Georgien: Iriao – For You
Das schöne an Vorjahresgewinnern ist ja immer, dass sich im Jahr darauf alle davon inspirieren lassen. Daher bekommen wir in diesem Jahr eine Häufung außergewöhnlicher Beiträge. Ganz vorne mit dabei: Die Wundertüte aus dem Kaukasus mit einem Stück, das viel zu gut, viel zu kompliziert und überhaupt viel zu alles für den ESC ist, garantiert nicht aus Schweden kommt, in LANDESSPRACHE gesungen wird, genauso garantiert von allen geschmäht wird und das Finale nie im Leben von innen sehen wird. Und Frau Fabian schockverliebt mit offenem Mund zurücklässt.
Chancen aufs Finale: Siehe oben.
Tbilisi 2019? Nein.
10/10 (Kinder: 6 und 3)
Lettland: Laura Rizzotto – Funny Girl
Ich bin ja an und für sich ein riesengroßer Risotto-Fan, aber dann muss das Risotto auch perfekt zubereitet werden. Liebe, Laura, wenn man ein so sparsam instrumentiertes Lied hat, dann muss JEDER Ton PERFEKT sitzen. Ist das nicht der Fall, MERKT der Kunde das. In dem Falle also ich. Das Lied ist Geschmackssache, schon sehr interessant, aber nicht für jeden konsumierbar. Interessant und außergewöhnlich ist immer gut, aber die gesamte Optik inklusive Haareschwenken passt hier überhaupt nicht zum Song. Funny girl indeed. Mit deutlichem Zug in Richtung "Strange".
Chancen aufs Finale: Puh. Lettland ist mit außergewöhnlichen Beiträgen ja schon öfter (aber nicht immer) gut gefahren. Wenn Laura die Töne trifft und sie die Inszenierung noch anpassen, kann es klappen, muss aber nicht.
Riga 2019? Nein.
5/10 (Kinder: 5 und 7)
Malta: Christabelle Borg – Taboo
Es erinnert sich doch bestimmt der eine oder andere an Maltas Amber, die vor drei Jahren von der Fangemeinde für ihr halbgares "Warrior" so unglaublich gehypt wurde und dann im Semi sang- und klanglos unterging. An diesen Beitrag fühle ich mich gerade erinnert. Auch "Taboo" ist nicht muh und nicht mäh, Christabelle singt zwar fein, aber es erreicht mich überhaupt nicht. Und wenn man schon einen Glaskasten mit vier Leuten drin hat, will ich am Ende die Scherben auf der Bühne und die Leute außerhalb vom Glaskasten sehen! Zu viert hat man ja im Gegensatz zu Eric Saade auch eine Chance, dass das klappt. Nein, Liebes, Du kannst für den Samstag beruhigt andere Pläne machen.
Chancen aufs Finale: Fliegt raus.
Valletta 2019? Ach geh doch weg.
2/10 (Kinder: 5 und 5)
Montenegro: Vanja Radovanović – Inje
Ich bin ja bekennender Fan von Balkanballaden aller Art, und Montenegro ist mit dieser Musikrichtung bisher sehr gut gefahren. Aber Knez und vor allem Sergej Cetkovic hatten die weitaus besseren Lieder. Dieses Jahr wird das leider nix. Wenn man eine Balkanballade schickt, sollte sie nicht von einer anderen abgekupfert sein (die Anleihen zu dem fantastischen "Lejla" sind unverkennbar) und vor allem einen Sänger haben, der etwas mehr Bühnenpräsenz hat als der durchschnittliche Eimer Wasser. Auch stimmlich ist das eher matt, so dass es diese Balkanballade ausnahmsweise im Semi schrägen wird.
Chancen aufs Finale: Nein.
Podgorica 2019? Auch nein.
6/10 (Kinder: 3 und 1)
Polen: Gromee feat. Lukas Meijer – Light Me Up
Eigentlich ist die Nummer ja gar nicht soooo schlecht, wenn sie sich mal entscheiden könnte, was sie eigentlich sein will. Ich hab keine Ahnung, warum es dieses Jahr so viel Puzzlemusik gibt, das heißt, Songs, die aus verschiedenen nicht zusammenpassenden Teilen zusammengeschustert wurden. Mit dem Vorjahressieger ist das nicht zu erklären, "Amor pelos dois" war wie aus einem Guss. Aber das ist noch nicht das schlimmste. Ich musste gerade erstmal ins Badezimmer, meine klingelnden Öhrchen versorgen. So schief sang nur Magdalena Tul vor sieben Jahren. Und die wurde trotz Favoritenstatus in ihrem Semi Letzte. Ratet mal warum.
Chancen aufs Finale: Nur, wenn sie den Sänger austauschen. Und selbst dann wirds eng.
Warschau 2019? Never.
3/10 (Kinder: 2 (nur für den Hintergrund) und 3)
Dienstag, 3. April 2018
Montag, 2. April 2018
ESC 2018 - Teil 6
Rumänien: The Humans – Goodbye
Die Rumänen sind ja bis dato immer ins Finale gekommen, aber ich habe so das dumpfe Gefühl, dass es in diesem Jahr sehr eng werden könnte. Denn das hier ist einfach in jedweder Hinsicht halbgar: Die Sängerin hat zwar wunderschöne lange blonde Haare, die sich sehr schön rumschütteln lassen, wenn das Lied ein wenig lauter wird, aber es wäre schön, wenn sie in der Tiefe mehr Volumen hätte und in der Höhe auch mal die Töne treffen würde. Zwei merkwürdige Menschen mit Masken nehmen ihr zu Beginn den schwarzen Mantel weg und man fragt sich warum. Und dann der Song: Das kann man sich zwar anhören, aber besser fänd ich, wenn man sich irgendwan mal für Ballade einerseits oder Radau andererseits entscheiden könnte. Von mir aus auch für Balladenradau. Ich weiß genau, dass ich mir das auf CD noch schönhören werde, aber live ist das leider suboptimal.
Chancen aufs Finale: Siehe oben. Dieses Jahr wird es kritisch damit.
Bukarest 2019? Nein.
4/10 (Kinder: 1-2 und 4-5)
Russland: Yulia Samoylova – I Won’t Break
Es gibt keinen Beitrag, wo mir die Trennung von Song und Person/Land schwerer fällt als bei diesem. Das Drama aus dem letzten Jahr und die Rolle, die die Samoylova dort gespielt hat (der Auftritt auf der Krim nach dem Rückzug!!!), sind hinlänglich bekannt und nicht vergessen. Ich zwinge mich jetzt trotzdem dazu, das Lied objektiv zu betrachten. Es ist nicht ganz so ein schlimmer Rotz wie letztes Jahr aber deshalb noch lange nicht gut. Da sitze ich und bin ratlos. Let's get it over with.
Chancen aufs Finale: Es ist Russland.
Moskau 2019? Na hoffentlich nicht.
3/10 (Kinder: 5 und 5, sind aber beide genauso ratlos wie ich)
San Marino: Jessika ft. Jenifer Brening – Who We Are
Liebe San Marinesen! Wir haben ja inzwischen mitbekommen, dass Ihr hart an Eurem Ruf als Eurovisionskatastrophenland Nummer 1 arbeitet. Wir wollten Euch nur sagen, die Bulgaren sind inzwischen aus diesem Wettbewerb ausgestiegen, Ihr könnt die Schreck-Schrauben wieder ein kleines bisschen lockerer lassen. Also DAS HIER war nun wirklich nicht nötig. Drei Tipps: Gebt der Dschessika (oder wars die Dschenniffa?) eine Packung Tempos mit nach Lissabon. Dass sie nicht den Rotz zwischendrin hochgezogen hat, ist alles. Zweitens: Sucht jemanden, IRGENDjemanden, der der Dame Gesangsunterricht geben kann. Krassimir Avramov zittert bereits um seinen Status als Car-Crash-Lieferant Nummer Eins. Drittens: Tauscht den "Song" aus. Und die "Sängerin". Und die "Klamotte". Ach, am besten einfach alles. Es ist wie ein Auffahrunfall mit einem Tanklaster. Schrecklich, aber man kann auch nicht weggucken. Wir ziehen dann mal die Tripel-Null.
Chancen aufs Finale: Pruuuuuuuuust.
Serravalle 2019? 3019 vielleicht.
0/10 (Kinder: 0 ("Gott bewahre mich...") und 0)
Serbien: Sanja Ilić & Balkanika – Nova deca
Hm. Das ist jetzt wieder ganz schwierig. Es ist ja löblich, dass die Serben nach drei englischsprachigen Jahren wieder zu ihrer Landessprache zurückfinden, aber irgendwie ist das hier ein Gesamtkunstwerk, das angemessen zu würdigen mir recht schwerfällt. Es fängt gut genug mit einer Flöte an ("Lane moje" oder "Lejla", anyone?), aber dann singt eine Dame etwas, was sich verdächtig nach dem Geheimnis bulgarischer Stimmen anhört, was ja nun wirklich nicht jedermanns Sache ist. Der Refrain ist dann wieder ganz okay, aber dann setzen Beat und erneut bulgarisches Gewimmer ein. Ich möchte es so gern anerkennen und kann doch nicht ...
Chancen aufs Finale: Das könnte sehr schwer werden.
Belgrad 2019? Nein.
5/10 (Kinder: 5 und 5)
Die Rumänen sind ja bis dato immer ins Finale gekommen, aber ich habe so das dumpfe Gefühl, dass es in diesem Jahr sehr eng werden könnte. Denn das hier ist einfach in jedweder Hinsicht halbgar: Die Sängerin hat zwar wunderschöne lange blonde Haare, die sich sehr schön rumschütteln lassen, wenn das Lied ein wenig lauter wird, aber es wäre schön, wenn sie in der Tiefe mehr Volumen hätte und in der Höhe auch mal die Töne treffen würde. Zwei merkwürdige Menschen mit Masken nehmen ihr zu Beginn den schwarzen Mantel weg und man fragt sich warum. Und dann der Song: Das kann man sich zwar anhören, aber besser fänd ich, wenn man sich irgendwan mal für Ballade einerseits oder Radau andererseits entscheiden könnte. Von mir aus auch für Balladenradau. Ich weiß genau, dass ich mir das auf CD noch schönhören werde, aber live ist das leider suboptimal.
Chancen aufs Finale: Siehe oben. Dieses Jahr wird es kritisch damit.
Bukarest 2019? Nein.
4/10 (Kinder: 1-2 und 4-5)
Russland: Yulia Samoylova – I Won’t Break
Es gibt keinen Beitrag, wo mir die Trennung von Song und Person/Land schwerer fällt als bei diesem. Das Drama aus dem letzten Jahr und die Rolle, die die Samoylova dort gespielt hat (der Auftritt auf der Krim nach dem Rückzug!!!), sind hinlänglich bekannt und nicht vergessen. Ich zwinge mich jetzt trotzdem dazu, das Lied objektiv zu betrachten. Es ist nicht ganz so ein schlimmer Rotz wie letztes Jahr aber deshalb noch lange nicht gut. Da sitze ich und bin ratlos. Let's get it over with.
Chancen aufs Finale: Es ist Russland.
Moskau 2019? Na hoffentlich nicht.
3/10 (Kinder: 5 und 5, sind aber beide genauso ratlos wie ich)
San Marino: Jessika ft. Jenifer Brening – Who We Are
Liebe San Marinesen! Wir haben ja inzwischen mitbekommen, dass Ihr hart an Eurem Ruf als Eurovisionskatastrophenland Nummer 1 arbeitet. Wir wollten Euch nur sagen, die Bulgaren sind inzwischen aus diesem Wettbewerb ausgestiegen, Ihr könnt die Schreck-Schrauben wieder ein kleines bisschen lockerer lassen. Also DAS HIER war nun wirklich nicht nötig. Drei Tipps: Gebt der Dschessika (oder wars die Dschenniffa?) eine Packung Tempos mit nach Lissabon. Dass sie nicht den Rotz zwischendrin hochgezogen hat, ist alles. Zweitens: Sucht jemanden, IRGENDjemanden, der der Dame Gesangsunterricht geben kann. Krassimir Avramov zittert bereits um seinen Status als Car-Crash-Lieferant Nummer Eins. Drittens: Tauscht den "Song" aus. Und die "Sängerin". Und die "Klamotte". Ach, am besten einfach alles. Es ist wie ein Auffahrunfall mit einem Tanklaster. Schrecklich, aber man kann auch nicht weggucken. Wir ziehen dann mal die Tripel-Null.
Chancen aufs Finale: Pruuuuuuuuust.
Serravalle 2019? 3019 vielleicht.
0/10 (Kinder: 0 ("Gott bewahre mich...") und 0)
Serbien: Sanja Ilić & Balkanika – Nova deca
Hm. Das ist jetzt wieder ganz schwierig. Es ist ja löblich, dass die Serben nach drei englischsprachigen Jahren wieder zu ihrer Landessprache zurückfinden, aber irgendwie ist das hier ein Gesamtkunstwerk, das angemessen zu würdigen mir recht schwerfällt. Es fängt gut genug mit einer Flöte an ("Lane moje" oder "Lejla", anyone?), aber dann singt eine Dame etwas, was sich verdächtig nach dem Geheimnis bulgarischer Stimmen anhört, was ja nun wirklich nicht jedermanns Sache ist. Der Refrain ist dann wieder ganz okay, aber dann setzen Beat und erneut bulgarisches Gewimmer ein. Ich möchte es so gern anerkennen und kann doch nicht ...
Chancen aufs Finale: Das könnte sehr schwer werden.
Belgrad 2019? Nein.
5/10 (Kinder: 5 und 5)
ESC 2018 - Teil 5
Erste Hälfte des 2. Semifinals:
Australien: Jessica Mauboy – We Got Love
Seit zwei Jahren spielt sich bei mir jedes Mal beim Hören/Anschauen des australischen Beitrags das gleiche im Kopf ab: Ich denke an das geniale Debüt 2015 und bin frustriert. So auch dieses Jahr. Jessi ist hübsch, kann auch gut singen, aber sorry: Ihr Song ist strunzlangweilig. Nichts, was ich ausmachen müsste, aber auch nichts, was ich unbedingt nochmal hören müsste. Und bitte, liebe Frau Mauboy: Das Kleid aus dem Preview-Video bleibt bitte unbedingst aus. Das ist nicht nur hässlich, sondern macht obendrein noch dick.
Chancen aufs Finale: Es ist Australien. Wird schon klappen. Wird aber vermutlich das schlechteste australische Ergebnis ever werden.
Woauchimmer 2019? Nope
6/10 (Kinder: 5-6 und 6-7)
Dänemark: Rasmussen – Higher Ground
Dänemark kriegt ja alle Jahre wieder eins von mir auf die Mütze, weil sie mich immer mit dem gleichen Durchschnittsseich ärgern. Offensichtlich werden wir auch in Dänemark gelesen und zu Herzen genommen, denn in diesem Jahr passiert das Undenkbare: Die Dänen schicken einen richtig, richtig guten Beitrag. Ein rothaariger Wikinger mit einem Feuer-und-Eis-Song mit viel Trockeneis und finsteren Gestalten im Gepäck - ich bin verzückt! Lediglich die stimmlichen Wackler muss er noch in den Griff kriegen, dann wird das endlich mal ein dänischer Beitrag, der von mir nicht gedisst wird.
Chancen aufs Finale: Na hoffentlich. Mit Schweden, Norwegen und Lettland im gleichen Semi klappt das hoffentlich.
Kopenhagen 2019? Nein.
9/10 (Kinder: 9 ("Wow!" und 8)
Moldawien: DoReDos – My Lucky Day
Die Moldawier sind mit Beiträgen, die sich selbst nicht ganz so ernst nehmen und eine Menge Blasinstrumente beinhalten, bisher immer bestens gefahren, und das ist auch dieses Jahr nicht anders. Die Idee mit den Spiegelwänden ist großartig, die teilweise andere vergangene Beiträge zitierende Tanzchoreographie ebenfalls. Das Lied - nu joo. Es könnte dem einen oder anderen zuviel des Guten werden, aber auf jeden Fall macht meinereinen das Ganze zumindest mal eine Menge Spaß, auch wenn es von Kirkorov geschrieben wurde. Und nur darum gehts. Geht es nicht?
Chancen aufs Finale: Hm. Es könnte als "zuviel von allem" wahrgenommen werden, aber ich denke, es könnte knapp reichen.
Chisinau 2019? Nope
8/10 (Kinder: 4 und 5)
Niederlande: Waylon – Outlaw in ‘Em
Waylon, männliche Hälfte der Common Linnets, ist heuer ohne Ilse de Lange unterwegs. Als Begleitung hat er dafür eine Gitarre, die glaub ich früher mal Mark Knopfler gehört hat, zumindest hatte der mal so eine ähnliche Gitarre. Ich weiß nicht, was man sich in den Niederlanden von der Nominierung versprochen hat, aber etwas, das auf alle Eurovisionsgesetze pfeift, funktioniert NICHT jedes Mal. Waylon schreit sich angestrengt durch seine drei Minuten, und man ist als Zuschauer bereits nach anderthalb Minuten ebenfalls angestrengt. Den Song finde ich zwar geil, aber das hier dürfte vollkommen chancenlos sein. Nur der Name zieht leider nicht.
Chancen aufs Finale: Keine.
Amsterdam 2019? Konzert im Melkweg? Ja sicher. Sonst aber nicht.
7/10 (Kinder: 3- und 2)
Norwegen: Alexander Rybak – That’s How You Write A Song
So, un nu kommts. Wir waren auf keinen Beitrag so gespannt wie auf diesen, und Darling Alex hat uns nicht enttäuscht. Die bewährte Rybak'sche Charmeshow funktioniert natürlich nach wie vor ohne Probleme, aber guck an: Alex kann sogar tanzen. Der Song ist vielleicht ein wiiiinzig kleines bisschen repetitiv im Refrain, aber meine Güte - das macht SPASS! Und den versprüht er auch auf der Bühne. Wunderbar auch die Ideen mit den gezeichneten Instrumenten - Luftinstrumente spielen ist ja immer gewagt, aber er wird damit durchkommen. Unser Favorit bisher!
