonnent auf einen Platz außerhalb des Finales ist Bulgarien, das eigentlich auch alles richtig gemacht hat, aber dennoch auf keinen grünen Zweig zu kommen imstande ist. Poli Genova sang stimmgewaltig und fehlerfrei einen leidlich eingängigen Rockpopfetzen, verzichtete auf überflüssige Kinkerlitzchen, und doch fehlten am Ende ein halbes Dutzend Punkte für den Finaleinzug.


Seit der Trennung der Semis hat es auch Mazedonien kein einziges Mal mehr geschafft, ins Finale einzuziehen. Der heurige Beitrag von Vlatko Ilievski bildet da keine Ausnahme, wobei er auch mehr Angriffsfläche bot als die vorhergehenden Beiträge mit der markant-rotzigen Stimme des Sängers und der ganz auf Trinklied hinkomponierten Melodie. Es war ein Risikobeitrag, der voll einschlagen oder aber auf ganzer Linie fehlgehen konnte. Letzteres war der Fall.


Endlich wieder ein Beitrag, der sein Ausscheiden voll und ganz verdient hat, nämlich der aus Israel. Dana International ist nicht nur die Siegerin von 1998, auch sonst scheint sie ganz in dieser Zeit stehengeblieben zu sein, sich sogar musikalisch vollkommen zurückentwickelt zu haben. Ein Lied, wie es schon vor 15 Jahren belächelt worden wäre, dargeboten von einer hüftsteifen Schminkpuppe in einem greulichen Fummel im Flechtkörbchendesign von einem sogenannten Spitzencouturier (was Frauen dazu bewegt, so viel Geld auszugeben, nur um rundum scheiße auszusehen, ist wohl etwas, was man als modisch gänzlich unbewegter Mann nie wird verstehen können). Immerhin sang Dana nicht so schief, wie man es sonst von ihr gewohnt ist, und auch das Laufen scheint sie im Laufe des vergangenen Jahrzehnts gelernt zu haben; jedenfalls gelang ihr der Gang zur Satellitenbühne und retour ohne Zwischen- oder gar Hinfälle. Jedenfalls konnten wir auch hier einmal mehr einen Sieger sehen, der sich selbst demontierte und sich damit nahtlos in eine Reihe mit Charlotte Botoxxon oder Niamh „Guinness“ Kavanagh stellen kann.


Ganz verzweifelt scheint man mittlerweile in Weißrußland zu sein: Nachdem die albernen Butterfliegen nur ins Finale kamen, um vom Vereinigten Königreiche vor dem letzten Platz gerettet zu werden, wollte uns Anastasia Vinnikova von der Schönheit ihres Landes kundtun, der Sage nach mit dem Segen des letzten verbliebenen Tyrannosaurus Europas. Aber schon von Anfang an lief alles schief: Der ursprünglich vorgesehene Beitrag „Born in B(y)elarussia“ wurde schon Monate vor dem Stichtag öffentlich dargeboten, und nachdem der Komponist einsehen mußte, daß es nicht genügt, in diesem Falle einfach den Text zu ändern („I Am Belarussian“), wurde halt flugs am Rechner etwas Neues komponiert, und heraus kam „I Love Belarus“. Die Zuschauer konnten mit diesem masochistischen Liebesbeweis offenbar mehr anfangen als die Juries, die letztlich dafür sorgten, daß an Anastasias Stelle Estland ins Finale einziehen durfte. So läuft es eben, wenn die ekelerregende Demokratie von der Oligarchie übertrumpft wird…


Wäre es nach die Juries gegangen, Lettland hätte heuer seinen dritten letzten Platz im Semi hintereinander kassiert, und wer diesen rundum mißlungenen Auftritt der lettischen Ausgabe von Dick & Doof gesehen hat, weiß auch, warum: Tönetreffen scheint für Musiqq ein Glücksspiel zu sein, und aus lauter Verzweiflung heraus verfielen sie dann auf dieselbe schlechte Idee wie schon zwei Tage zuvor Magdalena Tul aus Polen: Einfach mal ein paar falsche, aber laute Töne hinausquaken, damit keiner merkt, daß man sich von der Melodie schon längst verabschiedet hat. Wie sagt das Sprichwort: Si tacuisses, musicus mansisses.


Sonntag, 20. März 2011

Niederlande - 3JS - Never Alone

Nach zwei wirklich großartigen Jahren war es nur zu logisch, dass die Niederlande musikalisch ein klein wenig nachlassen würden. Aber wirklich nur ein 'klein wenig'.

