Dienstag, 12. April 2016

ESC 2016 die fünfte

13. Estland: Jüri Pootsmann – Play

Eigentlich sollte ich hier direkt mal derb Punkte abziehen, denn das Video vom Auftritt gibts nicht mehr, zumindest nicht in Deutschland. Deshalb muss ich das offizielle nehmen. Jury sieht aus wie Schwiegermuttis Liebling und überrascht mit einer für so ein Büblein erstaunlich tiefen und vollen Stimme. Der Song stammt unverkennbar von Stig Rästa, auch wenn er bei weitem nicht an den starken Vorjahresbeitrag der Esten ranreicht. Es ist ein netter Song, aber er erreicht mich überhaupt nicht.

Chancen aufs Finale? Kommt knapp durch.
Tallinn 2017? Nein.
6/10


14. Aserbaidschan: Səmra Rəhimli – Miracle

Was ist das denn für ein merkwürdiges Instrument am Anfang? Ansonsten machen die Aserbaidschaner dasselbe wie immer: Sie schicken eine schöne Frau, die ganz gut singen kann und einen Song im Gepäck hat, der mit Aserbaidschan so überhaupt nix zu tun hat. Vermutlich wieder irgendwo in Schweden produziert. Sorry, aber da ist doch ein Song wie der andere. Ich kann mir das ja gut anhören, aber wann kommt denn endlich mal jemand für Aserbaidschan, der NICHT in Schweden produzieren und schreiben lässt? Sorry, but that leaves me stone cold.

Chancen aufs Finale? Aserbaidschan. Muss ich mehr sagen?
Baku 2017? Nein.
6/10



15. Montenegro: Highway – Real Thing

Nach zwei Jahren mit Balkanballaden und Finaleinzug geht Montenegro zurück zur Schiene der Jahre 2012 und 2013. Nicht was den Sound angeht, dazu komme ich gleich. Aber was die Risikobereitschaft angeht. Ich finde es grundsätzlich ziemlich klasse, wenn bei Eurovisionssongs gegen den Strich gebürstet wird, und das ist hier der Fall - in einem nie für möglich gehaltenen Übermaß. Der Prinz-Blog gab dem Beitrag auf einer Skala von 1-10 einen Durchschnittswert von 1,0. Das muss man auch erstmal schaffen. Ich find den Beitrag auch von vorne bis hinten seltsam, aber das krachige Gitarrengebratze ist ws, womit ich durchaus was anfangen kann. Bei mir fällt er NICHT durch!

Chancen aufs Finale? Keine, wie auch?
Podgorica 2017? Dieses Jahr nicht, nächstes Jahr nicht...
7/10

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Jüris Stimme ist vor allem als Kontrast zu seinem Äußeren interessant, gefallen tut sie mir trotzdem nicht.
Aserbaidschan ist öde, öde und öde.
Montenegro: Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, wie ich das finde. Im Sinne der Abwechslung hätte ich es gerne im Finale. Aber in diesem SF hat es wohl wirklich absolut keine Chance.

Liane Bäuml-Dinges hat gesagt…

Estland: Ich finde den Song äußerst cool und widersprüchlicherweise modern und klassisch gleichzeitig. Die Stimme von Jüri ist sehr angenehm und wenn dann noch Stig dahintersteckt. Ich drücke den Esten definitiv die Daumen, da man sich hier mal wieder viel Mühe gegeben hat, was qualitatives zu schicken und sich nicht, wie so mancher, einfach nur in Schweden bedient. Prognostiziere aber nur eine knappe Finalquali - was meinem Wunsch, das es so kommen möge, geschuldet ist.

Aserbaidschan: Über Quali ja / nein muss man bei den Azeris ja nicht reden. Spannung besteht nur dahingehend, was für ne abgefahrene Bühnenshow man sich wohl wieder überlegt. Das Liedchen ist nett und kann man gut hören. Stört aber nicht. Eins mehr aus dem Schwedenclub halt. Bei meinem Ranking irgendwo im Mittelfeld - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Montenegro: Alter Falter, die Montenegriner sind schon drauf... Ich kann mich bei dem Song nicht entscheiden. Einmal finde ich es total cool, weil es so hingerotzt ist. Und dann finde ich es unerträglich, weil es so hingerotzt ist. Finale - never ever. Aber schön, das sowas auch seinen Platz im Feld findet.