Chancen aufs Finale: Ja sichi.
Oslo 2019? Ob es für den Doppelsieg reicht, weiß ich nicht. Es wird jedenfalls kein solcher Erdrutsch wie vor neun Jahren, muss es aber auch nicht.
9/10 (Kinder: 9-10 und 9-10)
Australien: Jessica Mauboy – We Got Love
Seit zwei Jahren spielt sich bei mir jedes Mal beim Hören/Anschauen des australischen Beitrags das gleiche im Kopf ab: Ich denke an das geniale Debüt 2015 und bin frustriert. So auch dieses Jahr. Jessi ist hübsch, kann auch gut singen, aber sorry: Ihr Song ist strunzlangweilig. Nichts, was ich ausmachen müsste, aber auch nichts, was ich unbedingt nochmal hören müsste. Und bitte, liebe Frau Mauboy: Das Kleid aus dem Preview-Video bleibt bitte unbedingst aus. Das ist nicht nur hässlich, sondern macht obendrein noch dick.
Chancen aufs Finale: Es ist Australien. Wird schon klappen. Wird aber vermutlich das schlechteste australische Ergebnis ever werden.
Woauchimmer 2019? Nope
6/10 (Kinder: 5-6 und 6-7)
Dänemark: Rasmussen – Higher Ground
Dänemark kriegt ja alle Jahre wieder eins von mir auf die Mütze, weil sie mich immer mit dem gleichen Durchschnittsseich ärgern. Offensichtlich werden wir auch in Dänemark gelesen und zu Herzen genommen, denn in diesem Jahr passiert das Undenkbare: Die Dänen schicken einen richtig, richtig guten Beitrag. Ein rothaariger Wikinger mit einem Feuer-und-Eis-Song mit viel Trockeneis und finsteren Gestalten im Gepäck - ich bin verzückt! Lediglich die stimmlichen Wackler muss er noch in den Griff kriegen, dann wird das endlich mal ein dänischer Beitrag, der von mir nicht gedisst wird.
Chancen aufs Finale: Na hoffentlich. Mit Schweden, Norwegen und Lettland im gleichen Semi klappt das hoffentlich.
Kopenhagen 2019? Nein.
9/10 (Kinder: 9 ("Wow!" und 8)
Moldawien: DoReDos – My Lucky Day
Die Moldawier sind mit Beiträgen, die sich selbst nicht ganz so ernst nehmen und eine Menge Blasinstrumente beinhalten, bisher immer bestens gefahren, und das ist auch dieses Jahr nicht anders. Die Idee mit den Spiegelwänden ist großartig, die teilweise andere vergangene Beiträge zitierende Tanzchoreographie ebenfalls. Das Lied - nu joo. Es könnte dem einen oder anderen zuviel des Guten werden, aber auf jeden Fall macht meinereinen das Ganze zumindest mal eine Menge Spaß, auch wenn es von Kirkorov geschrieben wurde. Und nur darum gehts. Geht es nicht?
Chancen aufs Finale: Hm. Es könnte als "zuviel von allem" wahrgenommen werden, aber ich denke, es könnte knapp reichen.
Chisinau 2019? Nope
8/10 (Kinder: 4 und 5)
Niederlande: Waylon – Outlaw in ‘Em
Waylon, männliche Hälfte der Common Linnets, ist heuer ohne Ilse de Lange unterwegs. Als Begleitung hat er dafür eine Gitarre, die glaub ich früher mal Mark Knopfler gehört hat, zumindest hatte der mal so eine ähnliche Gitarre. Ich weiß nicht, was man sich in den Niederlanden von der Nominierung versprochen hat, aber etwas, das auf alle Eurovisionsgesetze pfeift, funktioniert NICHT jedes Mal. Waylon schreit sich angestrengt durch seine drei Minuten, und man ist als Zuschauer bereits nach anderthalb Minuten ebenfalls angestrengt. Den Song finde ich zwar geil, aber das hier dürfte vollkommen chancenlos sein. Nur der Name zieht leider nicht.
Chancen aufs Finale: Keine.
Amsterdam 2019? Konzert im Melkweg? Ja sicher. Sonst aber nicht.
7/10 (Kinder: 3- und 2)
Norwegen: Alexander Rybak – That’s How You Write A Song
So, un nu kommts. Wir waren auf keinen Beitrag so gespannt wie auf diesen, und Darling Alex hat uns nicht enttäuscht. Die bewährte Rybak'sche Charmeshow funktioniert natürlich nach wie vor ohne Probleme, aber guck an: Alex kann sogar tanzen. Der Song ist vielleicht ein wiiiinzig kleines bisschen repetitiv im Refrain, aber meine Güte - das macht SPASS! Und den versprüht er auch auf der Bühne. Wunderbar auch die Ideen mit den gezeichneten Instrumenten - Luftinstrumente spielen ist ja immer gewagt, aber er wird damit durchkommen. Unser Favorit bisher!
Chancen aufs Finale: Ja sichi.
Oslo 2019? Ob es für den Doppelsieg reicht, weiß ich nicht. Es wird jedenfalls kein solcher Erdrutsch wie vor neun Jahren, muss es aber auch nicht.
9/10 (Kinder: 9-10 und 9-10)
Sonntag, 1. April 2018
ESC 2018 - Teil 4
Mazedonien: Eye Cue – Lost And Found
Ich halte mich ja nun weiß Gott für alles andere als eine Musikdilettantin, aber mit diesem Song bin ich offen gesagt hoffnungslos überfordert. Ich habe die ganze Zeit versucht, hier irgendeine Struktur zu erkennen, bin aber grandios gescheitert. Das ist aus mindestens vier verschiedenen Songs zusammengepuzzelt, und immer wenn man denkt, man hat kapiert, worum es geht, wird wieder eine Kehrwendung gemacht. So nicht, Freunde!
Chancen aufs Finale: Ich würde es, nachdem San Marino 2013 und die Schweiz 2008 mit Stilmixen ausgeschieden sind, als persönliche Beleidigung empfinden, wenn das weiterkommt.
Skopje 2019? Oh geh fort.
3/10 (Kinder: 7 (für Abzug gesorgt haben das Outfit und die schreckliche Wimperntusche) und 8+)
Österreich: Cesár Sampson – Nobody But You
Tu felix Austria! Unser Nachbarland hat in den letzten Jahren ein Händchen dafür entwickelt, Beiträge zu finden, die der Frau Fabian richtig, richtig, RICHTIG gut gefallen. Und in diesem Jahr wird es nicht nur die Frau Fabian sein, der das gefällt. Cesár war eine brilliante Wahl, der Mann kann singen, er hat einen großartigen Song und er weiß, wie der ESC tickt. Ich das sehr mögen! Das Video ist supergenial gemacht, aber ich bin sicher, dass Herr Sampson auch auf der Bühne überzeugen wird. Für die dritte 10/10 in Folge reicht es nicht ganz, aber summa summarum 29 Punkte in drei Jahren hat bei mir meines Wissens noch nie ein Land geschafft.
Chancen aufs Finale: Aber hallo!
Wien 2019? Ach wär das schön. Aber ich glaube, dafür reicht es nicht.
9/10 (Kinder: 8-9 (einfach coooooooool) und 8)
Schweiz: ZiBBZ – Stones
In den letzten Jahren hat die Schweiz mit Ausnahme des dennoch unterbewerteten Sebalter anno 2014 keine nennenswerten Ergebnisse eingefahren. Es wäre sehr zu hoffen, dass sich das in diesem Jahr ändert. Der Song ist knackig, die Stimme der Sängerin erinnerte meinen Nachwuchs ein wenig an Lena, und der Song hat ein sehr wichtiges Thema zum Inhalt: Der Hetze in den sozialen Netzwerken und die leider zunehmend auf dem Vormarsch befindlichen alternativen Fakten. Es ist ein wenig schade, dass auf solche Dinge beim Song Contest so selten geachtet wird - Songs mit intelligenten Texten, die sonst keinen anderen Bonus haben, haben es leider sehr schwer, zumal, wenn, wie in diesem Fall, der Text sehr schwer zu verstehen ist (oder bin das ich?). Das ist aber trotzdem kein Grund, es nicht zu tun, und deshalb ist der Schweizer Beitrag unbedingt gutzuheißen!
Chancen aufs Finale: Es wird SEHR schwer. Ich hoffe trotzdem, dass es klappt.
Zürich 2019? Leider nicht.
8/10 (Kinder: (9+ (cooler Hintergrund) und 9)
Zypern: Eleni Foureira – Fuego
Okay, okay, okay. Es heißt EuroVISION Song Contest. Die Zyprer haben das wörtlich genommen und bei ihrem Beitrag ausschließlich Wert auf den visuellen Teil gelegt. Eleni ist eine aufregend schöne, verrucht wirkende Frau mit Kurven wie aus Silikon gespritzt, und sie weiß selbige trefflich zu schwingen. Da ist es auch zu verschmerzen, dass der Allmächtige sie nicht gerade mit der schönsten aller Stimmen ausgestattet hat, aber darauf und auf den erbärmlichen Song achtet hier eh kein Mensch. Ich gehe von einer atemberaubenden Choreographie und Performance aus, die Europas Heteros in Scharen zum Anrufen bringen.
Chancen aufs Finale: Viele Heteromänner - viele Anrufe - vielleicht Finale.
Nikosia 2019? Never ever.
3/10 (Kinder: 4-5 und 5)
Jetzt fehlt noch eine Prognose. Und das ist verflucht schwierig, ich hab nämlich zu viele Weiterkommer.
Mal gucken:
Belgien
Bulgarien
Israel
Estland
Finnland
Tschechien
Österreich
und um die restlichen drei Plätze kloppen sich Armenien, Aserbaidschan, Griechenland, Kroatien und Zypern.
Kroatien und Zypern werden es nicht beide schaffen. Von den anderen dreien hat wohl leider die Griechin die meisten Probleme. Armenien, Aserbaidschan und.... hmmmmmmm... Uff. Würfeln. Würfel sagt Kroatien.
Wenn das so kommt, hätten wir tatsächlich zum ersten Mal sechs Weiterkommer aus der ersten Hälfte. Metzel-Semi. Kommt eh anders.
Ich halte mich ja nun weiß Gott für alles andere als eine Musikdilettantin, aber mit diesem Song bin ich offen gesagt hoffnungslos überfordert. Ich habe die ganze Zeit versucht, hier irgendeine Struktur zu erkennen, bin aber grandios gescheitert. Das ist aus mindestens vier verschiedenen Songs zusammengepuzzelt, und immer wenn man denkt, man hat kapiert, worum es geht, wird wieder eine Kehrwendung gemacht. So nicht, Freunde!
Chancen aufs Finale: Ich würde es, nachdem San Marino 2013 und die Schweiz 2008 mit Stilmixen ausgeschieden sind, als persönliche Beleidigung empfinden, wenn das weiterkommt.
Skopje 2019? Oh geh fort.
3/10 (Kinder: 7 (für Abzug gesorgt haben das Outfit und die schreckliche Wimperntusche) und 8+)
Österreich: Cesár Sampson – Nobody But You
Tu felix Austria! Unser Nachbarland hat in den letzten Jahren ein Händchen dafür entwickelt, Beiträge zu finden, die der Frau Fabian richtig, richtig, RICHTIG gut gefallen. Und in diesem Jahr wird es nicht nur die Frau Fabian sein, der das gefällt. Cesár war eine brilliante Wahl, der Mann kann singen, er hat einen großartigen Song und er weiß, wie der ESC tickt. Ich das sehr mögen! Das Video ist supergenial gemacht, aber ich bin sicher, dass Herr Sampson auch auf der Bühne überzeugen wird. Für die dritte 10/10 in Folge reicht es nicht ganz, aber summa summarum 29 Punkte in drei Jahren hat bei mir meines Wissens noch nie ein Land geschafft.
Chancen aufs Finale: Aber hallo!
Wien 2019? Ach wär das schön. Aber ich glaube, dafür reicht es nicht.
9/10 (Kinder: 8-9 (einfach coooooooool) und 8)
Schweiz: ZiBBZ – Stones
In den letzten Jahren hat die Schweiz mit Ausnahme des dennoch unterbewerteten Sebalter anno 2014 keine nennenswerten Ergebnisse eingefahren. Es wäre sehr zu hoffen, dass sich das in diesem Jahr ändert. Der Song ist knackig, die Stimme der Sängerin erinnerte meinen Nachwuchs ein wenig an Lena, und der Song hat ein sehr wichtiges Thema zum Inhalt: Der Hetze in den sozialen Netzwerken und die leider zunehmend auf dem Vormarsch befindlichen alternativen Fakten. Es ist ein wenig schade, dass auf solche Dinge beim Song Contest so selten geachtet wird - Songs mit intelligenten Texten, die sonst keinen anderen Bonus haben, haben es leider sehr schwer, zumal, wenn, wie in diesem Fall, der Text sehr schwer zu verstehen ist (oder bin das ich?). Das ist aber trotzdem kein Grund, es nicht zu tun, und deshalb ist der Schweizer Beitrag unbedingt gutzuheißen!
Chancen aufs Finale: Es wird SEHR schwer. Ich hoffe trotzdem, dass es klappt.
Zürich 2019? Leider nicht.
8/10 (Kinder: (9+ (cooler Hintergrund) und 9)
Zypern: Eleni Foureira – Fuego
Okay, okay, okay. Es heißt EuroVISION Song Contest. Die Zyprer haben das wörtlich genommen und bei ihrem Beitrag ausschließlich Wert auf den visuellen Teil gelegt. Eleni ist eine aufregend schöne, verrucht wirkende Frau mit Kurven wie aus Silikon gespritzt, und sie weiß selbige trefflich zu schwingen. Da ist es auch zu verschmerzen, dass der Allmächtige sie nicht gerade mit der schönsten aller Stimmen ausgestattet hat, aber darauf und auf den erbärmlichen Song achtet hier eh kein Mensch. Ich gehe von einer atemberaubenden Choreographie und Performance aus, die Europas Heteros in Scharen zum Anrufen bringen.
Chancen aufs Finale: Viele Heteromänner - viele Anrufe - vielleicht Finale.
Nikosia 2019? Never ever.
3/10 (Kinder: 4-5 und 5)
Jetzt fehlt noch eine Prognose. Und das ist verflucht schwierig, ich hab nämlich zu viele Weiterkommer.
Mal gucken:
Belgien
Bulgarien
Israel
Estland
Finnland
Tschechien
Österreich
und um die restlichen drei Plätze kloppen sich Armenien, Aserbaidschan, Griechenland, Kroatien und Zypern.
Kroatien und Zypern werden es nicht beide schaffen. Von den anderen dreien hat wohl leider die Griechin die meisten Probleme. Armenien, Aserbaidschan und.... hmmmmmmm... Uff. Würfeln. Würfel sagt Kroatien.
Wenn das so kommt, hätten wir tatsächlich zum ersten Mal sechs Weiterkommer aus der ersten Hälfte. Metzel-Semi. Kommt eh anders.
ESC 2018 - Teil 3
Erstes Semi, zweite Hälfte:
Armenien: Sevak Khanagyan – Qami
Fischt im selben Pool wie Eugent aus Albanien und hat genau die gleichen Probleme mit der Frisur. Da muss bis Mai dringend was passieren. Und wann ist endlich diese idiotische Mode zu Ende, dass sich schöne Männer ihr Gesicht durch Behaarung desselben entstellen? Bei Sevak kommt noch erschwerend hinzu, dass die Herrenausstatter in Jerewan alle schon geschlossen hatten, so dass er sich aus seiner alten Motorradlederjacke und einem Pulli ein Outfit zusammenschustern musste. Dabei hat er sich wohl von der Kluft der Römer im Asterix inspirieren lassen. Auch hier muss was passieren. Bleibt das Lied, und das ist das große Plus an diesem Beitrag. Armenien zum ersten Mal komplett in Landessprache, und wenn auch der Beitrag zwei Minuten braucht, um so richtig aus dem Quark zu kommen, ist der Schluss doch sehr, sehr gut.
Chancen aufs Finale: Es könnte eng werden.
Jerewan 2019? Nein.
6/10 (mit Luft nach oben. Kinder: 3 und 2-3)
Finnland: Saara Aalto – Monsters
Was hat man sich in Finnland nicht alles von der Direktnominierung der Saara Alto versprochen. Den zweiten Sieg nach Lordi - mindestens, deshalb singt sie ja auch von Monstern. Bevor der Song rauskam, lag sie bei den Bookies ganz vorne, seit der Song bekannt ist, befindet sie sich im freien Fall. Und zu Recht, denn: Mitreißend ist das beim besten Willen nicht. Es ist alles auf Auffallen getrimmt, und einige Ideen wie zB das Schwarzlicht sind ja auch ganz nett (wobei noch zu klären ist, ob sie das in Lissabon auf der ESC-Bühne überhaupt erlauben), aber es holt mich dennoch nicht ab. Wird das Finale erreichen, möglicherweise auch die linke Seite des Scoreboards, aber ansonsten keine Rolle mehr spielen.
Chancen aufs Finale: Ja, schon.
Helsinki 2019? Nein.
6/10 (Kinder: 5-6 (Abzug wegen Klamotten, Federdingsda und Frisuren) und 6)
Griechenland: Gianna Terzi – Oneiro Mou
Die Geschichte der Griechen in den letzten Jahren ist durchaus wechselvoll. Nachdem sie 2016 bekanntlich das erste Mal ausschieden mit einem Beitrag, der sich einen Scheißdreck um alle geltenden Eurovisionsregeln scherte, schickten sie letztes Jahr etwas, wo nur der Name der Sängerin entfernt an was Griechisches erinnerte. In diesem Jahr gehts wieder back to the roots. Es ist griechisch, und es wird auf griechisch gesungen. Es ist sperrig, schwierig - und großartig. Ein wunderbar poetischer Text (aber auf griechisch hört sich so ungefähr alles gut an), eine schöne Frau, eine schöne Stimme - I like!
