Bela - Herz
Oh, das ist speziell. Das Lied können wir uns gut anhören im Sinne von "wir müssen das Radio nicht ausmachen", aber wie es geht, hab ich schon wieder vergessen, bevor es zu Ende ist. Obwohl es nur 2:12 Minuten lang ist, zieht sich das Ganze. Da hilft auch die Landessprache nichts, die ja an sich inzwischen immer ein Pluspunkt ist. Letztendlich hängt in diesem Falle alles von der Inszenierung ab. Wie sollte die aussehen? Keine Ahnung. Das reichlich seltsame Musikvideo gibt dazu nichts preis. Ich hoffe, man hat sich dazu schon einige Gedanken gemacht.
Chancen aufs Superfinale: Minimal bis nicht vorhanden.
Chancen aufs Ticket: Eigentlich keine.
Würde in Wien abschneiden wie? Karmen Stavec (Slowenien 2003). Ihr erinnert Euch nicht? Eben. Wir auch nicht.
Dreamboys the Band - Jeanie
Warum ist das denn alles so kurz heuer? Auch dieser Song ist nicht mal zweieinhalb Minuten lang. Die Band besteht aus vier Mädels, deshalb heißen die auch "Dreamboys the Band". Warum? Mer waaß es net, mer vermuts nur. Lustige Narreteien im Jahr 2026. Sie singen zumindest in der Studioversion sehr schön harmonisch, und irgendwie ist der Song mit seinen mittelschweren 80er-Vibes auch angenehm anzuhören. Allerdings ist der Song insgesamt viel zu schwachbrüstig und für den ESC auch nur dann geeignet, wenn man eine Bombeninszenierung auf die Beine stellt, die von allem anderen ablenkt. Vor allem bleibt die Frage, ob die vier das dann auch live so hinkriegen wie in der Studioversion. Das Carcrash-Potenzial ist hier nämlich enorm. Wenn sie es live genau so bestechend hinbekommen wie in der Studioversion, ist vielleicht noch nicht alles verloren, wenn nicht ... uffffff.
Chancen aufs Superfinale: None whatsoever.
Chancen aufs Ticket: None whatsoever.
Würde in Wien abschneiden wie? Televotingpunkte von Remember Monday (UK 2025), Jurypunkte - da ist von Remember Monday bis Malik Harris (Deutschland 2022) alles drin.
Laura Nahr - Wonderland
Hm. Hm hm hm. Schwierig. Es ist auf jeden Fall schon mal interessanter als die beiden davor zusammen. Es beginnt im Dreiertakt, und gerade wenn man denkt, dass das doch so weitergehen könnte, kommt der erste Refrain und mit diesem Wonderwonderwonderla-hand ein krasser Bruch. Haben diese krassen Brüche eigentlich schon jemals beim ESC wirklich funktioniert? Ich finde eigentlich alles an dem Lied ganz gut bis auf eben dieses Wonderwonderwonderla-hand. Ja, ich weiß, das gibt dem Song eine ordentliche Kante, aber ich stoß mich leider dran, was ja nix Schlechtes heißen muss. Hier kann und sollte man irre viel mit der Inszenierung machen, der Song gibt da sehr viel her.
Chancen aufs Superfinale: 50-50
Chancen aufs Ticket: Außenseiterchancen, hängt davon ab, wer mit ihr im Superfinale ist.
Würde in Wien abschneiden wie? Bei einer guten Inszenierung wie Baller (Deutschland 2025). Bei einer schlechten - reden wir nicht davon.
1 Kommentar:
Karmen? Aber sicher. Ich wohne in einem Ort, der an Slowenien grenzt, ich arbeite mit Slowenen Hand in Hand, ich fixe Slowenen an den ESC anzusehen, obwohl sie gar nicht teilnehmen. Ich drücke Luca Basi und Maraaya die Daumen in San Marino. Natürlich weiß ich wo Karmen 2003 landetet (und verdammt, ich mag das Lied).
'Herz' ist f*#ing Masterpiece, das sofort ins Ohr geht. Für mich der perfekte Song für den ESC. Zumindest habe ich Peter von ESCKompakt damit an meiner Seite.
Die Mädls sind Jungs klingen vom Band souverän, aber auch ich glaube nicht an Wunder. Das Lied hätte nicht den Hauch einer Chance im Wettbewerb der Wettbewerbe.
Und bei Laura bin ich konträrer Meinung zu Tami. Es zieht nur das 'Wo-o-o-o-nderland', ansonsten bleibt der Song schmerzhaft uninteressant. Aber nicht schlecht, bitte nicht falsch verstehen.
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