Dienstag, 12. April 2016

ESC 2016, die neunte

7. Irland 2016: Nicky Byrne – Sunlight

Nicky Byrne, irischer Punkteverkünder der letzten drei Jahre, besticht durch seine Optik, stimmlich schafft er die Klasse so gerade eben. Und der Song? Das ist so die Machart, auf der heutzutage auf 70. Geburtstagen gefoxt wird. Von 70jährigen. Von mir aus auch von 60jährigen. Sorry, Nicky, aber das ist musikalisch möglicherweise ein ganz ganz GANZ kleines bisschen angestaubt. Geht gut ins Ohr, aber mit einem deutschen Text könnte das auch Helene Fischer singen. Und das ist kein Kompliment. Gebt dem Mann einen ordentlichen Song!

Chancen aufs Finale? Oh geh fort.
Dublin 2017? Da kann er dann wieder Punkte verkünden.
5/10


8. Mazedonien: Kaliopi – Dona

Wer erinnert sich nicht an die großartigen Auftritte von Kaliopi in Baku? Nach ihrem Semi-Auftritt war ich ihr bereits völlig verfallen, und im Finale folgte der Rest unserer Runde. So, Ihr jungen Hühner, schaut mal an, so geht das. Mme Bukle singt eine wie immer von ihrem Ex-Gemahl Romeo Grill geschriebene Powerballade, die ihre gigantische Stimme vortrefflich zur Geltung bringt. Sie wird in Stockholm die Arena zum Wackeln bringen, und ich freue mich jetzt schon auf ihren Auftritt!

Chancen aufs Finale? Wehe, hunderttausendmal WEHE, Ihr lasst sie im Semi verhungern!!!!
Skopje 2017? Das wohl nicht, aber ich hoffe, dass es Mazedoniens bestes Ergebnis wird.
10/10



9. Litauen: Donny Montell – I’ve been waiting for this night

Und gleich darauf Wiederkehrer Nummer fünf, ebenfalls vor vier Jahren in Baku schon am Start. Mit einem 4-Chords-Song, ich dachte, das wäre langsam mal durch, dafür aber ohne Strass-Augenbinde. Leider hat er sein Äußeres inzwischen von Charming Boy zu Schniegelfatzke geändert, schade drum. Der Song ist irgendwas x-Beliebiges aus schwedischer Produktion, aber Donny zieht bestimmt auch dieses Jahr wieder alle Register und wird den Song ins Finale hieven. 

Chancen aufs Finale? Ja. Aber nur dank starker Performance.
Vilnius 2017? nein
5/10

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Irland und Litauen: Keine weitere Erwähnung wert.
FYROM: Meins war es nicht, ist es nicht, wird es nicht.

Liane Bäuml-Dinges hat gesagt…

Irland: So leid mir das für die ehemalige grande nation de la ESC tut. Das ist wieder nix. Langweiliger Song, 08/15 und auch der Westlifie kann das nicht retten, fürchte ich. Wenn da nicht noch was weltbewegendes passiert (Wölfe, Nackig...???) wird das im Semi sang- und klanglos untergehen und es ist nichtmal schade drum.

Mazedonien: Hey, es ist Kaliopi. Mehr muss man nicht sagen. Auch wenn es in der Konserve ein bisserl dröge klingt wird der Doughnut Song life abgehen wie Schmidts Katze und sowas von ins Finale rumpeln.

Litauen: Doni mal wieder. Mit Augenbinde fand ich den ja sowas von affig und versteh bis heute nicht, wie man für sowas voten konnte. Der aktuelle Song ist moderner und aber auch irgendwie schwedischer. Trotzdem geht der gut ab und bleibt im Ohr. Also für mich eher finalwürdig als Love ist blind. Im Finale aber eher im hinteren Drittel.