Chancen aufs Finale: Zypern, Bulgarien und Albanien im gleichen Semi ist sicherlich kein Nachteil. Sie schaffts, aber knapp.
Athen 2019? Nein.
8/10 (Kinder: 9-10 und 4)
Irland: Ryan O’Shaughnessy – Together
Oh-kay. Ich habe jetzt ungefähr anderthalb Monate Zeit, um mich am 8. Mai auf einen sehr bitteren Moment einstellen zu können. Dieser Song geht mir aus irgendeinem Grund brutal ans Herz und löst in mir ähnliche Gefühle aus wie der finnische Beitrag des Vorjahres. Mit anderen Worten: Ich heule gerade wie ein Schlosshund, und das passiert beim ersten Hören sonst NIE. Dennoch hat Gary O'Shaughnessys Neffe keine Chance aufs Finale. Aber dieses Mal weiß ich es wenigstens vorher.
Chancen aufs Finale: Siehe oben.
Dublin 2019? RTE darf noch ein weiteres Jahr Geld sparen.
9/10 (5 und 8-9)
Kroatien: Franka – Crazy
Dieses Lied SCHREIT förmlich nach sehr wenig Textil und einer superschwülstigen Inszenierung. Wie ich die Kroaten kenne, werden sie das auch genau so umsetzen. Es ist gut gemacht. Das ist aber auch schon das beste, was man darüber sagen kann.
Chancen aufs Finale: Jepp. Es wird genügend Heteromänner geben, die sich davon einwickeln lassen.
Zagreb 2019? NEVER.
4/10 (Kinder: 0 ("Aaaaargh!") und 4)
Armenien: Sevak Khanagyan – Qami
Fischt im selben Pool wie Eugent aus Albanien und hat genau die gleichen Probleme mit der Frisur. Da muss bis Mai dringend was passieren. Und wann ist endlich diese idiotische Mode zu Ende, dass sich schöne Männer ihr Gesicht durch Behaarung desselben entstellen? Bei Sevak kommt noch erschwerend hinzu, dass die Herrenausstatter in Jerewan alle schon geschlossen hatten, so dass er sich aus seiner alten Motorradlederjacke und einem Pulli ein Outfit zusammenschustern musste. Dabei hat er sich wohl von der Kluft der Römer im Asterix inspirieren lassen. Auch hier muss was passieren. Bleibt das Lied, und das ist das große Plus an diesem Beitrag. Armenien zum ersten Mal komplett in Landessprache, und wenn auch der Beitrag zwei Minuten braucht, um so richtig aus dem Quark zu kommen, ist der Schluss doch sehr, sehr gut.
Chancen aufs Finale: Es könnte eng werden.
Jerewan 2019? Nein.
6/10 (mit Luft nach oben. Kinder: 3 und 2-3)
Finnland: Saara Aalto – Monsters
Was hat man sich in Finnland nicht alles von der Direktnominierung der Saara Alto versprochen. Den zweiten Sieg nach Lordi - mindestens, deshalb singt sie ja auch von Monstern. Bevor der Song rauskam, lag sie bei den Bookies ganz vorne, seit der Song bekannt ist, befindet sie sich im freien Fall. Und zu Recht, denn: Mitreißend ist das beim besten Willen nicht. Es ist alles auf Auffallen getrimmt, und einige Ideen wie zB das Schwarzlicht sind ja auch ganz nett (wobei noch zu klären ist, ob sie das in Lissabon auf der ESC-Bühne überhaupt erlauben), aber es holt mich dennoch nicht ab. Wird das Finale erreichen, möglicherweise auch die linke Seite des Scoreboards, aber ansonsten keine Rolle mehr spielen.
Chancen aufs Finale: Ja, schon.
Helsinki 2019? Nein.
6/10 (Kinder: 5-6 (Abzug wegen Klamotten, Federdingsda und Frisuren) und 6)
Griechenland: Gianna Terzi – Oneiro Mou
Die Geschichte der Griechen in den letzten Jahren ist durchaus wechselvoll. Nachdem sie 2016 bekanntlich das erste Mal ausschieden mit einem Beitrag, der sich einen Scheißdreck um alle geltenden Eurovisionsregeln scherte, schickten sie letztes Jahr etwas, wo nur der Name der Sängerin entfernt an was Griechisches erinnerte. In diesem Jahr gehts wieder back to the roots. Es ist griechisch, und es wird auf griechisch gesungen. Es ist sperrig, schwierig - und großartig. Ein wunderbar poetischer Text (aber auf griechisch hört sich so ungefähr alles gut an), eine schöne Frau, eine schöne Stimme - I like!
Chancen aufs Finale: Zypern, Bulgarien und Albanien im gleichen Semi ist sicherlich kein Nachteil. Sie schaffts, aber knapp.
Athen 2019? Nein.
8/10 (Kinder: 9-10 und 4)
Irland: Ryan O’Shaughnessy – Together
Oh-kay. Ich habe jetzt ungefähr anderthalb Monate Zeit, um mich am 8. Mai auf einen sehr bitteren Moment einstellen zu können. Dieser Song geht mir aus irgendeinem Grund brutal ans Herz und löst in mir ähnliche Gefühle aus wie der finnische Beitrag des Vorjahres. Mit anderen Worten: Ich heule gerade wie ein Schlosshund, und das passiert beim ersten Hören sonst NIE. Dennoch hat Gary O'Shaughnessys Neffe keine Chance aufs Finale. Aber dieses Mal weiß ich es wenigstens vorher.
Chancen aufs Finale: Siehe oben.
Dublin 2019? RTE darf noch ein weiteres Jahr Geld sparen.
9/10 (5 und 8-9)
Kroatien: Franka – Crazy
Dieses Lied SCHREIT förmlich nach sehr wenig Textil und einer superschwülstigen Inszenierung. Wie ich die Kroaten kenne, werden sie das auch genau so umsetzen. Es ist gut gemacht. Das ist aber auch schon das beste, was man darüber sagen kann.
Chancen aufs Finale: Jepp. Es wird genügend Heteromänner geben, die sich davon einwickeln lassen.
Zagreb 2019? NEVER.
4/10 (Kinder: 0 ("Aaaaargh!") und 4)
ESC 2018 - Teil 2
Island: Ari Ólafsson – Our Choice
Ach, Island. Nachdem Du in den Jahren 2003 bis 2014 einen Supersong nach dem anderen rausgehauen hast, ist in den letzten Jahren irgendwie der Wurm drin. Und auch dieses Jahr werdet Ihr das Finale wieder von außen angucken. Ein 08/15-Büblein mit einem 08/15-Lied und einer vor Klischees nur so triefenden Weltverbessererbotschaft. Wort mit x. Dabei würd ich so gern mal einen Grund haben, nach Reykjavik zu fahren. Aber 2019 wird das auch wieder nix.
Chancen aufs Finale: Wenn er sich eine Karte kauft, ja. Sonst nicht.
Reykjavik 2019? Ach geh doch weg.
5/10 (Welpenschutz. Die Kinder dagegen sind hin und weg. 9 und 9)
Israel: Netta Barzilai – Toy
So, ich wappne mich dann mal für den Shitstorm. Auf der Habenseite haben wir ein fülliges, verrücktes Huhn, das seinem Boy unmissverständlich klar macht, dass es kein Spielzeug ist. Und ich nehm ihr auch ab, dass ihr das ein Herzensanliegen ist und dass sie da nicht nur auf den metoo-Zug aufspringt. Aber so hehr die Botschaft, so beliebt der Song bei den Bookies und so toll die Interpretin: Isch mag dänn Song nischt. Das wird polarisieren und könnte ein Lordi-Ergebnis einfahren. Aber könnte auch abstürzen.
Chancen aufs Finale: Ja sicher. Das ist weiter.
Jerusalem 2019? Schwierig. So geschwätzt wie die Bookies und viele andere seh ich das nicht, es wird aber sicher um den Sieg mitspielen.
3/10 (Kinder: 0-1 (wegen der Backings) und 4)
Litauen: Ieva Zasimauskaitė – When We’re Old
Schöne Frau singt schöne Ballade. Bei Litauen freut man sich ja schon über kleine Fortschritte. Das ganze ist sehr, sehr klassisch und sehr, sehr unauffällig bis auf den Schluss. Wo der Mann dazukommt, verreißt sie es kurzfristig, das ist schade, aber auch irgendwie sehr sympathisch. Macht das ganze nahbar. Vom Sitzen auf dem Boden würde ich in diesem Falle abraten, das hat außer bei Loic Nottet noch nie funktioniert. Sehr hübsch, wird aber leider untergehen.
Chancen aufs Finale: Kaum.
Vilnius 2019? Nein.
7/10 (Kinder 8 und 7)
Tschechien: Mikolas Josef – Lie To Me
Ja SAGE mal! Wer in der Eurovisionshistorie einigermaßen kundig ist, sitzt vollkommen baff vorm Bildschirm und reibt sich die Augen. DAS soll aus TSCHECHIEN kommen? Aus dem neben San Marino erfolglosestem unter den aktiven Ländern? (Nur Andorra ist noch schlimmer.) Und dann das: Der lustig-pfiffige Mikolas hat eine Trompete mitgebracht und eine Nummer, die vom ersten bis zum letzten Ton Spaß macht. Das wird auf jeden Fall (wenn nix schiefgeht) die Final-Top-Ten knacken und den Tschechen ihr mit Abstand bestes Ergebnis bescheren. Es gibt allerdings einen kleinen Abzug, denn das Ding macht in den Strophen mehr Krach als im Refrain, eigentlich sollte es doch umgekehrt sein. Das ist aber nix, was man nicht in den Griff kriegen kann.
Chancen aufs Finale: Ja sicher.
Prag 2019? DAS wär mal was. Die Final-Top-Ten halte ich für sicher, was dann noch kommt, wird man sehen.
8/10 (Kinder: 7-8 und 8-9)
Weißrussland: Alekseev – Forever
Die Weißrussen haben ja im letzten Jahr den mit Abstand besten Beitrag ihrer Eurovisionsgeschichte entsandt, der leider nicht angemessen entlohnt wurde. Prompt greifen sie dieses Jahr mal wieder so richtig ins Klo und schicken ein schief singendes Jüngelchen mit einem Liedchen, das ich sofort nach dem Hören schon wieder vergessen habe. Über das Schicksal des Beitrags wird allerdings ein ganz anderes Detail entscheiden: Trgt Alekseev in Lissabon den LED-Anzug oder nicht? Im ersten Fall könnte man was Ähnliches daraus machen wie weiland bei Mika Newton, da haben ja alle auch nur auf die Sandmalerin geschaut. Falls er das Ding nicht an hat, kann er froh sein, wenn er in diesem Semi nicht Letzter wird (aber dafür wird schon das ein oder andere Bruderland sorgen).
Chancen aufs Finale: Siehe oben.
Minsk 2019? Nein. Besser ist das.
2/10 (für den Anzug. Kinder: 1 (aber nur wegen des LED-Anzugs) und 5 (Anzug))
Ach, Island. Nachdem Du in den Jahren 2003 bis 2014 einen Supersong nach dem anderen rausgehauen hast, ist in den letzten Jahren irgendwie der Wurm drin. Und auch dieses Jahr werdet Ihr das Finale wieder von außen angucken. Ein 08/15-Büblein mit einem 08/15-Lied und einer vor Klischees nur so triefenden Weltverbessererbotschaft. Wort mit x. Dabei würd ich so gern mal einen Grund haben, nach Reykjavik zu fahren. Aber 2019 wird das auch wieder nix.
Chancen aufs Finale: Wenn er sich eine Karte kauft, ja. Sonst nicht.
Reykjavik 2019? Ach geh doch weg.
5/10 (Welpenschutz. Die Kinder dagegen sind hin und weg. 9 und 9)
Israel: Netta Barzilai – Toy
So, ich wappne mich dann mal für den Shitstorm. Auf der Habenseite haben wir ein fülliges, verrücktes Huhn, das seinem Boy unmissverständlich klar macht, dass es kein Spielzeug ist. Und ich nehm ihr auch ab, dass ihr das ein Herzensanliegen ist und dass sie da nicht nur auf den metoo-Zug aufspringt. Aber so hehr die Botschaft, so beliebt der Song bei den Bookies und so toll die Interpretin: Isch mag dänn Song nischt. Das wird polarisieren und könnte ein Lordi-Ergebnis einfahren. Aber könnte auch abstürzen.
Chancen aufs Finale: Ja sicher. Das ist weiter.
Jerusalem 2019? Schwierig. So geschwätzt wie die Bookies und viele andere seh ich das nicht, es wird aber sicher um den Sieg mitspielen.
3/10 (Kinder: 0-1 (wegen der Backings) und 4)
Litauen: Ieva Zasimauskaitė – When We’re Old
Schöne Frau singt schöne Ballade. Bei Litauen freut man sich ja schon über kleine Fortschritte. Das ganze ist sehr, sehr klassisch und sehr, sehr unauffällig bis auf den Schluss. Wo der Mann dazukommt, verreißt sie es kurzfristig, das ist schade, aber auch irgendwie sehr sympathisch. Macht das ganze nahbar. Vom Sitzen auf dem Boden würde ich in diesem Falle abraten, das hat außer bei Loic Nottet noch nie funktioniert. Sehr hübsch, wird aber leider untergehen.
Chancen aufs Finale: Kaum.
Vilnius 2019? Nein.
7/10 (Kinder 8 und 7)
Tschechien: Mikolas Josef – Lie To Me
Ja SAGE mal! Wer in der Eurovisionshistorie einigermaßen kundig ist, sitzt vollkommen baff vorm Bildschirm und reibt sich die Augen. DAS soll aus TSCHECHIEN kommen? Aus dem neben San Marino erfolglosestem unter den aktiven Ländern? (Nur Andorra ist noch schlimmer.) Und dann das: Der lustig-pfiffige Mikolas hat eine Trompete mitgebracht und eine Nummer, die vom ersten bis zum letzten Ton Spaß macht. Das wird auf jeden Fall (wenn nix schiefgeht) die Final-Top-Ten knacken und den Tschechen ihr mit Abstand bestes Ergebnis bescheren. Es gibt allerdings einen kleinen Abzug, denn das Ding macht in den Strophen mehr Krach als im Refrain, eigentlich sollte es doch umgekehrt sein. Das ist aber nix, was man nicht in den Griff kriegen kann.
Chancen aufs Finale: Ja sicher.
Prag 2019? DAS wär mal was. Die Final-Top-Ten halte ich für sicher, was dann noch kommt, wird man sehen.
8/10 (Kinder: 7-8 und 8-9)
Weißrussland: Alekseev – Forever
Die Weißrussen haben ja im letzten Jahr den mit Abstand besten Beitrag ihrer Eurovisionsgeschichte entsandt, der leider nicht angemessen entlohnt wurde. Prompt greifen sie dieses Jahr mal wieder so richtig ins Klo und schicken ein schief singendes Jüngelchen mit einem Liedchen, das ich sofort nach dem Hören schon wieder vergessen habe. Über das Schicksal des Beitrags wird allerdings ein ganz anderes Detail entscheiden: Trgt Alekseev in Lissabon den LED-Anzug oder nicht? Im ersten Fall könnte man was Ähnliches daraus machen wie weiland bei Mika Newton, da haben ja alle auch nur auf die Sandmalerin geschaut. Falls er das Ding nicht an hat, kann er froh sein, wenn er in diesem Semi nicht Letzter wird (aber dafür wird schon das ein oder andere Bruderland sorgen).
Chancen aufs Finale: Siehe oben.
Minsk 2019? Nein. Besser ist das.
2/10 (für den Anzug. Kinder: 1 (aber nur wegen des LED-Anzugs) und 5 (Anzug))
ESC 2018 - Teil 1
Los gehts mit der ersten Hälfte des ersten Semis:
Albanien: Eugent Bushpepa – Mall
Es geht gleich zu Anfang sehr gut los: Herr Buschpfeffer hat zwei super funktionierende Stimmbänder und weiß sie gekonnt einzusetzen. Ich hab mir den Live-Auftritt vom FiK angeschaut, das war stellenweise bestechend gut, allerdings hat er im Mittelteil auch ein paar kleine Wacklerchen drin gehabt. Is aber nix, was man nicht beheben kann. Ich hatte beim Anschauen ein gewisses Déjà-Vu: Vor fünf Jahren hatte Albanien ebenfalls einen wundertollen Song auf Albanisch, der allerdings etwas unter seiner Sperrigkeit und der Optik der Protagonisten litt. Die Frisse von Eugent mag ich genausowenig wie seine Ohrringe, alles andere ist zum Verlieben schön. Dennoch denke ich, dass dieser Beitrag leider das Schicksal von "Identiteit" teilen und das Finale knapp nicht erreichen wird. Ich würde mich freuen, wenn ich mich da irre.
Chancen aufs Finale: Schwierig. Ich glaube, es wird sehr, sehr schwer für ihn.
Tirana 2019? Nein.
8/10 (Kinder: 7 und 5)
Aserbaidschan: Aisel – X My Heart
Nachdem die erfolgsverwöhnten Azeris in den letzten vier Jahren teilweise nicht mal in die Nähe der Top Ten kamen, soll es in diesem Jahr die bildhübsche Aisel richten - mit einem Song, der ungefähr so aserbaidschanisch ist wie Christer Björkman. Mit anderen Worten: Man geht hier mit einer Nummer aus schwedischer Produktion auf Nummer Sicher. Ob es für die Top Ten dieses Mal reichen wird, werden wir sehen, aber das kann man sich gut anhören. Innovativ geht allerdings anders.
Chancen aufs Finale: Es ist Aserbaidschan. Natürlich kommt das ins Finale.
Baku 2019? Nein.