Fast möchte man den 3JS eine Schummel-VE vorwerfen, denn nach vier sehr ruhigen, durchaus nicht üblen Nummern zauberten sie plötzlich (darf man das überhaupt so bezeichnen) das beinahe-uptempo Lied Je Vecht Nooit Alleen aus dem Köcher. Keine Frage, es konnte nur dieser der Beitrag für Düsseldorf werden.

Je nach Tages- (oder wie eben bei mir Abend-) Laune findet man den diesjährigen holländischen Beitrag sehr langweilig oder - mit einem Glas Rotwein und einen Stück Gouda bewaffnet - sehr schön.

Gesanglich gibt's bei den 3JS nichts zu meckern und der Auftritt paßt genau so wie er bei der Vorentscheidssendung präsentiert wurde. Bloß kein großes Getöse (das wäre dann schon eher etwas für die grandiosen Toppers). Ausnahmsweise ist die englische und somit Grand Prix Version gleich gut wie die friesische, hier entstehen keine Nachteile.

Vielleicht ist es ein Glück, dass die Niederlande im 2.Semi starten, so entgehen sie einer Flut an "Fixaufsteigern", es könnte der erste Finaleinzug werden seit Van Gogh sich seines Ohres entledigte.

2011 im Test - Teil 4

Weiter gehts mit Semi 2:

1 Bosnien-Herzegowina - Dino Merlin - Love In Rewind

Erstmal bin ich hocherfreut, dass sich Bosnien wider Befürchten doch nicht vom Eurovisionszirkus verabschiedet hat. Und nach dem letztjährigen Schwächeanfall finden sie dieses Jahr wieder zurück zu alter Stärke. Alexander Rybak (der Rhythmus) meets Laka (die durchgeknallte Choreo im Refrain) meets Jahn Teigen (das Gitarrengschrammel) meets Dino himself, und trotzdem ist es der bei weitem originellste Beitrag, den ich heute abend gehört hab. Super!
Chancen aufs Finale: Ich wäre stinksauer, wenn das nicht weiterkommt.
Sarajevo 2012: Ich kanns mir nicht so recht vorstellen. Andererseits - man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen.
10/10


2 Österreich - Nadine Beiler - The Secret Is Love

Oh kuck ma, das ist ja Mireille Mathieu. Sag mal, was macht die da eigentlich für Grimassen und für Stimmübungen am Anfang? Ich wusste gar nicht, dass Knödeltenöre mit Vornamen "Nadine" heißen, aber man lernt immer noch was Neues. Und jetzt macht sie auch noch Lena-Körperbewegungen. Sagt mal, "liebe" Österreicher, was bitte SOLL das? Hattet IHr nix Gescheites in Eurer VE? Das muss ich nachher mal überprüfen, denn ich hab da sowas leuten hören, dass Ihr gescheite Sachen in der VE HATTET. Und dann schickt Ihr diese Musicalelse mit dieser Aneinanderreihung von Tönen, die kein normaldenkender Mensch als "Lied" bezeichnen würde? Ich möchte ja hier niemanden in Sippenhaft für sein Land nehmen, wir haben ja schließlich selber genug auf dem Kerbholz, aber....
Chancen aufs Finale: Wenn es sowas wie Gerechtigkeit gibt, nein. Aber die gibts nicht.
Wien 2012: Nein
2/10


3 Niederlande - 3JS - Never Alone

Also, entweder stimmt mit der Aufnahme was nicht, oder der Sänger muss sich mal GANZ DRINGEND die Haare waschen. Ansonsten sind das drei lustige holländische Jungs mit einem immerhin auf holländisch gesungenen mittelprächtigen Liedchen. Leider nicht mit dem Kultcharakter von den Beiträgen der letzten beiden Jahre, aber leider genauso chancenlos. Schade, die Jungs sind nämlich sympathisch.
Chancen aufs Finale: Gaaaar keine.
Amsterdam 2012: Man wird dort immer noch Gras kaufen können, ja. Das ist aber auch alles.
7/10


4 Belgien - Witloof Bay - With Love Baby

Ich hab ja schon Lettland 2006 geliebt, und das hier lieb ich genauso. Ist mindestens genauso riskant, und auch wenn sie keinen Roboter auf die Bühne bringen, hat es nicht den Hauch einer Chance, zumal sie beim Song noch viel mehr wagen als Cosmos seinerzeit. Ich mag aber per se alles, was mal ein bisschen Abwechslung in die Sache bringt und nicht als ersten Gedanken den an den möglichen Sieg in Düsseldorf hat. Deshalb zumindest von mir persönlich: Daumen hoch!
Chancen aufs Finale: Null komma null null null
Brüssel 2012: Nein
8/10


5 Slowakei - TWiiNS - I'm Still Alive

Oh wei. Die sehen so aus, als würden sie auf der Bühne einfach möglichst wenig anziehen und hoffen, damit durchzukommen. Keine Ahnung ob das funktionieren kann, da ich auch hier wieder kein Urteil über die Gesangsleistung treffen kann. Mal schauen, ob Europa auf zwei singende Barbies abfährt oder ob irgendwem auffällt, dass zwei bei einem Duett ja zumindest mal "We're still alive" singen müssten... aber genug der Lästerei, ich bin ja aus bekannten Gründen durchaus zwillingsaffin. Was aber nicht heißt, dass die alles dürfen. Ach ja, das Lied: Öh..... och.
Chancen aufs Finale: Eigentlich kaum zu beurteilen, wird aber knapp
Bratislava 2012: Nääääää
5/10


6 Ukraine - Mika Newton - Angel

Huch! Die hat den Pausenact vom ESC 2005 dabei? Und das gleich fünffach? Ach nee, ist ja nur ein Mann dabei, der Rest sind Frauen. Sie sieht ja sehr hübsch aus, ein bisschen wie Marija Sestic, singt aber eher so lala, und das Liedje ist zum wegpennen. Aber gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 200000 %. Trotzdem möchte ich mal wissen, warum die Ukraine den Erfolgspfad der JAhre 2004-2008 unbedingt und ohne Not wieder verlassen musste.
Chancen aufs Finale: Die Ukraine muss man immer auf der Rechnung haben.
Kiew 2012: Nein
4/10


7 Moldawien - Zdob şi Zdub - So Lucky

Wer erinnert sich nicht an die tolle Oma vor sechs Jahren? Das war klasse, gell? Aber was hat das mit den sieben, pardon, fünf Gartenzwergen da auf der Bühne zu tun? Das ist diesmal mehr so Israel 2000 - und das ist verdammt nochmal kein Kompliment! Jetzt kommt auch noch Schneewittchen auf dem Einrad angefahren. Sorry, es sind zwar ein paar nette Elemente drin, aber alles in allem ist das unstrukturierter Lärm. Erträglich ist der "Song" nur bei den Instrumentalsoli. Zdob si Zdub, was habt Ihr da nur verbrochen? Hoffentlich wird das bei den anderen Wiederholungstätern besser?!
Chancen aufs Finale: Vielleicht, wenn genügend Kommentatoren an die tolle Oma erinnern. Sonz nich.
Chisinau 2012: Im Läääbe net!
1/10 (weil ich echt enttäuscht bin)

Montag, 18. Oktober 2010

ESC-Nachlese, fünfte Runde

06. Schweden
Bei Schweden hatte ich mal wieder einen Glennis-Grace-Moment im Sinne von: Mittelmäßiger Beitrag wird auf einmal hochgejazzt bis zum Gehtnichtmehr, um dann übel, übel abzustürzen. Mal abgesehen davon, dass die Schweden eigentlich langsam wissen sollten, dass alles, was nicht irgendwie Abba ähnelt, immer irgendwie fiaskös endet, ist es sicherlich nicht zum Nachteil des Wettbewerbs, wenn auch Länder, die vermeintlich immer ins Finale kommen, mal rausfliegen, und klar ist, dass es keine Freifahrtkarten ins Finale gibt. An Anna lag es übrigens nicht, die war zwar hypernervös, hat aber trotzdem gut gesungen. Da war schon eher ihr Outfit / ihre Gitarre / ihr Liedle / ihr Chor schuld.

07. Aserbaidschan
Absaufura aka Frollein Sauertopf war ja auch reichlich nervös, das war in dem kleinen Ausschnitt vor dem Auftritt deutlich zu sehen. Und wir hatten ja bereits festgestellt, dass Aserbaidschan als Eurovisionsland erstmal Benehmen lernen muss, dass die Werbebanner auf so ziemlich allen relevanten Seiten im Vorfeld genervt haben ohne Ende und dass wir das alle doof finden wollten. Safura ist zwar nicht die optimale Sängerin für den Song (einer Siebzehnjährigen nimmt man die betrogene Ehefrau nun mal einfach nicht ab), auch kam ihr nicht gerade vorteilhaftes Leuchtkleid nicht zur Geltung, die Sache mit der Treppe hätte eher zu einem Sturz denn zu einem souveränen Hinunterschreiten führen können, und der Chor verweigerte sich auch an einigen Stellen. Es bleibt aber dennoch festzuhalten: Der Song ist sehr, sehr gut. Und zumindest ihre Sangesleistung wars auch.