7/10 (Kinder: 8 und 7)
Belgien: Sennek – A Matter Of Time
Belgium means business! Nachdem sie ja nun in den letzten Jahren weiß Gott einen Lauf haben, werden sie auch in diesem Jahr weit vorne mitspielen - wenn alles gut läuft. Der Song ist nicht so innovativ wie die Songs von Loic oder Blanche und erinnert in der Tat etwas an Filmmusik (James-Bond-Assoziationen hatte ich hier nicht, aber ich in diesbezüglich auch nicht werkfest), aber das hat ja beispielsweise einer gewissen Frau Wurst auch nicht geschadet. Es kommt aber hier mehr als bei vielem anderen auf die Inszenierung an. Wenn das perfekt auf die Bühne gebracht wird und Sennek ihre Unerfahrenheit keinen Strich durch die Rechnung macht, hat das gute Chancen, vorne mitzuspielen.
Chancen aufs Finale: Das sollte ein Selbstläufer sein - wenn alles gut läuft.
Brüssel 2019? Könnte ebenfalls passieren - wenn alles gut läuft (und der Rest patzt)
8/10 (Kinder: 5 und 8)
Bulgarien: Equinox – Bones
Hm. Hm. Hm. Die Bulgaren haben sich ja in den letzten beiden Jahren eine gewisse Fallhöhe erarbeitet, und die Skurrilität ist ja, dass sie, wenn sie dann mal das Finale von innen gesehen haben, nie schlechter als Platz 5 waren. Diese Serie wird in diesem Jahr definitiv enden. Es wird viel enger mit dem Finale, als ihnen lieb sein kann, und das liegt vor allem an dem sperrigen, schwierigen, düsteren Song, der mich von der Ausstrahlung her ein wenig an DiHajs "Skeletons" erinnert und mich erst im letzten Drittel so richtig überzeugt. Und die Platzierung wird auch ähnlich sein wie bei "Skeletons".
Chancen aufs Finale: Ja, schon. Hängt noch ein bisschen vom Rest und von der Performance ab.
Sofia 2019? Nein.
5/10 (Kinder: 3 und 4
Estland: Elina Nechayeva – La Forza
Uiuiui. Das ist aber jetzt die ganz harte Kost. Die Esten, wenn man den Bookies glauben darf, Mitfavoriten auf den Sieg, schicken eine Sopranistin, die Italienisch singt, was man aber nur am Anfang erkennt. Später versteht man dann kein Wort mehr. Stimmlich ist das natürlich makellos, und die Dame hat bestimmt schon des öfteren als Königin der Nacht die "Hölle-Rache"-Arie aus der Zauberflöte zum Besten gegeben. Die Höhe hat sie ohne Probleme. Popera funktioniert beim ESC normalerweise nicht. Zum Glück gibt es aber einen Bonus, nämlich das fantastische Kleid bzw. die Lightshow auf demselben. Der Beitrag bleibt auf jeden Fall in Erinnerung und wird seine Liebhaber finden - aber nicht gewinnen.
Chancen aufs Finale: Da man nur FÜR und nicht GEGEN was anrufen kann: Ja sicher.
Tallinn 2019? Nein. Und das ist auch gut so.
5/10 (und die alle fürs Kleid. Ich war bisher bei keinem Beitrag mit der Wertung so unentschlossen. Kinder: 2 (wegen Kleid) und 3-4 (auch wegen Kleid))
Albanien: Eugent Bushpepa – Mall
Es geht gleich zu Anfang sehr gut los: Herr Buschpfeffer hat zwei super funktionierende Stimmbänder und weiß sie gekonnt einzusetzen. Ich hab mir den Live-Auftritt vom FiK angeschaut, das war stellenweise bestechend gut, allerdings hat er im Mittelteil auch ein paar kleine Wacklerchen drin gehabt. Is aber nix, was man nicht beheben kann. Ich hatte beim Anschauen ein gewisses Déjà-Vu: Vor fünf Jahren hatte Albanien ebenfalls einen wundertollen Song auf Albanisch, der allerdings etwas unter seiner Sperrigkeit und der Optik der Protagonisten litt. Die Frisse von Eugent mag ich genausowenig wie seine Ohrringe, alles andere ist zum Verlieben schön. Dennoch denke ich, dass dieser Beitrag leider das Schicksal von "Identiteit" teilen und das Finale knapp nicht erreichen wird. Ich würde mich freuen, wenn ich mich da irre.
Chancen aufs Finale: Schwierig. Ich glaube, es wird sehr, sehr schwer für ihn.
Tirana 2019? Nein.
8/10 (Kinder: 7 und 5)
Aserbaidschan: Aisel – X My Heart
Nachdem die erfolgsverwöhnten Azeris in den letzten vier Jahren teilweise nicht mal in die Nähe der Top Ten kamen, soll es in diesem Jahr die bildhübsche Aisel richten - mit einem Song, der ungefähr so aserbaidschanisch ist wie Christer Björkman. Mit anderen Worten: Man geht hier mit einer Nummer aus schwedischer Produktion auf Nummer Sicher. Ob es für die Top Ten dieses Mal reichen wird, werden wir sehen, aber das kann man sich gut anhören. Innovativ geht allerdings anders.
Chancen aufs Finale: Es ist Aserbaidschan. Natürlich kommt das ins Finale.
Baku 2019? Nein.
7/10 (Kinder: 8 und 7)
Belgien: Sennek – A Matter Of Time
Belgium means business! Nachdem sie ja nun in den letzten Jahren weiß Gott einen Lauf haben, werden sie auch in diesem Jahr weit vorne mitspielen - wenn alles gut läuft. Der Song ist nicht so innovativ wie die Songs von Loic oder Blanche und erinnert in der Tat etwas an Filmmusik (James-Bond-Assoziationen hatte ich hier nicht, aber ich in diesbezüglich auch nicht werkfest), aber das hat ja beispielsweise einer gewissen Frau Wurst auch nicht geschadet. Es kommt aber hier mehr als bei vielem anderen auf die Inszenierung an. Wenn das perfekt auf die Bühne gebracht wird und Sennek ihre Unerfahrenheit keinen Strich durch die Rechnung macht, hat das gute Chancen, vorne mitzuspielen.
Chancen aufs Finale: Das sollte ein Selbstläufer sein - wenn alles gut läuft.
Brüssel 2019? Könnte ebenfalls passieren - wenn alles gut läuft (und der Rest patzt)
8/10 (Kinder: 5 und 8)
Bulgarien: Equinox – Bones
Hm. Hm. Hm. Die Bulgaren haben sich ja in den letzten beiden Jahren eine gewisse Fallhöhe erarbeitet, und die Skurrilität ist ja, dass sie, wenn sie dann mal das Finale von innen gesehen haben, nie schlechter als Platz 5 waren. Diese Serie wird in diesem Jahr definitiv enden. Es wird viel enger mit dem Finale, als ihnen lieb sein kann, und das liegt vor allem an dem sperrigen, schwierigen, düsteren Song, der mich von der Ausstrahlung her ein wenig an DiHajs "Skeletons" erinnert und mich erst im letzten Drittel so richtig überzeugt. Und die Platzierung wird auch ähnlich sein wie bei "Skeletons".
Chancen aufs Finale: Ja, schon. Hängt noch ein bisschen vom Rest und von der Performance ab.
Sofia 2019? Nein.
5/10 (Kinder: 3 und 4
Estland: Elina Nechayeva – La Forza
Uiuiui. Das ist aber jetzt die ganz harte Kost. Die Esten, wenn man den Bookies glauben darf, Mitfavoriten auf den Sieg, schicken eine Sopranistin, die Italienisch singt, was man aber nur am Anfang erkennt. Später versteht man dann kein Wort mehr. Stimmlich ist das natürlich makellos, und die Dame hat bestimmt schon des öfteren als Königin der Nacht die "Hölle-Rache"-Arie aus der Zauberflöte zum Besten gegeben. Die Höhe hat sie ohne Probleme. Popera funktioniert beim ESC normalerweise nicht. Zum Glück gibt es aber einen Bonus, nämlich das fantastische Kleid bzw. die Lightshow auf demselben. Der Beitrag bleibt auf jeden Fall in Erinnerung und wird seine Liebhaber finden - aber nicht gewinnen.
Chancen aufs Finale: Da man nur FÜR und nicht GEGEN was anrufen kann: Ja sicher.
Tallinn 2019? Nein. Und das ist auch gut so.
5/10 (und die alle fürs Kleid. Ich war bisher bei keinem Beitrag mit der Wertung so unentschlossen. Kinder: 2 (wegen Kleid) und 3-4 (auch wegen Kleid))
ESC 2018 - ein paar Worte zuvor
Schon wieder ein Jahr rum? Schon wieder ein Jahr rum! Und die Fastenzeit (endlich!) auch. Poah, bin ich froh. Der Verzicht auf Koffein war ECHT hart und die erste Tasse heute Morgen ein Labsal.
Getreu dem Motto "nichts ist beständiger als der Wandel" gibt es in diesem Jahr auch bei meinem persönlichen Eurovisionstest drei Änderungen:
1. Nach dem krachenden Scheitern des Hörtests im letzten Jahr (von der Top 3 hat sich keiner nach dem dritten Hören in meine Gehörgänge gefräst) habe ich beschlossen, in diesem Jahr auf selbigen zu verzichten. Damit entfällt auch die Notwendigkeit, beim Hören auf die Startreihenfolge zu achten und somit deren Erstellung abzuwarten. Deshalb habe ich stattdessen aufs Ende der Fastenzeit gewartet.
2. Der Nachwuchs liegt mir seit Wochen in den Ohren, doch jetzt bitte endlich den Eurovisionsjahrgang anzuschauen und zu besprechen. Natürlich gehen sie inzwischen fest davon aus, daran beteiligt zu werden. Ergebnis seht Ihr dann gleich.
3. Das zieht die ganze Sache ordentlich in die Länge. Da wir keine Zeit (und keinen Nerv!) haben, den kompletten Jahrgang am Stück anzuschauen und zu besprechen, teilen wir das in zwei oder drei Teile auf.
Are you ready for the first part? Here we go!
Getreu dem Motto "nichts ist beständiger als der Wandel" gibt es in diesem Jahr auch bei meinem persönlichen Eurovisionstest drei Änderungen:
1. Nach dem krachenden Scheitern des Hörtests im letzten Jahr (von der Top 3 hat sich keiner nach dem dritten Hören in meine Gehörgänge gefräst) habe ich beschlossen, in diesem Jahr auf selbigen zu verzichten. Damit entfällt auch die Notwendigkeit, beim Hören auf die Startreihenfolge zu achten und somit deren Erstellung abzuwarten. Deshalb habe ich stattdessen aufs Ende der Fastenzeit gewartet.
2. Der Nachwuchs liegt mir seit Wochen in den Ohren, doch jetzt bitte endlich den Eurovisionsjahrgang anzuschauen und zu besprechen. Natürlich gehen sie inzwischen fest davon aus, daran beteiligt zu werden. Ergebnis seht Ihr dann gleich.
3. Das zieht die ganze Sache ordentlich in die Länge. Da wir keine Zeit (und keinen Nerv!) haben, den kompletten Jahrgang am Stück anzuschauen und zu besprechen, teilen wir das in zwei oder drei Teile auf.
Are you ready for the first part? Here we go!
Freitag, 23. Februar 2018
You never walk alone!
So, das war sie nun, die deutsche Vorentscheidung 2018. Ich hab den Abend gemeinsam mit meinen Lütten vor dem Rechner verbracht, während ich nebenbei in einer Facebook-Gruppe und einem Chat die Ereignisse kommentiert habe. Soviel vorab: Ich glaube, wir haben eine andere Sendung gesehen als Deutschland und der Rest der Welt. Zumindest fühle ich mich gerade sehr allein.
Aber der Reihe nach.
Die Bühne: Erinnerte so ein bisschen an Düsseldorf ohne die LED-Wand. Nicht schlecht, kann man machen, wenn auch die Satellitenbühne etwas klein geraten war und die Moderatoren zu recht seltsamen und so gar nicht tagesschaumoderatorinkompatiblen Assoziationen bewegte.
Die Moderation: Welche Moderation? War da was? Und bittschön: WARUM muss dieser Mist mit Peter Urban als Off-Kommentator sein? Kann der nicht endlich in den wohlverdienten Ruhestand gehen? Aber nein, stattdessen kommentiert er sogar dann völlig unnötigerweise aus dem Off, wenn das eigentlich kein Mensch braucht.
Liebe Babsi Schöneberger, bitte bitte halte Dir doch Ende Februar / Anfang März 2019 in Deinem Terminkalender alles frei! Du wirst gebraucht!
Die Teilnehmer: Okay, kommen wir mal zum Herzstück. Ich hab mir das Hören der kompletten Songs ja bis heute Abend aufgespart, aber der grundsätzliche Eindruck der Snippets hat sich nochmal verfestigt. Die Performances boten dann allerdings die eine oder andere Überraschung:
1. Natia Todua - On my Way
Wir beginnen dann gleich mal mit der größten Negativüberraschung. Der Song zündete auch live nicht, aber vor allem traf Natia schlicht und einfach die Töne nicht. Und zwar so, dass es unangenehm auffiel. Es gibt Songs und Performances, die sowas verzeihen. Diese hier nicht. Völlig zu Recht auf dem letzten Platz gelandet.
2. Ryk - You and I
Für mich und alle meine Mitgucker der Höhepunkt des Abends. Ein sehr düsterer, sperriger, schwieriger Song, aber gute Güte, das war "Suus" seinerzeit auch! Und was für eine absolut wahnsinnige stimmliche Leistung! Wie ich vorgestern schon schrieb, verzeiht dieser Song keine Fehler, aber Ryk machte auch keine und riss mit seinem Gesang das Hallenpublikum zu Dauerapplaus und stehenden Ovationen hin. An dieser Stelle mal ein ausgestreckter Mittelfinger an die abstimmenden Zuschauer, die Ryk auf den letzten Platz setzten.
3. voXXclub - I mog di so
Was hat man sich im Vorfeld über diesen Act und diesen Song gestritten. Von "Muss nach Lissabon" zu "Alles, bloß nicht das", Zwischentöne gab es kaum. Und dann das: Die Jungs stehn auf der Bühne in ihren Krachledernen, machen Mordsgaudi und - der Funke springt nicht über. Das war nicht Muh und nicht Mäh. Wenn man mit sowas Erfolg haben will beim ESC, dann muss man noch mindestens drei Schippen drauflegen. Für mich die zweite große Enttäuschung des Abends.
4. Xavier Darcy - Jonah
Der absolute Favorit meiner Töchter, und auch ich fühlte mich während dieser drei Minuten bestens unterhalten. Xavier sah zwar nicht wie der typische ESC-Teilnehmer aus und stand auch ein wenig X-beinig auf der Bühne, aber er hatte Riesenspaß, eine tolle Bühnenpräsenz und einen Song, der uns alle mitriss. Das wäre ein sehr sympathisches Gesamtpaket geworden.
5. Ivy Quainoo - House on fire
Ich schrob es bereits: Wer es gewagt hat, der tollen Ivy einen dermaßen lahmarschigen und langweiligen Song mitzugeben, der soll auf immer im Fegefeuer schmoren! Dabei war Ivy so toll, gesanglich einwandfrei, großartige Ausstrahlung, wäre mit einem besseren Song sicher nicht nur auf Platz 4 gelandet. Aber wenn ich einen Song schon House on Fire nenne, muss ich auch die Halle in Flammen setzen. Und damit war nicht das brennende Haus vom Nikolaus oder das Feuer rund um die Bühne gemeint. Gebt der Frau einen vernünftigen Song!
6. Michael Schulte - You let me walk alone
Alles in allem war das dann wohl der kleinste gemeinsame Nenner. Sage ich. Ein Wahnsinnssong, der mich zum Weinen bringt. Sagen alle anderen - also alle, die nicht mit mir geguckt haben; meine Mitgucker waren nämlich auch durch die Bank nicht überzeugt. Kein schönes Gefühl. Der Song ist nett, mehr nicht, die Inszenierung mit den Väterfotos stößt mich persönlich ziemlich ab und sollte meiner Meinung nach auch unterbleiben. Stellt den Mann einfach vors Mikro und lasst ihn singen, das reicht.
Was mich übrigens ebenfalls befremdet hat, war Michaels Ungerührtheit und fast schon Unterkühltheit nach dem Sieg. Andere brechen in so einer Situation völlig zusammen vor Rührung, aber Michi, nordisch by nature, erinnerte mich nicht nur seiner Physiognomie wegen an dieser Stelle doch schon arg an Paradise Oskar. Vielleicht tu ich unserem Sänger für Deutschland da aber auch unrecht, und er kann das nur nicht so zeigen.
Der Pausenact: Sorry, aber aus dem Alter bin ich glaub ich raus. Der Knirps könnte locker mein Sohn sein. Faszinierend fand ich das Interview mit ihm im Anschluss an seinen Auftritt. Redet die Jugend heute wirklich so? Gott, was bin ich alt!
Das Wertungssystem: Na ja, kann man machen. Letztlich hatten alle drei den gleichen Fave, wodurch die ganze Sache recht unspannend wurde, denn nach Vergabe der acht Jurypunkte an Ryk war klar, dass Michael Schulte das Ding gewinnen würde, da konnten die Moderatorensimulanten das ganze noch so hochjazzen. Letztlich gewann Michael haushoch und wurde von allen drei Gruppen mit der Höchstpunktzahl bedacht. Zumindest erspart uns das die unsäglichen Diskussionen von 2013, als auf einige Leute bitterböse draufgehauen wurde, weil sie ja angeblich den rechtmäßigen Sieger verhindert haben.
Die Reaktion: Nun ja. Breite Zustimmung allerorten, und bei den Wettquoten geht es für Deutschland derzeit deutlich nach oben. Stand jetzt: Rang 9. Das letzte Mal so weit oben war Deutschland mit Cascada.
Ich werde mich bis Mai wohl an den Gedanken gewöhnt haben, aber ich hätte dennoch lieber Ryk oder Xavier Darcy in Lissabon gesehen.
Der Tauglichkeitstest: Die große Frage am Schluss: Taugt das neue Konzept was? Wie mans nimmt. Nach dem der NDR alle Jahre wieder mit uns Kaisers neue Kleider gespielt hat, hat der Kaiser in diesem Jahr zumindest schon mal Unterwäsche an. Vom Prunkmantel sind wir allerdings noch weit entfernt. Da hat der NDR nun alles generalstabsmäßig geplant, nichts wurde dem Zufall überlassen. Vier Monate lang hat man die besten Songwriter im ganzen Kaiserreich bei Wasser und Brot in den Keller gesperrt, auf dass sie darben und uns mit ihrem gewaltigen Können sechs Ausnahmesongs in die VE zaubern. Sagen wir mal so: Da ist noch gewaltig Luft nach oben! Denn Ausnahmesongs waren das alle nicht, das war gnadenlos mittelmäßig. Und das ist ja genau das, was wir nicht mehr wollten.
Nun gut. Schauen wir mal, wie es weitergeht. Steigende Quoten und breite Zustimmung allerorten ist ja nicht das Schlechteste. Schade, dass ich dem ganzen nur so wenig abgewinnen kann...
PS: Noch was Erfreuliches: Gestern an der Spitze der deutschen iTunes-Charts: Ein gewisser Måns Zelmerlöw!
PS: Noch was Erfreuliches: Gestern an der Spitze der deutschen iTunes-Charts: Ein gewisser Måns Zelmerlöw!
Dienstag, 20. Februar 2018
Unsere Songs für Lissabon
Heute wurden nach langem Hoffen und Harren die sechs Songs für die deutsche Vorentscheidung veröffentlicht. Das ganze wurde ja sehr lange und sehr intensiv hochgejazzt, und man durfte gespannt sein, was während der letzten vier Monate in den Songschreiberkerkern des NDR produziert wurde.
Ich hab mal in die 30-Sekunden-Snippets reingehört (die Songs in Gänze spar ich mir für den Donnerstag auf, man will ja auch noch überrascht werden), deshalb hier die 30-Sekunden-Einschätzung:
1. voXXclub - I mog di so
Joo, wer voXXclub kauft, der weiß, was er bekommt! Die Nummer spaltet die Welt in glühende Anhänger und ebensolche Hasser. Polarisieren ist immer gut, und ich finds lustig. Macht Spässken!
2. Ryk - You and I
Huiuiui. Die Stimme klingt hier ein bisschen wie Conchita in leicht kratzig, dazu die bestechende Optik. Der Song scheint aber nicht sofort eingängig zu sein und verzeiht vor allen Dingen keine gesanglichen Fehler. Kann ich nicht beurteilen, muss ich nackt live sehen.
3. Ivy - House on Fire
Da spukt wohl Jamie-Lees Ghost in dem House on Fire. Was soll das sein, ein Papierhaus mit einem Teelicht drin? Von Fire merk ich hier nix. Und wer hat es gewagt, die tolly Ivy mit diesem lahmarschigen Song auszustatten?
4. Xavier Darcy - Jonah
Das klingt genau nach meinem Beuteschema! Flotte Nummer, schöne Stimme, ich könnte mir vorstellen, dass ich mich dafür am Donnerstag sehr erwärmen kann. Hach wat schön, schon drei Nummern, die mir gefallen. Drei mehr, als ich erwartet habe. Und es kommen ja noch zwei!
5. Natia Todua - My Own Way
Ja, ich weiß, Natia ist die amtierende Voice-Gewinnerin, und sie hat grusinische Wurzeln, was bestimmt Punkte aus Georgien gibt, aber I am sorry: Das ist Dutzendware in den üblichen vier Akkorden.
6. Michael Schulte -You Let Me Walk Alone
Und noch ein 4-Chord-Song. Einer, der auf die Wirkung des Textes setzt, denn das Lied ist Michaels verstorbenem Vater gewidmet. Er hat ja drum gebeten, dass die Leute ihm Bilder mit ihnen und ihren Vätern schicken sollen, so dass da am Donnerstag wohl kräftig auf die Tränendrüse gedrückt wird. Bei mir verfängt das (im Moment noch) nicht.
FAZIT
Hm. Es ist in seiner Gesamtheit nicht schlecht, aber ich bin derzeit aus mehreren Gründen eher verhalten optimistisch. Ich bin nicht sicher, wie viel die Snippets wirklich wiedergeben, aber es reicht, um einen Eindruck zu bekommen. Bei der ersten und der letzten Voice-Gewinnerin ist der Eindruck kein guter, die Mädels hätten bessere Songs verdient gehabt. Letztendlich muss man das ganze aber live sehen, bevor man es wirklich einschätzen kann.
War das Hören der Snippets nun für die Katz? Mitnichten. Man bekommt schon den Eindruck, dass es dem NDR mit seinem neuen Konzept sehr ernst ist und man eine Menge versucht hat, endlich mal gescheite Songs in die VE zu bringen. Ob das geklappt hat oder nicht, sagt uns am Donnerstag das (Sieger-) Licht.
Ich bin gespannt!
Mittwoch, 1. November 2017
Zwischen Kiew und Lissabon
Aufmerksamen Lesern und -innen dieses Blogs wird bestimmt aufgefallen sein, dass wir uns bisher um eine Nachlese des Jahres 2017 gedrückt haben. Nachdem nun bereits die erste Interpretin für Lissabon bestimmt ist, werden wir das auch nicht mehr tun. Neues Spiel, neues Glück - einerseits.
Für 2018 wünsche ich mir, dass der ESC wieder das völkerverbindende Event wird, als das er gedacht ist. In einem Europa, dessen Zukunft zumindest im Moment recht düster aussieht, brauchen wir solche Events!
Andererseits ist es (zumindest bei mir) aber auch so: Je besser und schöner der Jahrgang, desto größer und stärker ist das Bedürfnis, darüber zu schreiben. Als der ESC vor drei Jahren seine möglicherweise größte Sternstunde erlebte, hat meine Tastatur geglüht. In diesem Jahr schweigt sie. Und dafür gibt es gute Gründe.
Das abgelaufene ESC-Jahr war eins der bittersten und schwärzesten Jahre ever. Damit meine ich nicht den jedes Jahr wieder passierenden Kleinkram wie Votingverzerrungen (hallo portugiesische und bulgarische Jury), den falschen Sieger (only my personal taste), abgestürzte Favoriten (dito), einen NDR, der es einfach nicht lernen will (dazu in späteren Postings mehr), eine einfach nur erbärmlich zu nennende Moderation (da hättste auch drei Holzlatten für hinstellen können!), technische Probleme (haben die Esten nach ihrem Ausscheiden da eigentlich was unternommen?), die ganzen Probleme mit der Organisation im Vorfeld, ... die Liste lässt sich wie immer beliebig fortsetzen.
Dazu kommt für mich persönlich noch das krachende Scheitern des Hörtests. Von der letztendlichen Top 3 hat den nämlich keiner bestanden. Tat meinem Ego gar nicht gut - was soll der innere Besserwisser denn jetzt machen? :-)
Das ist aber alles Killefit. Nichts von wirklicher Bedeutung.
Es gibt aber noch vier weitere Dinge.
Es gibt aber noch vier weitere Dinge.
1. Die fast völlige Abwesenheit des ESCs in den Charts. In allen Jahren davor gab es immer mindestens einen Song, der sich auch noch längere Zeit in den Charts hielt und der auch hoch genug kletterte, um wahrgenommen zu werden. Das haben wir in 2017 nicht gehabt. Der ESC braucht aber Songs, die den Leuten nachher noch gefallen, um überleben und sich weiterentwickeln zu können. Über diese These lasse ich gern mit mir streiten, aber es ist nun mal meine Meinung. Was passiert, wenn ESC und Charts sich auseinander entwickeln, haben wir in den 80ern und 90ern gesehen. Warum wir den ESC überhaupt brauchen? Siehe 4.
2. Der eine oder andere wird oben in meiner Aufzählung ein Ärgernis vermissen, das nur wenige Sekunden gedauert hat. Die Rede ist natürlich von dem ukrainischen Nichtganzsosehrspaßkeks, der es witzig fand, während Jamalas Auftritt im Finale zu ihr auf die Bühne zu kommen und uns allen den Anblick seines entblößten Allerwertesten zuzumuten. Aus drei Gründen sehr bedenklich: Erstens hatte er eine australische Flagge umgelegt (ausgerechnet Australien! Die Stimmen, was die denn bei der Eurovision zu suchen haben, sind ja nach wie vor nicht verstummt), zweitens passierte das ganze während der Televotingphase (ob es da einen Zusammenhang zu den zwei Televotingpünktchen für Isaiah gibt?). Alles noch nicht wild. Aber dass die Security in der Halle einen solchen Vorfall nicht verhindern konnte, ist katastrophal. Es können auch mal ernstere Bedrohungen in so einer Halle sein als ein Idiot, der die Security dafür aushebelt, seinen nackten Arsch in die Kamera halten zu können!
3. Ein Sieger ist ein Sieger ist ein Sieger. Salvador hat das Ding mit absoluter Rekordpunktzahl geknackt, hat Portugal den ersten Sieg nach 48 Jahren verschafft. Egal, was man von diesem Sieger hält, nach seinem Sieg soll ein Sieger die Welt erobern! Er soll die Menschen auf und neben der Bühne bezaubern! Er soll seinen Traum leben! Er soll singen und sein Ding machen! Ganz bestimmt aber soll er nicht im Krankenhaus liegen und dort inzwischen mit Hilfe eines künstlichen Herzens um sein Leben kämpfen.
Lieber Salvador, wir wünschen Dir von Herzen alles alles Gute und baldige Genesung!
4. Und dann gab es da ja noch das unwürdige Gezacker zwischen Russland und der Ukraine im Vorfeld. Wer es unbedingt nochmal nachlesen will: Bitteschön. Nicht, dass einem der erbärmliche russische Beitrag, der genau so auch von Ralph Siegel hätte stammen können, jetzt so sonderlich gefehlt hätte. Aber darum geht es nicht. Eine Veranstaltung, die eigentlich dafür ins Leben gerufen wurde, die Menschen in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wieder miteinander zu verbinden, darf nicht als Bühne für zwei miteinander im Krieg stehende Länder missbraucht werden. Wir haben das Gezacker mit zwei gewissen Kaukasusländern alle Jahre wieder, aber das war Kinderfasching gegen das Theater, das uns Russland und die Ukraine in diesem Jahr geboten haben.
Die Russen haben das Ganze provoziert, indem sie mit Julia Samoylova eine Sängerin nominiert haben, von der bekannt war, dass sie nach ukrainischem Gesetz nicht in die Ukraine einreisen darf.
Die Ukraine agierte daraufhin sagenhaft ungeschickt, indem sie nicht über ihren Schatten sprang und die Samoylova trotzdem einreisen ließ - das hätte den Russen den Wind aus den Segeln nehmen können. Und es kann mir keiner erzählen, dass der veranstaltende Sender sich da nicht mit den entsprechenden Ämtern hätte einigen können. So war der Image-Schaden für die Ukraine immens.
Noch ungeschickter war nur die EBU, die sich mal wieder hilflos auf ihr "der ESC ist unpolitisch" zurückzog, anstatt als verantwortliche Institution mal durchzugreifen: Warum wurden die Russen nicht dazu aufgefordert, die Sängerin auszutauschen? Ein entsprechendes Ultimatum hat doch 2009 bei den Georgiern auch gefruchtet (oder eben nicht, weil die genug Standing hatten, von ihrem Plan nicht abzurücken). Warum wurde der Ukraine der alleinige schwarze Peter zugeschanzt (wie man hört, 200 000 EUR Strafe), wenn man vorher nicht mal drüber nachgedacht hat, ihnen die Ausrichtung zu entziehen (okay, dafür war es dann irgendwann wohl auch zu spät)? So oder so, es bleibt ein ganz ungutes Gefühl.
Liebe EBU, ich bleibe dabei und wiederhole mich gern: Der ESC ist EUER Ding. Gebt Euch und den Teilnehmer verbindliche Verhaltensregeln und einen gemeinsamen Wertekodex und greift durch, wenn es nötig ist! So habt Ihr Euch wieder nur als Wirbelsäulenträger erwiesen, mit denen man machen kann, was man will. Erbärmlich.
Nein, ESC 2017, ich möchte Dich so schnell wie möglich vergessen.
Die Russen haben das Ganze provoziert, indem sie mit Julia Samoylova eine Sängerin nominiert haben, von der bekannt war, dass sie nach ukrainischem Gesetz nicht in die Ukraine einreisen darf.
Die Ukraine agierte daraufhin sagenhaft ungeschickt, indem sie nicht über ihren Schatten sprang und die Samoylova trotzdem einreisen ließ - das hätte den Russen den Wind aus den Segeln nehmen können. Und es kann mir keiner erzählen, dass der veranstaltende Sender sich da nicht mit den entsprechenden Ämtern hätte einigen können. So war der Image-Schaden für die Ukraine immens.
Noch ungeschickter war nur die EBU, die sich mal wieder hilflos auf ihr "der ESC ist unpolitisch" zurückzog, anstatt als verantwortliche Institution mal durchzugreifen: Warum wurden die Russen nicht dazu aufgefordert, die Sängerin auszutauschen? Ein entsprechendes Ultimatum hat doch 2009 bei den Georgiern auch gefruchtet (oder eben nicht, weil die genug Standing hatten, von ihrem Plan nicht abzurücken). Warum wurde der Ukraine der alleinige schwarze Peter zugeschanzt (wie man hört, 200 000 EUR Strafe), wenn man vorher nicht mal drüber nachgedacht hat, ihnen die Ausrichtung zu entziehen (okay, dafür war es dann irgendwann wohl auch zu spät)? So oder so, es bleibt ein ganz ungutes Gefühl.
Liebe EBU, ich bleibe dabei und wiederhole mich gern: Der ESC ist EUER Ding. Gebt Euch und den Teilnehmer verbindliche Verhaltensregeln und einen gemeinsamen Wertekodex und greift durch, wenn es nötig ist! So habt Ihr Euch wieder nur als Wirbelsäulenträger erwiesen, mit denen man machen kann, was man will. Erbärmlich.
Nein, ESC 2017, ich möchte Dich so schnell wie möglich vergessen.
Für 2018 wünsche ich mir, dass der ESC wieder das völkerverbindende Event wird, als das er gedacht ist. In einem Europa, dessen Zukunft zumindest im Moment recht düster aussieht, brauchen wir solche Events!
Mittwoch, 17. Mai 2017
Programmhinweis für Radio ŒDE
Nach dem ESC ist – nach dem ESC, und auf Radio ŒDE gibt es nun passend zum jüngst vergangenen Sanges- und Liedgutbewerbes die Sendung Kiewer Karma mit allen 42 Beiträgen sowie dem zurückgezogenen russischen Schreckenswerk und – ŒDE wäre seines Namens unwürdig, wäre dies nicht der Fall – selbstmurmelnd den landessprachlichen Versionen der Beiträge aus Albanien, Griechenland, Island und Serbien. Als zusätzliches Schmankerl gibt es noch die italienischen Versionen aus Estland und Malta, dazu noch den einen oder anderen Vorentscheidstitel. Wir wünschen viel Vergnügen!
Die Sendezeiten:
Mo: 8–10, 22–23
Di: 18–19
Mi: 7–8
Fr: 19–20
Sa: 20–21
So: 20–21
Labels:
2017,
Eurovision Song Contest,
Kiew,
Radio OEDE
Samstag, 13. Mai 2017
Last-Minute-Prognose Finale
Wir sind uns trotz aller Unwägbarkeiten relativ einig, wie es ausgehen wird
1. Italien
2. Portugal
3. Bulgarien
4. Belgien und Großbritannien gleichauf
6. Kroatien (das ist allein den beiden Österreichern in der Runde geschuldet! Allerdings bringt einen die Startnummer schon etwas ins Grübeln...
...
16. Österreich
19. Deutschland
Ganz unten sehen wir:
22. Ukraine
23. Dänemark
24. Zypern
25. Polen
26. Spanien
Mal sehen, ob es so kommt.
Wir wünschen Euch allen einen pläsierlichen Eurovisionsabend! May da best one win!
Donnerstag, 11. Mai 2017
Nun aber hurtig! Last-Minute-Prognose Semi 2
Auch für das zweite Semi gibt es aus dem Dunstkreis dieses Blogs einen Last-Minute-Tipp, und der sieht so aus:
Sixtus:
Österreich, Mazedonien, Rumänien, Niederlande, Ungarn, Dänemark, Irland, Weißrussland, Bulgarien, Estland
Sigi: Österreich, Rumänien, Niederlande, Kroatien, Norwegen, Schweiz, Weißrussland, Bulgarien, Estland, Israel
Rainer:
Serbien, Österreich, Mazedonien, Niederlande, Ungarn, Irland, Norwegen, Weißrussland, Bulgarien, Israel
Tami:
Österreich, Rumänien, Niederlande, Ungarn, Dänemark, Kroatien, Weißrussland, Bulgarien, Estland, Israel
Ihr seht, hier liegen wir etwas weiter auseinander als noch im ersten Semi. An Litauen, San Marino und Malta glaubt bei uns allerdings aus guten Gründen keiner. Kumuliert ergibt das folgenden Tipp (in Klammern wieder die Anzahl der Nennungen:
Bulgarien (4)
Österreich (4)
Niederlande (4)
Weißrussland (4)
Rumänien (3)
Ungarn (3)
Estland (3)
Israel (3)
und um die letzten beiden Tickets kloppen sich
Mazedonien (2)
Dänemark (2)
Irland (2)
Kroatien (2)
und Norwegen (2)
Dem allgemeinen Schwarmtipp nach zu urteilen werden es Norwegen und Dänemark. Wenn es jemand anders wird, haben wir es aber gleich gewusst.
Und natürlich wollten wir Euch auch den Tipp von Fritz-Erwin "wer besser tippt als ich, der ist gedopt" vorenthalten:
Weiter kommen:
Malta (Semi-Sieger)
Ungarn
Litauen
Irland
Bulgarien
Weißrussland
Schweiz
Norwegen
Niederlande
Israel.
Letzter wird Estland.
Na, da wollen wir doch mal gucken, ob er mehr als die fünf aus dem ersten Semi schafft. Die Chancen stehen ganz gut.
Wir wünschen Euch allen ein pläsierliches Semi - mögen Eure Favoriten weiterkommen und wir nicht wieder eine Trauerflagge bauen müssen!
(Ach ja: Falls Ihr nicht wisst, für wen Ihr anrufen sollt: Österreich wär eine gute Idee. Ich als Nicht-Österreicherin darf das schreiben!)
Sixtus:
Österreich, Mazedonien, Rumänien, Niederlande, Ungarn, Dänemark, Irland, Weißrussland, Bulgarien, Estland
Sigi: Österreich, Rumänien, Niederlande, Kroatien, Norwegen, Schweiz, Weißrussland, Bulgarien, Estland, Israel
Serbien, Österreich, Mazedonien, Niederlande, Ungarn, Irland, Norwegen, Weißrussland, Bulgarien, Israel
Österreich, Rumänien, Niederlande, Ungarn, Dänemark, Kroatien, Weißrussland, Bulgarien, Estland, Israel
Ihr seht, hier liegen wir etwas weiter auseinander als noch im ersten Semi. An Litauen, San Marino und Malta glaubt bei uns allerdings aus guten Gründen keiner. Kumuliert ergibt das folgenden Tipp (in Klammern wieder die Anzahl der Nennungen:
Bulgarien (4)
Österreich (4)
Niederlande (4)
Weißrussland (4)
Rumänien (3)
Ungarn (3)
Estland (3)
Israel (3)
und um die letzten beiden Tickets kloppen sich
Mazedonien (2)
Dänemark (2)
Irland (2)
Kroatien (2)
und Norwegen (2)
Dem allgemeinen Schwarmtipp nach zu urteilen werden es Norwegen und Dänemark. Wenn es jemand anders wird, haben wir es aber gleich gewusst.
Und natürlich wollten wir Euch auch den Tipp von Fritz-Erwin "wer besser tippt als ich, der ist gedopt" vorenthalten:
Weiter kommen:
Malta (Semi-Sieger)
Ungarn
Litauen
Irland
Bulgarien
Weißrussland
Schweiz
Norwegen
Niederlande
Israel.
Letzter wird Estland.
Na, da wollen wir doch mal gucken, ob er mehr als die fünf aus dem ersten Semi schafft. Die Chancen stehen ganz gut.
Wir wünschen Euch allen ein pläsierliches Semi - mögen Eure Favoriten weiterkommen und wir nicht wieder eine Trauerflagge bauen müssen!
(Ach ja: Falls Ihr nicht wisst, für wen Ihr anrufen sollt: Österreich wär eine gute Idee. Ich als Nicht-Österreicherin darf das schreiben!)
Dienstag, 9. Mai 2017
Semi 1 - Last Minute Prognose
So, nur noch knapp drei Stunden, dann geht es LOHOS! Sonst noch wer aufgeregt?
Wie sich das gehört, bekommt Ihr jetzt von mir eine Last-Minute-Prognose. Weil Ihr ja meine Prognose schon kennt, hab ich mir aus dem Kreise der Freunde und Förderer dieses Blogs ein bisschen Unterstützung geholt, um mal zu gucken, ob es mit einer gewissen Schwarmintelligenz besser geht. Folgendermaßen haben wir getippt:
Weiterkommer:
Sixtus: Schweden, Australien, Belgien, Finnland, Aserbaidschan, Portugal, Griechenland, Moldawien, Armenien, Lettland
(Sixtus hat damit genau den gleichen Tipp abgeliefert wie der durchschnittliche Tipper beim Tippspiel des Prinz-Blogs - mal gucken, ob deren Schwarmintelligenz besser ist oder unsere)
Sigi: Schweden, Georgien, Belgien, Finnland, Aserbaidschan, Portugal, Griechenland, Polen, Moldawien, Armenien
Rainer: Schweden, Georgien, Australien, Finnland, Aserbaidschan, Portugal, Griechenland, Polen, Moldawien, Armenien
Tami: Schweden, Australien, Finnland, Aserbaidschan, Portugal, Griechenland, Moldawien, Zypern, Armenien, Lettland
Wenn man jetzt also den Durchschnittstipp bildet, glauben wir hier an folgende Finalisten (in Klammern die Anzahl der Nennungen):
Schweden (4)
Finnland (4)
Aserbaidschan (4)
Portugal (4)
Griechenland (4)
Moldawien (4)
Armenien (4)
Australien (3)
Und dann wirds zäh, denn dann kommen bei uns gleichauf Belgien, Georgien, Polen und Lettland mit je zwei Nennungen. Hier geh ich jetzt nach dem durchschnittlichen Prinz-Blog-Tipp, der eindeutig für Lettland und Belgien ausgeht. Aber wenn doch Polen oder Georgien ins Finale kommen, dann haben wir das natürlich vorher gewusst.
Außerdem haben wir genau den gleichen Durchschnittstipp wie die Prinzen, was willste machen.
Als letzter Platz wurden bei uns Montenegro, Slowenien oder Tschechien genannt, während Portugal, Finnland, oder Markus Lanz' kleiner Bruder aus Schweden das Semi gewinnen werden.
Damit wir noch ein bisschen Spaß haben, haben wir auch unser Maskottchen Fritz-Erwin befragt, der natürlich wie immer alles besser wusste und per Zufallsgenerator folgenden Tipp abgegeben hat:
Weiterkommer:
Belgien (Semi-Sieger)
Armenien
Island
Aserbaidschan
Polen
Moldawien
Georgien
Montenegro
Tschechien
Finnland.
Portugal wird 11., Slowenien letzter.
Slowenien letzter? Die Blogger von Eurovision Ireland (die Truppe, die früher AKOE gemacht hat, aber ohne Keith Mills) sind kollektiv davon überzeugt, dass Slowenien ins Finale kommt....
Anyway, Alea jacta est! Jetzt wünsche ich Euch und uns allen ein höggschdpläsierliches Semifinale-auf dass alle Eure Favoriten weiterkommen!
Wie sich das gehört, bekommt Ihr jetzt von mir eine Last-Minute-Prognose. Weil Ihr ja meine Prognose schon kennt, hab ich mir aus dem Kreise der Freunde und Förderer dieses Blogs ein bisschen Unterstützung geholt, um mal zu gucken, ob es mit einer gewissen Schwarmintelligenz besser geht. Folgendermaßen haben wir getippt:
Weiterkommer:
Sixtus: Schweden, Australien, Belgien, Finnland, Aserbaidschan, Portugal, Griechenland, Moldawien, Armenien, Lettland
(Sixtus hat damit genau den gleichen Tipp abgeliefert wie der durchschnittliche Tipper beim Tippspiel des Prinz-Blogs - mal gucken, ob deren Schwarmintelligenz besser ist oder unsere)
Sigi: Schweden, Georgien, Belgien, Finnland, Aserbaidschan, Portugal, Griechenland, Polen, Moldawien, Armenien
Tami: Schweden, Australien, Finnland, Aserbaidschan, Portugal, Griechenland, Moldawien, Zypern, Armenien, Lettland
Wenn man jetzt also den Durchschnittstipp bildet, glauben wir hier an folgende Finalisten (in Klammern die Anzahl der Nennungen):
Schweden (4)
Finnland (4)
Aserbaidschan (4)
Portugal (4)
Griechenland (4)
Moldawien (4)
Armenien (4)
Australien (3)
Und dann wirds zäh, denn dann kommen bei uns gleichauf Belgien, Georgien, Polen und Lettland mit je zwei Nennungen. Hier geh ich jetzt nach dem durchschnittlichen Prinz-Blog-Tipp, der eindeutig für Lettland und Belgien ausgeht. Aber wenn doch Polen oder Georgien ins Finale kommen, dann haben wir das natürlich vorher gewusst.
Außerdem haben wir genau den gleichen Durchschnittstipp wie die Prinzen, was willste machen.
Als letzter Platz wurden bei uns Montenegro, Slowenien oder Tschechien genannt, während Portugal, Finnland, oder Markus Lanz' kleiner Bruder aus Schweden das Semi gewinnen werden.
Damit wir noch ein bisschen Spaß haben, haben wir auch unser Maskottchen Fritz-Erwin befragt, der natürlich wie immer alles besser wusste und per Zufallsgenerator folgenden Tipp abgegeben hat:
Weiterkommer:
Belgien (Semi-Sieger)
Armenien
Island
Aserbaidschan
Polen
Moldawien
Georgien
Montenegro
Tschechien
Finnland.
Portugal wird 11., Slowenien letzter.
Slowenien letzter? Die Blogger von Eurovision Ireland (die Truppe, die früher AKOE gemacht hat, aber ohne Keith Mills) sind kollektiv davon überzeugt, dass Slowenien ins Finale kommt....
Anyway, Alea jacta est! Jetzt wünsche ich Euch und uns allen ein höggschdpläsierliches Semifinale-auf dass alle Eure Favoriten weiterkommen!
Sonntag, 7. Mai 2017
Kaffeesatzleserei die Zweite - Semi 2
War das erste Semi schon heftig, haben wir hier the Godmother of the Metzelsemis. Aber das sind wir aus Kiew ja gewöhnt, das war ja 2005 auch nicht anders. Ich hoffe nur, dass sich die derben Enttäuschungen für mich dieses Mal in etwas engeren Grenzen halten. Schauen wir mal in die Kaffeetasse.
Wen haben wir denn da?
Serbien (11), Österreich (8), Mazedonien (14), Malta (16), Rumänien (2), Niederlande (5), Ungarn (6), Dänemark (3), Irland (15), San Marino (18), Kroatien (13), Norwegen (9), Schweiz (12), Weißrussland (10), Bulgarien (1), Litauen (17), Estland (4), Israel (7)
(in Klammern wieder die Prognose der Bookies, Stand jetzt gerade)
Das heißt, weiter kommen:
Österreich, Rumänien, Niederlande, Ungarn, Dänemark, Norwegen, Weißrussland, Bulgarien, Estland und Israel.
Raus:
Serbien, Mazedonien, Malta, Irland, San Marino, Kroatien, Schweiz, Litauen.
Mal gucken, ob ich damit d'accord gehe:
Fangen wir mal mit dem einfachsten an. Bulgarien wird dieses Semi gewinnen, ohne Wenn und Aber. Egal was man von dem Song hält: Vor dem, was Jung-Kristian da auf der Bühne macht, kann man nur allerhöchste Hochachtung haben, unglaublich toll und souverän für einen so jungen Künstler. Auch wenn er bei den Bookies bei der Siegwette gerade ein wenig sinkt: Er wird Polis tolles Vorjahresergebnis wahrscheinlich egalisieren, vielleicht sogar toppen. Auf jeden Fall wird er sein Land sehr stolz machen und kann jetzt schon sehr stolz auf sich selbst sein.
Nach der Beautiful Mess kommt in der Startreihenfolge direkt die Ugly Mess. Ich verstehe nicht, wie Litauen siebenundelfzig Vorentscheidungsrunden abhalten und dann mit so einem Mist da rauskommen kann. Man kann natürlich auch aus schlechten Songs noch was rausholen, das ist hier aber nicht der Fall. Klarer Semi-Ausscheider.
Genauso klar ist der Fall bei San Marino. Kommt, gebt es zu, irgendwie hat ja die gesamte Eurovisionsblase einen Soft Spot für Ralph Siegel und inzwischen auch für Valentina Monetta. Ich gehe von drei Minuten Pleasure (guilty) aus, aber, um mal die geschätzten Wiwiblogger zu zitieren: Sie werden das Finale am Samstag nur sehen, wenn sie sich Karten kaufen.
Das war der einfache Teil. Alle anderen fünfzehn (!) müssen zittern. Mal gucken, wer zum Wackelpudding wird und wer nicht. Es wird für mich auch ein bisschen schwierig, weil meine Favoriten Nummer 2, 3 und 5 allesamt in dieser Liste sind. Schauen wir mal auf die drei:
Meine Nummer 2, Österreich, hab ich im Vorfeld zugegebenermaßen sehr wackeln sehen. Schlechte Startnummer, unaufgeregter Song, das kann schiefgehen. Seit den Proben bin ich sicher, das wird gut gehen. Nathan macht uns den kleinen Prinzen (wahlweise auch den Dreamworks-Jungen), eine Inszenierung, die man sich merken wird. Dazu kommt sein überwältigender Charme (ihn sehen und ihn liebhaben ist eins, ähnlich wie bei Salvador aus Portugal) und seine solide Gesangsleistung. Eine absolut entzückende Inszenierung an der Grenze zum Kitsch, aber es bleibt im Gedächtnis und überstrahlt den Rest der ersten vier Starter um Längen.
Meine Nummer 3, Weißrussland, hat nach Irland, San Marino, Kroatien, Norwegen und der Schweiz die großartige Startnummer 14. Nachdem alle Vorgänger mehr oder weniger fragwürdig sind (dazu später mehr), kommt dieser Song an dieser Position so frisch und fröhlich daher, dass man sich einfach freut und mitwippt, Und es ins Finale hievt. Es hebt sich auch genug vom direkt dahinter startenden Bulgaren ab, um nicht kannibalisiert zu werden.
Die Niederlande, meine Nummer 5, bieten die vielleicht beste Gesangsleistung des gesamten Wettbewerbs. Was die drei Schwestern da machen, ist gesanglich absolute Oberklasse. Nach Rumänien ist sicher nicht der beste Startplatz, die Juries werden diese Qualität, die sie nach übereinstimmender Meinung ALLER Vor-Ort-Berichterstatter auch genau so auf die Bühne bringen, sehr zu schätzen wissen. Finaleinzug.
Apropos: Auch die direkt davor startenden Rumänen werden ins Finale kommen. Dieses Jodellied ist so schön doof, das fällt auf jeden Fall auf. Dazu kommt eine bonbonbunte Inszenierung mit zwei riesigen Kanonen. Was nun aus den Kanonen rauskommt, ist immer noch nicht so ganz klar, aber es ist auch egal, dazu macht das hier einfach viel zu viel Spaß.
Der Balkan wird es generell schwer haben. Mazedonien, obwohl inzwischen ein kleiner Fan Fave, sehe ich klar draußen. Das stimmt einfach alles hinten und vorne nicht, dazu kommt die schlechteste aller Startnummern (die eigentlich Russland zugedacht war - brav, Christer!). Von der Serbin hatte ich mir sehr viel erhofft, aber nachdem ich das ganze nun gesehen habe, fürchte ich, das wird nix. Sie wird von Österreich pulverisiert werden.
Die Kroaten sorgen im zweiten Semi für den WTF-Moment und könnten nach San Marino für eine Überraschung sorgen. Andererseits... vielleicht auch nicht. Schieben wir nochmal einen Moment nach hinten.
Schwer tu ich mich auch mit Estland und Israel. Auf dem Papier eigentlich klare Weiterkommer, aber in beiden Fällen liefen die Proben nicht so wirklich rund. Bei Koit und Laura stimmt die Chemie nicht so recht (aber das tat sie bei Chanel und Nimmergrün weiland ja auch nicht), und Imri hat Probleme mit den hohen Tönen (bei dem Aussehen achtet eh kein Mensch auf die Töne). Beide sind noch nicht durch, aber irgendwer aus dem Feld muss ja weiterkommen, deshalb sehe ich sie beide im Finale.
Wer ist denn jetzt noch übrig? Malta, Ungarn, Dänemark, Irland, Norwegen und die Schweiz. Hm, Mal sehen.
Maltas Claudia Faniello singt sich die Seele aus dem Leib, aber gut singen tun dieses Jahr wieder fast alle, und ihr Lied ist mit viel Wohlwollen als sehr, sehr klassisch zu bezeichnen. Ich bin mir sicher, dass sie es nicht schaffen wird.
Norwegen sehe ich im Gegensatz zu den Bookies ebenfalls draußen. Nach dem Exzess aus Kroatien wird es den Zuschauern schwer fallen, wieder runter zu kommen. Es steht zu erwarten, dass alle noch über Jacques reden, wenn Alex schon angefangen hat.
Mit der Schweiz tu ich mich extrem schwer. Timebelle waren ja in der Schweizer VE sowas wie die Einäugigen unter den Blinden. Aber der Song taugt nicht die Welt und wird durch die nachfolgenden Weißrussen überstrahlt. Da die Schweiz es generell schwer hat und schon mit weit besseren Beiträgen rausgeflogen ist, wird es zumindest extrem eng, obwohl sie auf der Bühne alles riskieren (ich sag nur kanariengelber Fummel!).
Dänemark macht das, was es am besten kann. Anja hat zwei gut funktionierende Lungenflügel und weiß sie zu benutzen. Das gleicht das mittelprächtige Lied ganz gut aus, so dass die Dänen nach zwei Pleiten wohl wieder ins Finale kommen werden.
Ungarn ist ja vermutlich nicht zuletzt durch die Landesprache und die Hintergrundgeschichte einer der ganz großen Fan Faves, allerdings erinnert mich das Lied im Aufbau sehr an den letztjährigen Beitrag aus Bosnien-Herzegowina. Aber da der das hier allen Berichten nach zu urteilen gut und stimmig inszeniert ist und durch die Landessprache überdies (fast) ein Alleinstellungsmerkmal hat, wird Joci auch am Samstag singen dürfen.
Jetzt fehlt noch Irland, und ich bin bei keinem anderen Beitrag mehr am Schwanken. Brendans Stimme wird zumindest sehr auffallen. An der Inszenierung mit dem Heißluftballon scheiden sich die Geister, aber zumindest auf den Bildern sieht es sehr schön aus. Der Song ist extrem eingängig, was zumindest kein Nachteil ist. Aber ob das reicht?
Puh, jetzt muss ich mir aus Kroatien, der Schweiz und Irland einen aussuchen. Ich glaub, ich nehm den Knödelix aus Kroatien. Aber ich bin TOTAL unsicher.
Also, aus meiner Sicht kommen weiter:
Bulgarien
Niederlande
Österreich
Rumänien
Weißrussland
Dänemark
Ungarn
Estland
Israel
Kroatien
Es könnte aber auch fast jeder der anderen weiterkommen. Wir machen hier am Di bzw Do kurz vor Toresschluss noch eine Last-Minute-Prognose. Stay tuned!
Wen haben wir denn da?
Serbien (11), Österreich (8), Mazedonien (14), Malta (16), Rumänien (2), Niederlande (5), Ungarn (6), Dänemark (3), Irland (15), San Marino (18), Kroatien (13), Norwegen (9), Schweiz (12), Weißrussland (10), Bulgarien (1), Litauen (17), Estland (4), Israel (7)
(in Klammern wieder die Prognose der Bookies, Stand jetzt gerade)
Das heißt, weiter kommen:
Österreich, Rumänien, Niederlande, Ungarn, Dänemark, Norwegen, Weißrussland, Bulgarien, Estland und Israel.
Raus:
Serbien, Mazedonien, Malta, Irland, San Marino, Kroatien, Schweiz, Litauen.
Mal gucken, ob ich damit d'accord gehe:
Fangen wir mal mit dem einfachsten an. Bulgarien wird dieses Semi gewinnen, ohne Wenn und Aber. Egal was man von dem Song hält: Vor dem, was Jung-Kristian da auf der Bühne macht, kann man nur allerhöchste Hochachtung haben, unglaublich toll und souverän für einen so jungen Künstler. Auch wenn er bei den Bookies bei der Siegwette gerade ein wenig sinkt: Er wird Polis tolles Vorjahresergebnis wahrscheinlich egalisieren, vielleicht sogar toppen. Auf jeden Fall wird er sein Land sehr stolz machen und kann jetzt schon sehr stolz auf sich selbst sein.
Nach der Beautiful Mess kommt in der Startreihenfolge direkt die Ugly Mess. Ich verstehe nicht, wie Litauen siebenundelfzig Vorentscheidungsrunden abhalten und dann mit so einem Mist da rauskommen kann. Man kann natürlich auch aus schlechten Songs noch was rausholen, das ist hier aber nicht der Fall. Klarer Semi-Ausscheider.
Genauso klar ist der Fall bei San Marino. Kommt, gebt es zu, irgendwie hat ja die gesamte Eurovisionsblase einen Soft Spot für Ralph Siegel und inzwischen auch für Valentina Monetta. Ich gehe von drei Minuten Pleasure (guilty) aus, aber, um mal die geschätzten Wiwiblogger zu zitieren: Sie werden das Finale am Samstag nur sehen, wenn sie sich Karten kaufen.
Das war der einfache Teil. Alle anderen fünfzehn (!) müssen zittern. Mal gucken, wer zum Wackelpudding wird und wer nicht. Es wird für mich auch ein bisschen schwierig, weil meine Favoriten Nummer 2, 3 und 5 allesamt in dieser Liste sind. Schauen wir mal auf die drei:
Meine Nummer 2, Österreich, hab ich im Vorfeld zugegebenermaßen sehr wackeln sehen. Schlechte Startnummer, unaufgeregter Song, das kann schiefgehen. Seit den Proben bin ich sicher, das wird gut gehen. Nathan macht uns den kleinen Prinzen (wahlweise auch den Dreamworks-Jungen), eine Inszenierung, die man sich merken wird. Dazu kommt sein überwältigender Charme (ihn sehen und ihn liebhaben ist eins, ähnlich wie bei Salvador aus Portugal) und seine solide Gesangsleistung. Eine absolut entzückende Inszenierung an der Grenze zum Kitsch, aber es bleibt im Gedächtnis und überstrahlt den Rest der ersten vier Starter um Längen.
Meine Nummer 3, Weißrussland, hat nach Irland, San Marino, Kroatien, Norwegen und der Schweiz die großartige Startnummer 14. Nachdem alle Vorgänger mehr oder weniger fragwürdig sind (dazu später mehr), kommt dieser Song an dieser Position so frisch und fröhlich daher, dass man sich einfach freut und mitwippt, Und es ins Finale hievt. Es hebt sich auch genug vom direkt dahinter startenden Bulgaren ab, um nicht kannibalisiert zu werden.
Die Niederlande, meine Nummer 5, bieten die vielleicht beste Gesangsleistung des gesamten Wettbewerbs. Was die drei Schwestern da machen, ist gesanglich absolute Oberklasse. Nach Rumänien ist sicher nicht der beste Startplatz, die Juries werden diese Qualität, die sie nach übereinstimmender Meinung ALLER Vor-Ort-Berichterstatter auch genau so auf die Bühne bringen, sehr zu schätzen wissen. Finaleinzug.
Apropos: Auch die direkt davor startenden Rumänen werden ins Finale kommen. Dieses Jodellied ist so schön doof, das fällt auf jeden Fall auf. Dazu kommt eine bonbonbunte Inszenierung mit zwei riesigen Kanonen. Was nun aus den Kanonen rauskommt, ist immer noch nicht so ganz klar, aber es ist auch egal, dazu macht das hier einfach viel zu viel Spaß.
Der Balkan wird es generell schwer haben. Mazedonien, obwohl inzwischen ein kleiner Fan Fave, sehe ich klar draußen. Das stimmt einfach alles hinten und vorne nicht, dazu kommt die schlechteste aller Startnummern (die eigentlich Russland zugedacht war - brav, Christer!). Von der Serbin hatte ich mir sehr viel erhofft, aber nachdem ich das ganze nun gesehen habe, fürchte ich, das wird nix. Sie wird von Österreich pulverisiert werden.
Die Kroaten sorgen im zweiten Semi für den WTF-Moment und könnten nach San Marino für eine Überraschung sorgen. Andererseits... vielleicht auch nicht. Schieben wir nochmal einen Moment nach hinten.
Schwer tu ich mich auch mit Estland und Israel. Auf dem Papier eigentlich klare Weiterkommer, aber in beiden Fällen liefen die Proben nicht so wirklich rund. Bei Koit und Laura stimmt die Chemie nicht so recht (aber das tat sie bei Chanel und Nimmergrün weiland ja auch nicht), und Imri hat Probleme mit den hohen Tönen (bei dem Aussehen achtet eh kein Mensch auf die Töne). Beide sind noch nicht durch, aber irgendwer aus dem Feld muss ja weiterkommen, deshalb sehe ich sie beide im Finale.
Wer ist denn jetzt noch übrig? Malta, Ungarn, Dänemark, Irland, Norwegen und die Schweiz. Hm, Mal sehen.
Maltas Claudia Faniello singt sich die Seele aus dem Leib, aber gut singen tun dieses Jahr wieder fast alle, und ihr Lied ist mit viel Wohlwollen als sehr, sehr klassisch zu bezeichnen. Ich bin mir sicher, dass sie es nicht schaffen wird.
Norwegen sehe ich im Gegensatz zu den Bookies ebenfalls draußen. Nach dem Exzess aus Kroatien wird es den Zuschauern schwer fallen, wieder runter zu kommen. Es steht zu erwarten, dass alle noch über Jacques reden, wenn Alex schon angefangen hat.
Mit der Schweiz tu ich mich extrem schwer. Timebelle waren ja in der Schweizer VE sowas wie die Einäugigen unter den Blinden. Aber der Song taugt nicht die Welt und wird durch die nachfolgenden Weißrussen überstrahlt. Da die Schweiz es generell schwer hat und schon mit weit besseren Beiträgen rausgeflogen ist, wird es zumindest extrem eng, obwohl sie auf der Bühne alles riskieren (ich sag nur kanariengelber Fummel!).
Dänemark macht das, was es am besten kann. Anja hat zwei gut funktionierende Lungenflügel und weiß sie zu benutzen. Das gleicht das mittelprächtige Lied ganz gut aus, so dass die Dänen nach zwei Pleiten wohl wieder ins Finale kommen werden.
Ungarn ist ja vermutlich nicht zuletzt durch die Landesprache und die Hintergrundgeschichte einer der ganz großen Fan Faves, allerdings erinnert mich das Lied im Aufbau sehr an den letztjährigen Beitrag aus Bosnien-Herzegowina. Aber da der das hier allen Berichten nach zu urteilen gut und stimmig inszeniert ist und durch die Landessprache überdies (fast) ein Alleinstellungsmerkmal hat, wird Joci auch am Samstag singen dürfen.
Jetzt fehlt noch Irland, und ich bin bei keinem anderen Beitrag mehr am Schwanken. Brendans Stimme wird zumindest sehr auffallen. An der Inszenierung mit dem Heißluftballon scheiden sich die Geister, aber zumindest auf den Bildern sieht es sehr schön aus. Der Song ist extrem eingängig, was zumindest kein Nachteil ist. Aber ob das reicht?
Puh, jetzt muss ich mir aus Kroatien, der Schweiz und Irland einen aussuchen. Ich glaub, ich nehm den Knödelix aus Kroatien. Aber ich bin TOTAL unsicher.
Also, aus meiner Sicht kommen weiter:
Bulgarien
Niederlande
Österreich
Rumänien
Weißrussland
Dänemark
Ungarn
Estland
Israel
Kroatien
Es könnte aber auch fast jeder der anderen weiterkommen. Wir machen hier am Di bzw Do kurz vor Toresschluss noch eine Last-Minute-Prognose. Stay tuned!
Samstag, 6. Mai 2017
Als in der Stadt die Lichter ausgingen - vom Trumpf-As zur Pik-Sieben
Genau wie alle anderen war auch ich beim ersten Hör sehr angetan von Blanches "City Lights". Der belgische Beitrag ist einer der modernsten im Wettbewerb, düster, apokalyptisch, unerhört spannend. Dazu kam noch Blanches unerwartet tiefe Stimme. Das Gesamtpaket wurde allgemein als heißer Siegesanwärter gehandelt und wurde nicht nur in Fankreisen hoch geschätzt.
Allerdings wurde zumindest hier auf dem Blog in den Kommentaren die Frage gestellt, ob Blanche denn wohl in der Lage sein würde, das ganze live auch zu stemmen. Die Antwort auf diese Frage wurde letzten Sonntag in der ersten Probe gegeben und hat den belgischen Beitrag zum meistdiskutierten der letzten Tage werden lassen.
Auch mich hat das drohende Desaster für Belgien seitdem stark beschäftigt, und nachdem ich gestern mal ein paar andere Sachen von Blanche auf der Tube angeschaut habe und zudem seit Freitag die Karaokeversion besitze, glaube ich eine Antwort auf die Frage zu haben, wie es soweit kommen konnte.
Nein, es ist nicht das Staging und es ist auch nicht das Kleid. Beides wird in den einschlägigen Blogs sehr kontrovers diskutiert, viele finden es gut, manche nicht. Wie wir aus der Vergangenheit (Kati Wolf!) wissen, bekommt auch das schlechteste Staging einen guten Song nicht raus aus dem Semi.
Sinds vielleicht doch Blanches vokale Fähigkeiten? Ein Blick auf die Tube verheißt gegenteiliges. Ihre Stimme ist durchaus mit der von Tanita Tikaram vergleichbar (und ich hoffe ja, Blanche macht nicht wie Tanita den Fehler, sich jedweder Weiterentwicklung zu verweigern). Sie weiß, was sie mit dieser Stimme anzustellen hat, sie schafft es, Emotionen zu transportieren, und ich finde, es klingt auch gut.
Das Problem des belgischen Beitrags ist meiner Ansicht nach genau das, wofür er so hoch gelobt wird, nämlich: Der SONG bzw. dessen Stimmlage.
Blanche singt da sehr weit unten, viel tiefer kommt sie wahrscheinlich nicht mehr. Wenn man in einem solch tiefen Register singt, sind der stimmlichen Ausgestaltung eines Liedes aber sehr enge Grenzen gesetzt. Mit anderen Worten: Man kann da eigentlich kaum was machen und ist möglicherweise schon froh, wenn die Töne sitzen. Dadurch wirkt das ganze auch so leblos. Der Song gibt durch die tiefe Lage nichts her. Das gleiche Problem hat übrigens Hanna Pakarinen vor zehn Jahren die verdiente Top Ten-Platzierung gekostet, da waren die Strophen auch zu tief gelegt. Als der Refrain kam, war es schon zu spät. Die Sängerin hat da kaum Möglichkeiten, irgendwelche Emotionen in den Gesang zu legen. Da "City Lights" nur in der Bridge und dem Refrain danach ein bisschen nach oben geht, gibt es für Blanche praktisch keinen Gestaltungsspielraum.
Emotionen müssen aber sein, wenn man das Publikum erreichen will. Selbst die düstersten, plattesten Songs haben diese Stellen. Der finnische Beitrag ist hierfür ein gutes Beispiel, der ist mit Sicherheit einer der traurigsten und düstersten Songs der letzten Jahre. Aber im Refrain gehen die Töne nach oben, und da kommen die Verzweiflung und Trauer trotz des etwas flachen Textes super raus. Leena kann hier ihre Gefühle förmlich nach draußen schreien. Beim belgischen Beitrag dagegen gibt es diese Stellen praktisch gar nicht.
Es liegt, das sei nochmal klar gesagt, nicht an Blanche. Bei den anderen Sachen, die ich von ihr gesehen habe, hat sie höher gesungen und da wirkte ihr Gesang viel lebendiger. Wenn die belgische Delegation da noch irgendwas retten will, lässt sie im Schnelldurchlauf die Bridge und den hohen Refrain wiederholen. Das ist aus meiner Sicht die einzige Chance, dieses tolle Lied noch ins Finale zu hieven. Ansonsten...
Seid Ihr der gleichen Meinung? Ist meine These zu steil? Liege ich völlig daneben? Schreibts mir in die Kommentare!
Allerdings wurde zumindest hier auf dem Blog in den Kommentaren die Frage gestellt, ob Blanche denn wohl in der Lage sein würde, das ganze live auch zu stemmen. Die Antwort auf diese Frage wurde letzten Sonntag in der ersten Probe gegeben und hat den belgischen Beitrag zum meistdiskutierten der letzten Tage werden lassen.
Auch mich hat das drohende Desaster für Belgien seitdem stark beschäftigt, und nachdem ich gestern mal ein paar andere Sachen von Blanche auf der Tube angeschaut habe und zudem seit Freitag die Karaokeversion besitze, glaube ich eine Antwort auf die Frage zu haben, wie es soweit kommen konnte.
Nein, es ist nicht das Staging und es ist auch nicht das Kleid. Beides wird in den einschlägigen Blogs sehr kontrovers diskutiert, viele finden es gut, manche nicht. Wie wir aus der Vergangenheit (Kati Wolf!) wissen, bekommt auch das schlechteste Staging einen guten Song nicht raus aus dem Semi.
Sinds vielleicht doch Blanches vokale Fähigkeiten? Ein Blick auf die Tube verheißt gegenteiliges. Ihre Stimme ist durchaus mit der von Tanita Tikaram vergleichbar (und ich hoffe ja, Blanche macht nicht wie Tanita den Fehler, sich jedweder Weiterentwicklung zu verweigern). Sie weiß, was sie mit dieser Stimme anzustellen hat, sie schafft es, Emotionen zu transportieren, und ich finde, es klingt auch gut.
Das Problem des belgischen Beitrags ist meiner Ansicht nach genau das, wofür er so hoch gelobt wird, nämlich: Der SONG bzw. dessen Stimmlage.
Blanche singt da sehr weit unten, viel tiefer kommt sie wahrscheinlich nicht mehr. Wenn man in einem solch tiefen Register singt, sind der stimmlichen Ausgestaltung eines Liedes aber sehr enge Grenzen gesetzt. Mit anderen Worten: Man kann da eigentlich kaum was machen und ist möglicherweise schon froh, wenn die Töne sitzen. Dadurch wirkt das ganze auch so leblos. Der Song gibt durch die tiefe Lage nichts her. Das gleiche Problem hat übrigens Hanna Pakarinen vor zehn Jahren die verdiente Top Ten-Platzierung gekostet, da waren die Strophen auch zu tief gelegt. Als der Refrain kam, war es schon zu spät. Die Sängerin hat da kaum Möglichkeiten, irgendwelche Emotionen in den Gesang zu legen. Da "City Lights" nur in der Bridge und dem Refrain danach ein bisschen nach oben geht, gibt es für Blanche praktisch keinen Gestaltungsspielraum.
Emotionen müssen aber sein, wenn man das Publikum erreichen will. Selbst die düstersten, plattesten Songs haben diese Stellen. Der finnische Beitrag ist hierfür ein gutes Beispiel, der ist mit Sicherheit einer der traurigsten und düstersten Songs der letzten Jahre. Aber im Refrain gehen die Töne nach oben, und da kommen die Verzweiflung und Trauer trotz des etwas flachen Textes super raus. Leena kann hier ihre Gefühle förmlich nach draußen schreien. Beim belgischen Beitrag dagegen gibt es diese Stellen praktisch gar nicht.
Es liegt, das sei nochmal klar gesagt, nicht an Blanche. Bei den anderen Sachen, die ich von ihr gesehen habe, hat sie höher gesungen und da wirkte ihr Gesang viel lebendiger. Wenn die belgische Delegation da noch irgendwas retten will, lässt sie im Schnelldurchlauf die Bridge und den hohen Refrain wiederholen. Das ist aus meiner Sicht die einzige Chance, dieses tolle Lied noch ins Finale zu hieven. Ansonsten...
Seid Ihr der gleichen Meinung? Ist meine These zu steil? Liege ich völlig daneben? Schreibts mir in die Kommentare!
Semi 1 - eine Runde Kaffeesatzleserei
Nein, Ihr Lieben, natürlich bin ich nicht in Kiew und ich sehe auch nix live in der Halle. Aber da ich mich nach langem Zögern jetzt doch mit 100% in die Bubble habe ziehen lassen und den Tag neben meinem Tagesgeschäft damit verbringe, mir die Probenberichte reinzudrehen, wage ich jetzt mal eine erste Prognose fürs Semi 1. Ja, ich weiß, Kaffeesatzleserei, aber es macht doch so einen Spaß... und da ich normalerweise zu Mitte / Ende der Probenphase mit meiner Prognose gar nicht so schlecht liege, ist es mal einen Versuch wert. Here we go:
Im Semi 1 treten an (in dieser Reihenfolge):
Schweden (1), Georgien (13), Australien (6), Albanien (16), Belgien (10), Montenegro (17), Finnland (7), Aserbaidschan (4), Portugal (3), Griechenland (5), Polen (12), Moldawien (8), Island (14), Tschechien (18), Zypern (9), Armenien (2), Slowenien (15), Lettland (11).
Die Zahl in Klammern ist der aktuelle Platz bei oddschecker jetzt in dieser Minute in der Rubrik "eurovision Semi final 1 - to qualify".
Das heißt, die zehn Glücklichen wären, wenn es nach den Bookies ginge:
Schweden, Armenien, Portugal, Aserbaidschan, Griechenland, Australien, Finnland, Moldawien, Zypern und Belgien.
Raus wären
Lettland, Polen, Georgien, Island, Slowenien, Albanien, Montenegro und Tschechien.
Wollen wir doch mal gucken, ob Frau F. zur gleichen Meinung kommt und ob hinterher die Bookies schlauer sind oder ich.
Schweden ist kommt natürlich ins Finale, keine Frage. Aber er wird das Semi nicht gewinnen, und ich frage mich auch, warum er bei den Bookies so weit oben ist. Das Staging ist gut, aber Robin ist mir zu gelackt, und der Song ist auch nichts Besonderes.
Wer kommt noch sicher weiter? Na klar, die Finnen. Und das sage ich nicht, weil der Song mein Liebling im Semi 1 ist, sondern weil er einfach auch grandios inszeniert ist. Es ist der düsterste Song im Wettbewerb und ich heule im Moment jedes Mal, wenn ich ihn höre. Aber trotz des schwarzen Witwen-Outfits schafft Leena es, ihre Verzweiflung gerade im Refrain richtig toll rüberzubringen. Ich bin inzwischen im Besitz der Karaoke-Versionen und muss sagen, dass dieser Song auch ohne Gesang die Wucht in Tüten ist. Mit Gesang ist es für mich einer von zwei Anwärtern auf dem Sieg in diesem Semi.
Der andere Semi-Sieges-Anwärter ist die große Sensation dieses Jahrgangs, nämlich Portugal. Entegegen meiner Ankündigung, keine Probenschnibbel zu gucken (da bin ich abergläubisch. Der letzte Schnipsel, den ich angeschaut habe, war mein über alles geliebtes "Era stupendo", und wie das ausging, ist ja leider bekannt) hab ich jetzt doch aus Versehen einen Schnelldurchlauf über alle Probeneindrücke gesehen. Da es aber alle betrifft, greift das mit dem bösen Karma nicht mehr, ich bin also nicht schuld, wenn Euer Liebling rausfliegt. Im Moment ist Salvador(able, danke Carlotta!) ja aus gesundheitlichen Gründen noch in Portugal, so dass seine Schwester Luisa für ihn eingesprungen ist. Ihre Wirkung ist nicht so stark wie seine, trotzdem war das schon zum Niederknien. Wie wird es erst mit ihm sein? Kommt auf jeden Fall ins Finale und dort in die Top 5.
Armenien wird wie immer solide ins Finale kommen, ist aber im Moment meiner Meinung nach etwas zu hoch platziert. Artsvik macht das gut, aber ich kann mir das Lied immer. Noch. Nicht. Merken.
Mein fünfter sicherer Finalist ist Moldawien. Das Lied kommt an dieser Startposition wie eine frische Brise, sie haben auf der Bühne nichts falsch gemacht, passt.
So, und ab jetzt wirds zäh. Gehen wir mal rüber zu denen, die sicher draußen sind.
Ich schrieb ja im Vorfeld, dass ich die Tschechen gern im Finale sehen wollte, aber mit diesem Staging und mit diesem Outfit wird das nix, da kann die Startnummer noch so toll sein.
Auch Island wird sich das dritte Mal in Folge das Finale von außen begucken müssen, was mir nach dem gigantischen Lauf der Jahre davor echt leid tut. Aber darüber singen, dass man sich wie Papier fühlt und dann wie Minnie Mouse als Amazone verkleidet auftreten passt halt nicht zusammen.
Der dritte sichere Ausscheider ist für mich Omar Naber. Nach allem, was ich aus den Proben gehört habe, hat er die Sache nicht so richtig im Griff, die Töne sitzen nicht, und er schafft es auch nicht, aus seinem Breitwandschlonz alles rauszuholen und dem Publikum eine Gänsehaut zu bescheren. Das aber wäre seine einzige Chance gewesen, und so sind auch die Slowenen raus.
Jetzt haben wir drei von Damen gesungene Kreischballaden, nämlich Georgien, Albanien und Polen. Was an Polen toll sein soll, habe ich bis heute nicht verstanden. Mir gefällt das Outfit nicht, mir gefällt die Frau nicht, mir gefällt das Lied nicht, und das Gänsehautmoment sehe ich hier auch nicht. Georgiens Tamara fällt zumindest optisch sehr auf, wenn auch nicht unbedingt positiv. Aber sie sticht an ihrer Startposition nicht heraus und wird es deshalb sehr schwer haben. Beide sehe ich derzeit nicht im Finale.
Die besten Chancen von den dreien hat sicher die Albanerin. Dabei hilft ihr der traurige Umstand, dass die eigentliche Mitfavoritin eine Position nach ihr sich zum großen Sorgenkind des Jahrgangs gewandelt hat und dass Lindita verglichen damit ordentlich abliefert und sie überstrahlt. Ob das reicht, muss ich mir gleich noch überlegen. Zum Sorgenkind gleich mehr.
Lettland müsste es eigentlich schaffen. Sie bilden einen maximalen Kontrast zu Slowenien und fischen zumindest optisch in einem ähnlichen Pool wie die Georgier letztes Jahr. Mit diesen Klamotten werden sie sich zwar mit Tschechien und Island um den Barbara Dex Award kloppen, but who cares.
Aserbaidschan. Hm. Schwierig. Die Startposition zwischen Finnland und Portugal ist maximal schlecht und irgendwie wirkt das auch alles sehr gewollt. DiHaj ist jetzt auch keine große Sympathieträgerin, singt aber ihren Song sehr kompetent. Aber hey, es ist Aserbaidschan. Kommt wohl ins Finale, reißt dort aber nix.
Jetzt bleiben noch Australien, Belgien, Montenegro, Griechenland und Zypern. Aus denen plus eventuell Albanien muss ich noch drei Finalisten finden, was schwieriger ist, als es auf den ersten Blick aussieht.
Fangen wir mal mit dem einfachsten an. Montenegro. Peitschenzopf, Feinstrumpfhose auf freiem Oberkörper, blauer Wallewallerock über Glitzerhose. Camp as a row of tents. Ich sage jetzt mal, Montenegro fliegt raus, die Kernzielgruppe für diesen Auftritt hockt schließlich geschlossen in der Halle.
Australien hat nach zwei herausragenden Beiträgen in den letzten beiden Jahren in diesem Jahr etwas recht mittelmäßiges am Start. Offen gesagt, ich weiß nicht, ob es funktioniert. Startnummer 3 ist im Semi der Todesslot, und das, was dort auf der Bühne passiert, ist solide, aber sehr medioker. Es fehlt irgendwie noch was. Solide könnte hier aber reichen, so dass er es schafft und die Albanerin nicht.
Griechenland bot bei den Proben Licht und Schatten. Die erste war gut, die zweite weniger. Demy hat, wie sich das gehört, zwei gut gebaute halbnackte Tänzer dabei, die im Wasser (!) rumplanschen. Bei der zweiten Probe hatte sie wohl etwas Probleme mit hohen Tönen, das darf am Dienstag nicht passieren. Aber ich denke, es wird reichen.
Zypern ist ein schwieriger Fall. Die Startnummer ist eigentlich ganz gut, vor allem nach Island und Tschechien, aber das ist es auch. Die Jurys werden das ignorieren, und er muss schon wirklich top abliefern, damit das mit den Zuschauern was wird. Es könnte durch den Kontrast zu den beiden Damen vor ihm tatsächlich ganz knapp reichen.
So, und jetzt das große Sorgenkind. Die Belgier haben ja umfangreiche Erfahrung mit Beiträgen, die hoch gewettet wurden und tief gefallen sind (mit dem umgekehrten Phänomen allerdings auch). Es ist schon jetzt klar, dass wir hier den F(an) F(avourite) F(ail) des Jahres 2017 vor uns haben. Die Frage ist nur, wie heftig der Fail wird. Ich denke, sie wird es tatsächlich nicht schaffen, nicht nur wegen der Startnummer. Warum? Das erkläre ich Euch gleich noch in einem gesonderten Posting.
Okay, hier also meine Qualifikantenliste nach den zweiten Proben:
Schweden
Finnland
Portugal
Armenien
Moldawien
Lettland
Australien
Griechenland
Zypern
Aserbaidschan
(huch, sind ja fast die gleichen wie bei den Bookies! Guck an...)
Im Semi 1 treten an (in dieser Reihenfolge):
Schweden (1), Georgien (13), Australien (6), Albanien (16), Belgien (10), Montenegro (17), Finnland (7), Aserbaidschan (4), Portugal (3), Griechenland (5), Polen (12), Moldawien (8), Island (14), Tschechien (18), Zypern (9), Armenien (2), Slowenien (15), Lettland (11).
Die Zahl in Klammern ist der aktuelle Platz bei oddschecker jetzt in dieser Minute in der Rubrik "eurovision Semi final 1 - to qualify".
Das heißt, die zehn Glücklichen wären, wenn es nach den Bookies ginge:
Schweden, Armenien, Portugal, Aserbaidschan, Griechenland, Australien, Finnland, Moldawien, Zypern und Belgien.
Raus wären
Lettland, Polen, Georgien, Island, Slowenien, Albanien, Montenegro und Tschechien.
Wollen wir doch mal gucken, ob Frau F. zur gleichen Meinung kommt und ob hinterher die Bookies schlauer sind oder ich.
Schweden ist kommt natürlich ins Finale, keine Frage. Aber er wird das Semi nicht gewinnen, und ich frage mich auch, warum er bei den Bookies so weit oben ist. Das Staging ist gut, aber Robin ist mir zu gelackt, und der Song ist auch nichts Besonderes.
Wer kommt noch sicher weiter? Na klar, die Finnen. Und das sage ich nicht, weil der Song mein Liebling im Semi 1 ist, sondern weil er einfach auch grandios inszeniert ist. Es ist der düsterste Song im Wettbewerb und ich heule im Moment jedes Mal, wenn ich ihn höre. Aber trotz des schwarzen Witwen-Outfits schafft Leena es, ihre Verzweiflung gerade im Refrain richtig toll rüberzubringen. Ich bin inzwischen im Besitz der Karaoke-Versionen und muss sagen, dass dieser Song auch ohne Gesang die Wucht in Tüten ist. Mit Gesang ist es für mich einer von zwei Anwärtern auf dem Sieg in diesem Semi.
Der andere Semi-Sieges-Anwärter ist die große Sensation dieses Jahrgangs, nämlich Portugal. Entegegen meiner Ankündigung, keine Probenschnibbel zu gucken (da bin ich abergläubisch. Der letzte Schnipsel, den ich angeschaut habe, war mein über alles geliebtes "Era stupendo", und wie das ausging, ist ja leider bekannt) hab ich jetzt doch aus Versehen einen Schnelldurchlauf über alle Probeneindrücke gesehen. Da es aber alle betrifft, greift das mit dem bösen Karma nicht mehr, ich bin also nicht schuld, wenn Euer Liebling rausfliegt. Im Moment ist Salvador(able, danke Carlotta!) ja aus gesundheitlichen Gründen noch in Portugal, so dass seine Schwester Luisa für ihn eingesprungen ist. Ihre Wirkung ist nicht so stark wie seine, trotzdem war das schon zum Niederknien. Wie wird es erst mit ihm sein? Kommt auf jeden Fall ins Finale und dort in die Top 5.
Armenien wird wie immer solide ins Finale kommen, ist aber im Moment meiner Meinung nach etwas zu hoch platziert. Artsvik macht das gut, aber ich kann mir das Lied immer. Noch. Nicht. Merken.
Mein fünfter sicherer Finalist ist Moldawien. Das Lied kommt an dieser Startposition wie eine frische Brise, sie haben auf der Bühne nichts falsch gemacht, passt.
So, und ab jetzt wirds zäh. Gehen wir mal rüber zu denen, die sicher draußen sind.
Ich schrieb ja im Vorfeld, dass ich die Tschechen gern im Finale sehen wollte, aber mit diesem Staging und mit diesem Outfit wird das nix, da kann die Startnummer noch so toll sein.
Auch Island wird sich das dritte Mal in Folge das Finale von außen begucken müssen, was mir nach dem gigantischen Lauf der Jahre davor echt leid tut. Aber darüber singen, dass man sich wie Papier fühlt und dann wie Minnie Mouse als Amazone verkleidet auftreten passt halt nicht zusammen.
Der dritte sichere Ausscheider ist für mich Omar Naber. Nach allem, was ich aus den Proben gehört habe, hat er die Sache nicht so richtig im Griff, die Töne sitzen nicht, und er schafft es auch nicht, aus seinem Breitwandschlonz alles rauszuholen und dem Publikum eine Gänsehaut zu bescheren. Das aber wäre seine einzige Chance gewesen, und so sind auch die Slowenen raus.
Jetzt haben wir drei von Damen gesungene Kreischballaden, nämlich Georgien, Albanien und Polen. Was an Polen toll sein soll, habe ich bis heute nicht verstanden. Mir gefällt das Outfit nicht, mir gefällt die Frau nicht, mir gefällt das Lied nicht, und das Gänsehautmoment sehe ich hier auch nicht. Georgiens Tamara fällt zumindest optisch sehr auf, wenn auch nicht unbedingt positiv. Aber sie sticht an ihrer Startposition nicht heraus und wird es deshalb sehr schwer haben. Beide sehe ich derzeit nicht im Finale.
Die besten Chancen von den dreien hat sicher die Albanerin. Dabei hilft ihr der traurige Umstand, dass die eigentliche Mitfavoritin eine Position nach ihr sich zum großen Sorgenkind des Jahrgangs gewandelt hat und dass Lindita verglichen damit ordentlich abliefert und sie überstrahlt. Ob das reicht, muss ich mir gleich noch überlegen. Zum Sorgenkind gleich mehr.
Lettland müsste es eigentlich schaffen. Sie bilden einen maximalen Kontrast zu Slowenien und fischen zumindest optisch in einem ähnlichen Pool wie die Georgier letztes Jahr. Mit diesen Klamotten werden sie sich zwar mit Tschechien und Island um den Barbara Dex Award kloppen, but who cares.
Aserbaidschan. Hm. Schwierig. Die Startposition zwischen Finnland und Portugal ist maximal schlecht und irgendwie wirkt das auch alles sehr gewollt. DiHaj ist jetzt auch keine große Sympathieträgerin, singt aber ihren Song sehr kompetent. Aber hey, es ist Aserbaidschan. Kommt wohl ins Finale, reißt dort aber nix.
Jetzt bleiben noch Australien, Belgien, Montenegro, Griechenland und Zypern. Aus denen plus eventuell Albanien muss ich noch drei Finalisten finden, was schwieriger ist, als es auf den ersten Blick aussieht.
Fangen wir mal mit dem einfachsten an. Montenegro. Peitschenzopf, Feinstrumpfhose auf freiem Oberkörper, blauer Wallewallerock über Glitzerhose. Camp as a row of tents. Ich sage jetzt mal, Montenegro fliegt raus, die Kernzielgruppe für diesen Auftritt hockt schließlich geschlossen in der Halle.
Australien hat nach zwei herausragenden Beiträgen in den letzten beiden Jahren in diesem Jahr etwas recht mittelmäßiges am Start. Offen gesagt, ich weiß nicht, ob es funktioniert. Startnummer 3 ist im Semi der Todesslot, und das, was dort auf der Bühne passiert, ist solide, aber sehr medioker. Es fehlt irgendwie noch was. Solide könnte hier aber reichen, so dass er es schafft und die Albanerin nicht.
Griechenland bot bei den Proben Licht und Schatten. Die erste war gut, die zweite weniger. Demy hat, wie sich das gehört, zwei gut gebaute halbnackte Tänzer dabei, die im Wasser (!) rumplanschen. Bei der zweiten Probe hatte sie wohl etwas Probleme mit hohen Tönen, das darf am Dienstag nicht passieren. Aber ich denke, es wird reichen.
Zypern ist ein schwieriger Fall. Die Startnummer ist eigentlich ganz gut, vor allem nach Island und Tschechien, aber das ist es auch. Die Jurys werden das ignorieren, und er muss schon wirklich top abliefern, damit das mit den Zuschauern was wird. Es könnte durch den Kontrast zu den beiden Damen vor ihm tatsächlich ganz knapp reichen.
So, und jetzt das große Sorgenkind. Die Belgier haben ja umfangreiche Erfahrung mit Beiträgen, die hoch gewettet wurden und tief gefallen sind (mit dem umgekehrten Phänomen allerdings auch). Es ist schon jetzt klar, dass wir hier den F(an) F(avourite) F(ail) des Jahres 2017 vor uns haben. Die Frage ist nur, wie heftig der Fail wird. Ich denke, sie wird es tatsächlich nicht schaffen, nicht nur wegen der Startnummer. Warum? Das erkläre ich Euch gleich noch in einem gesonderten Posting.
Okay, hier also meine Qualifikantenliste nach den zweiten Proben:
Schweden
Finnland
Portugal
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