08. Ukraine
Depressives Gegreine, die dritte. Der wohl unukrainischste Beitrag, den die Ukraine bis dato entsendet hat, ist zugleich auch der unerträglichste der drei, und Alyosha ist mir persönlich genauso unsympathisch wie Safura. Aber war der Song auch noch so schlecht, das englisch noch so gruselig (this fillings? Singt die über ihre Plomben in den Zähnen, oder was?) - die
Gute sang leider zu gut für einen Rausschmiss. Sorry, da hätte ich ungefähr jeden anderen aus diesem Semi lieber im Finale gehabt!

09. Niederlande
Das gilt ganz besonders für die Holländer, deren Gute-Laune-Schlager nach den neun Minuten Gejammer wie eine Erlösung wirkte, und ich könnte mir vorstellen, dass es die putzige Sieneke im ersten Semi möglicherweise sogar gepackt hätte. Immerhin ist sie bei den Televotern bis auf Platz 11 gekommen - dass die dösigen Jurys sowas nicht goutieren würden, war wiederum klar. Schade ist es trotzdem, nicht zuletzt deshalb, weil der Song erstens neben "Drip Drop" der bei weitem eingängigste des Jahrgangs ist, und zweitens hat er sich zum absoluten Liebling meiner dreijährigen Töchter gemausert ("Mama, mach mal Schali Schali"). Möglicherweise erklärt das das Scheitern: Die Zielgruppe war um die Uhrzeit schon im Bett.

10. Rumänien
Romania is back! Nach einer dreijährigen Schwächephase zeigten sie uns hier, dass sie nichts verlernt haben! Das Lied bleibt anstrengend, Klaviere zündet man nicht an (nie!) und fire auf desire ist auch nicht mehr der allerneueste Reim, um es milde zu sagen. Aber Ihr Lieben: SO geht ein Duett! Die beiden flirteten sich auf Teufel komm raus an über ihre Klaviere, schaut her, liebe Dänen! Und Paula, die glücklicherweise das übertriebene Make-Up aus der VE daheimgelassen hat, ist nicht nur ohne selbiges eine total hübsche Person, sondern hat auch die stimmliche Glanzleistung des Auftritts (und möglicherweise des ganzen Abends) gebracht. Dazu noch nette Pyros und leuchtende Tasten auf den Klavieren - da verzeiht man den Backings auch ihr Outfit. Auch wenn der Song immer noch nicht meins ist: Hochverdient im Finale.

11. Slowenien
Argh, es ist wirklich ein Kreuz mit diesem Land! Entweder haben sie aussichtsreiche Beiträge, die sie dann aber mit aller Gewalt im Klo versenken müssen, oder sie suchen sich was aus, was auf keinen Fall irgendeine Chance hat. Hier haben wir letzteres, und die insbesondere stimmlich wirklich exzellente Performance half leider auch nichts. Dabei find ich den Beitrag so klasse, aber wie schon vermutet: Europa ist voll mit Spaßbremsen. Pffft.

Freitag, 11. Juni 2010

Der ESC 2010 im Nachtritt. Teil 8

Moldawien: So langsam wird mir diese Zwergausgabe von Rumänien unsympathisch: Erst schicken sie ein billiges Lied mit Dauerschleifenrefrain, das von noch billiger gekleideten „Sängern“ – wobei Olia überraschenderweise besser Sang als die Bohnenstange neben ihr – vorgetragen wird (jetzt wissen wir wenigstens, wo das unverkaufte Zeugs von Kik hingeht), und dann schnappen sie damit auch noch echten Künstlern aus Finnland den Finalplatz weg, nur um dort dann abzustürzen, nicht mal mit der vollen Punktzahl aus Rumänien – wenn das mal keine Staatskrise auslöst wie anno 2005, als die moldawische Jury den Rumänen das volle Dutzend verwehrte…

Niederlande: Leider hat es Schlumpfieneke dann doch nicht geschafft, aber nach den drei Trantüten aus Schweden, Asibaidschan und der Ukraine war sie im zweiten Semi eine wahre Wohltat, wenngleich sie selbst ungefähr so quirlig rüberkam wie ihr eigene Großmutter. Die Windmühlen und Holzpantinen haben es leider nicht auf die Bühne geschafft, aber die Orgel mit den lebenden Figuren war schon eine gute Idee. Schade drum.

Norwegen: Hier haben sich meine Befürchtungen hinsichtlich einer guten Plazierung gottseidank nicht bewahrheitet, und das norwegische Fernsehen braucht sich auch keine Sorgen mehr zu machen, daß es pleitegehen könnte, dafür hat der Diederich dann doch zu schlecht gesungen und sich von der direkten Schmelzkäsekonkurrenz aus Weißrußland noch ein paar Pünktchen wegschnappen lassen. Und dank der schlechtesten Gastgeberplazierung seit es Lettland gibt, dürfte auch die versteckte Häme der Norweger, was an ihrem Melodi Grand Prix doch ach so viel besser wäre als am schwedischen Melodifergevaltigen, längst verebbt sein.

Freitag, 2. April 2010

2. Semifinale, Teil 2

7. Aserbaidschan - Drip drop - Safura
Soso, das ist also der derzeitige Spitzenreiter der Wettbüros, schau an... Bietet ja auch das Patentrezept: Hübsche Frau mit lauter Stimme und fünf! halbnackte Tänzer. Ich weiß nicht, ob das reicht, Europa zu betören, aber dieses Drip Drop Drip Drop ist schon verdammt eingängig... Gefährlich ist das allemal und in der Tat der erste ernsthafte Sieganwärter, der mir bisher untergekommen ist.
Chancen aufs Finale: Ja sischer doch...
Baku 2011: Es wird ganz oben mitspielen, aber ich möchte mir wirklich keinen ESC in Baku antun - obwohl das zwangsläufig hieße, dass Armenien nicht dabei ist. Nun gut, every cloud has a silver lining...
7/10


8. Ukraine - Sweet people - Alyosha
Ist das ein Lied? Ist das eine Sängerin? Ist das "Wish you were here" (von Rednex, nicht von Pink Floyd) gekreuzt mit was ganz schlechtem? Ist das gequirlte Sch****? Klare Antwort: JA! Auf der Habenseite haben wir: Ein hübsches Äußeres, zwei Doppelpoller im Dekollete und eine Windmaschine, die Carola sofort kaufen würde. Alles andere ist? Genau.
Chancen aufs Finale: Na, hoffentlich nicht! Nach Aserbaidschan wird das abstürzen!
Kiew 2011: Muhahahahahaha!
0/10

Den Äppelwein! Schnell!


9. Niederlande - Ik ben verliefd, sha-la-lie - Sieneke
Vader Abrahaaaam hat sieben Muppies, sieben Muppies, hat Vader Abraham.... Die Zeit, wann das mal modern war, die gibts glaub ich gar nicht, auf jeden Fall waren wir da alle noch nicht auf der Welt. Aber: Es ist ein Stimmungsschlager, der zumindest meinereiner riesig Spaß macht. Scheiß doch auf die gute Platzierung, das ist mir trotz seiner Rückwärtsgewandtheit 1000x lieber als das meiste andere, was ich heute gehört hab. Oder bin ich einfach nur schon besoffen? Egaaaaaaal!
Chancen aufs Finale: Natürlich keine. Aber wen kümmerts?
Amsterdam 2011: Das wär noch der Knaller! Aber Europa ist voll mit Spassbremsen, dat wird nix.
Trotzdem 8/10


10. Rumänien - Playing with fire - Paula Seling & Ovi
Na, das ja ma'n schickes Doppelklavier. Und schon wirds wieder anstrengend. Ich will nochmal Schalalischalala, das war viel lustiger. Das hier ist schon wieder sperrig bis zum Gehtnichtmehr, und *Riesenseufzer* was reimt sich auf Fire? Ich mein jetzt, außer Higher und Geseier? Genau. Das Gesicht von der Paula sieht übrigens von weitem total künstlich aus. Und das Lied ist ANSTRENGEND. Aber: geiles Pianosolo, wäre ohne den Gesang noch besser, vor allem ohne schief gekreischten hohen Ton. Und: Klaviere abfackeln wollen geht GAR nicht!
Chancen aufs Finale: Joooo, schon. Das kommt ins Finale....
Bukarest 2011: .... und stürzt dort gnadenlos ab.
4/10 (Und die nur für das Pianosolo)


11. Slowenien - Narodnozabavni rock - Ansambel Roka Žlindre & Kalamari
Rock meets Volxmusi und das ganze auch noch auf slowenisch. Das ist so strohdoof, dass es schon wieder genial ist. Auf jeden Fall mal originell - und Ihr könnt Euch ja schon vorstellen, was die Frau Fabian damit anstellen wird, sobald die Karaoke-Version da ist (zumal ich ja in Slowenien schon ein Superstar bin... ;-) ) Also, ums kurz zu machen: Ich finds total witzig, der Rest von Europa wird es zum Kotzen finden - aber was kümmert mich der Rest von Europa? Oder liegt das doch jetzt wieder mal am Alkoholpegel? Auch hier: Egaaaaaal!
Chancen aufs Finale: Natürlich überhaupt keine!
Ljubljana 2011: Tja, leider muss ich auf meinen kompletten Abend mit Peter Poles wohl noch ein weiteres Jahr warten...
8/10


12. Irland - It's for you - Niamh Kavanagh
Die letzten 17 Jahre waren jetzt nicht wirklich freundlich zu Niamh, sie wirkt leider schon etwas verlebt, aber ihre Stimme ist eher noch stärker als bei ihrem Sieg anno 1993 und hat die Kraft, einen völlig in ihren Bann zu ziehen. Gesanglich ist sie natürlich ALLEN anderen, die ich bisher gehört habe, KILOMETERHOCH überlegen, und wenn noch ein bisschen an der Optik gearbeitet wird, dürfte sie für Irland wohl endlich mal wieder eine gute Platzierung erreichen - mindestens. Und wenn nicht? Dann auch! Zumal auch das Liedle eine sehr starke Ballade ist!
Chancen aufs Finale: Marschiert durch, nach den durchgeknallten Slowenen ist das ein leichtes. Könnte möglicherweise die Runde sogar gewinnen.
Dublin 2011: Das halte ich nicht für total ausgeschlossen!
8/10

Freitag, 26. Februar 2010

Niederlande: Sieneke – Ik ben verliefd (Sha-la-lie)


Die Niederländer, unsere lieben Nachbarn im Nordwesten, die Jahr für Jahr wie die Heuschrecken mit ihren Campingwagen und Wohnanhängern über unsere Autobahnen herfallen und uns solche TV-Nervtröten wie Linda de Mol, Marijke Amado oder Harry Wijnvoord „geschenkt“ haben, sind auch beim Großen Weichkäse paneuropäischen Ausmaßes nicht wegzudenken oder gar kleinzukriegen – und das, obwohl sie seit 2005 kein einziges Mal auch nur in die Nähe des Finales gekommen sind, was vielleicht auch an der völligen Austauschbarkeit der Beiträge gelegen haben könnte.
Zumindest das kann man dem heurigen Beitrage nicht vorwerfen – die siebzehnjährige Sieneke singt zu Drehorgel und Mitklatschrhythmus „Ik ben verliefd (Sha-la-lie)“ (Ich bin verliebt, tirili) geradezu unverschämt fröhlich und optimistisch, als ob es niemals schlechte Plazierungen für ihr Heimatland gegeben hätte und all den bösen Bemerkungen über ihr Schalalied von sog. „ESC-Fans“ zum Trotze. Komponiert wurde es übrigens von Pierre Kartner, der sonst über bemützte belgische blaue Zwerge oder gut sitzende Slipeinlagen singt. Und zumindest daheim ist es schon jetzt ein Erfolg und belegt die heimischen Hitparaden auf Platz eins, was nicht mal die letzten beiden Siegerbeiträge anno 1969 und 1975 geschafft haben…
Zugegeben, der heurige niederländische Beitrag ist wirklich ein Schunkelschlager einfachster Strickart, aber so was von fröhlich und eingängig, daß man die Melodie gar nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Und auch wenn mein österreichischer Vorredner da anderer Meinung ist, so glaube ich dennoch, daß die Niederlande heuer so gute Chancen wie nie haben, ins Finale zu rutschen – schließlich kann man nur für und nicht gegen einen Beitrag anrufen. Am besten würde zu diesem Lied noch eine oberkitschige Bühnenschau mit Holzpantinen vor Windmühlen passen. Neben Finnland in diesem Jahr eindeutig der symathischste „Aufreger“, und dafür gibts dann immerhin noch: