Sonntag, 24. März 2019

Eurovision 2019, die letzte

Nun noch die Big 5 plus Israel:

Deutschland: S!sters - Sister

Schon erstaunlich: Wenn man den deutschen Beitrag in Zusammenhang mit den anderen Beiträgen sieht und merkt, was da teilweise für ein Schrott (Verzeihung!) geschickt wird, dann entwickelt der eigenen Beitrag auf einmal ganz neue Qualitäten. Allerdings gibt es eine Menge, was schiefgehen kann: Die Kameraarbeit muss SEHR gut geprobt werden, da werden die Trauben in Tel Aviv viel höher hängen als in Berlin. Carlotta muss ihre Aufregung im Griff haben, und über die Klamotten sollte man auch nochmal nachdenken. Wenn das alles stimmt, kann das aber ein sehr guter Auftritt werden. Gewinnen wird es natürlich nicht, aber wenn alles gut läuft, sollte in einem dermaßen schwachen Feld eine gute Mittelfeldplatzierung drin sein. Und das wäre nach den Ergebnissen der letzten Jahre doch schon mal wieder ganz schön.

Chancen auf die Top Ten? Eher so auf Platz 15.
Berlin 2020? Vorentscheid? Joo, könnte man wieder machen. Hauptevent wohl eher nicht.
6/10 (Kinder 6 und 6)


Frankreich: Bilal Hassani - Roi

Celebrate Diversity! Bilal, der sich seines Anders-Aussehens sehr bewusst ist, thematisiert genau das in seinem kämpferischen zweisprachigen Song. "Du willst, dass ich bin wie du ... ich bin nicht reich, aber ich scheine hell, ich kann nun mein Königreich sehen, wenn ich träume, bin ich ein König." Das ist eine sehr starke Botschaft und wird durch Sänger und Song alleine schon gut rübergebracht. Das Video braucht es dafür gar nicht. Alles in allem ein sehr stimmiges, wenn auch polarisierendes Gesamtpaket, gäbe es da nicht einen kleinen Wermutstropfen: In den Höhen ist Bilals Stimme zu dünn und droht des Öfteren zu kippen. Daran muss dringend gearbeitet werden. Hier braucht er wirklich Wumms, um uns so richtig aus den Socken zu hauen. Dann kommt das supergut! Was übrigens überhaupt nicht geht, sind die Anfeindungen gegen ihn. Aber das wird ihn noch stärken - und einem gewissen Tom Neuwirth hat das seinerzeit ja auch nicht geschadet.

Chancen auf die Top Ten? Borderline, könnte aber klappen.
Paris 2020? Ich fürchte, dazu ist es zu speziell.
7/10 (Kinder 6 und 7)


Großbritannien: Michael Rice - Bigger than us

Wenn man sich mal überlegt, was uns dieses Land schon für großartige Künstler geschenkt hat, spritzen einem die Tränen angesichts der Eurovisionsbeiträge wirklich waagerecht aus den Augen. Wollen sie unbedingt auch vom Eurovisionshof gescheucht werden, oder was? Die Briten haben in diesem Jahr Dudley Dursley am Start, der sich schnell noch ein paar zünftige Tattoos verpassen ließ, ein Wochenende lang einen Gesangsworkshop gemacht hat und jetzt glaubt, er könne auf der Eurovisionsbühne bestehen. Nein nein, mein Lieber. Ein bisschen mehr Bühnenpräsenz als die eines durchschnittlichen Wassereimers darf schon sein. "It's bigger than us." Wahrere Worte haben die Briten abgesehen von "Don't play this song again" nie gesungen.

Chancen auf die Top Ten? Oh sod off. Das wird vermutlich genauso zementhart Letzter wie weiland Josh Dubovie.
London 2020? Manche Fragen ignoriert man am besten.
3/10 (aber die nur, weil ich mir das Lied halbwegs anhören kann. Kinder 5 und 5)


Israel: Kobi Marimi - Home

Ein Breitwandschlonz vor dem Herrn. Was der Brite zu wenig hatte, ist hier eindeutig zuviel. Kobi singt davon, dass auch er wer ist, und bricht dabei vor Ergriffenheit schier zusammen. Das Ganze ist mindestens drei Nummern zu dick aufgetragen und lässt leise Zweifel daran aufkommen, ob es ernstzunehmen ist oder eher doch nicht. Es ist eine Mischung aus Haldor Laegrid und Didrik Solli-Tangen, wobei ich davon ausgehe, dass Kobi das im Gegensatz zu letzterem auch live stemmen wird. Mal sehen, ob das goutiert wird - kann ich mir eigentlich wenn überhaupt nur als ironisch gebrochenes Guilty Pleasure vorstellen.

Chancen auf die Top Ten? Auch wenn viele das anders sehen: Eher weniger.
Tel Aviv 2020? Nope. Würden sie aber ja eh nicht machen, oder?
6/10 (Kinder 5 und 4)


Italien: Mahmood - Soldi

Puh. Italien macht mal wieder das, was es am besten kann: Einfach einen Scheiß drauf geben, was den Rest von Europa interessieren könnte, und macht einfach sein Ding. In diesem Falle in Form von Mahmood, dessen Lied eine bittere Abrechnung mit seinem Vater ist, der ihn und seine Mutter hat sitzen lassen und jetzt wiederkommt und Geld haben will. Die Frage ist hier, wie diese doch sehr persönliche Botschaft auf der Bühne rübergebracht wird. Davon wird auch abhängen, wo es schlussendlich landet. Für Italien ist ja immer eine gute Platzierung drin, so auch dieses Mal. An die beiden Beiträge aus 2017 und 2018 (für mich jeweils der klare Jahrgangsssieger) kommt "Soldi" für mich aber nicht ran.

Chancen auf die Top Ten? Es ist Italien! Natürlich kommt das in die Top Ten.
San Remo 2020? Uff. Keine Ahnung. Glaub nicht. Bin aber nicht sicher.
7/10 (Kinder 5 und 6)


Spanien: Miki - La Venda

Ich fühle mich gerade ein wenig an 2011 erinnert. Der Song ist natürlich nix Hochwertiges und vereinigt so ziemlich alle Latinohits der letzten Jahre in sich. Aber: Der superniedliche Miki, der in diesem Jahr vermutlich sämtliche Schnuckelpunkte abräumen wird, hat gemeinsam mit seinen lustigen Begleiterinnen mächtig Spaß auf der Bühne und wird in Tel Aviv die Halle zum Kochen bringen. Das dürfte der größte Hallenburner des Jahres werden. Und in einem Jahr wie diesem ist man für so wenig schon so dankbar - und Spaß haben auf der Bühne ist ja nun nicht das Verkehrteste. Good Luck, Espana!

Chancen auf die Top Ten? Nein. Untere Top 20, würde ich sagen. Is aber egal, Hauptsache Schbahs!
Barcelona 2020? No, senor!
8/10 (Kinder 6 und 7)

PUH, DURCH!

Samstag, 23. März 2019

Eurovision 2019, die achte

Malta: Michela - Chameleon

Was singt die da? Karma Chameleon? Das ist aber schon etwas her, oder? Nein, im Ernst, auch Malta schafft es in diesem Jahr nicht, mich auch nur ansatzweise zu begeistern. Eine junge stimmgewaltige Dame quäkt sich durch einen Poltersong, in dem sie uns sagt, dass sie nicht wegläuft, wenn sie Probleme hat, sondern die Probleme angeht. Das ist ja grundsätzlich schon mal lobenswert. Trotzdem gibt mir diese Nummer nix. Ich hab auch keine Ahnung, ob sie das live kann. Ich verliere hier langsam die Lust, merkt Ihr das?

Chancen aufs Finale? Fifty-fifty.
Valletta 2020? Nein.
4/10 (Kinder 5 und 6)


Eurovisions-Lieblingsland, Du musst es jetzt richten!

Niederlande: Duncan Laurence - Arcade

Schon wieder nackte Menschen unter Wasser. Das scheint neben "Hauptsache außergewöhnlich" eins der großen Themen in diesem Jahr zu sein, werden sie aber auf der Bühne nicht machen können. Duncans Optik tut das aber keinen Abbruch, der Mann ist so wunderschön, da ist es egal, was er anhat oder nicht. Wie übrigens auch sein Lied, also, wunderschön: Er steht ja derzeit auf Platz 1 bei den Bookies, und das meiner Meinung nach völlig zu Recht. Allein schon durch den Gesang wird der Schmerz von "Loving you is a losing game" schon sehr gut transportiert. Wenn das ohne Verlust so auf die Bühne kommt, ist das ein sehr ernstzunehmender Siegeskandidat.

Chancen aufs Finale? Die Frage ist doch wohl eher, ob er das Semi gewinnt oder nicht.
Hilversum 2020? Durchaus im Bereich des Möglichen, ja. Und schön wär das!
9/10 (Kinder 7 und 8)


Nordmazedonien: Tamara Todevska - Proud

Tamara war ja vor zehn Jahren schon mal beim ESC, damals flog sie als Semi-Zehnte raus, weil die Jurys Charlotte Perrelli retten mussten. In diesem Jahr stellt sich die Frage nicht, denn dieses Mal wird Mazedonien, pardon, Nordmazedonien (daran muss ich mich erst noch gewöhnen) nach sechs Semi-Rauswürfen mal wieder ins Finale kommen, und  das nicht knapp! Das Lied ist eine sehr starke Kampfansage im Namen aller Mädchen und Frauen, aufzustehen und stolz zu sein. Wenn sie das live so rüberbringt wie im Video (wovon ich ausgehe) ist das ein Anwärter für Macadamias bestes Ergebnis bisher! Meine Stimme bekommt sie - trotz mehr als marginaler Ähnlichkeit des Refrains zu "One last breath" (Griechenland 2015)!

Chancen aufs Finale? Ja, aber sicher.
Skopje 2020? So weit würde ich nicht gehen wollen.
9/10 (Kinder 7 und 6)


Norwegen: KEiiNO - Spirit in the Sky

Okay - die Ähnlichkeit des Refrains zu "Monsters" wird wohl jedem auffallen, der keine Watte in den Ohren hat. Ist aber egal, denn das hier, das hat was. Ist das etwa samisch, was der Mann mit der Glatze da singt? DAS nenn ich mal abgefahren. Seht her und lernet, alle anderen Nationen! So macht man "abgefahren" und bleibt sich selbst treu. Selbst wenn Norwegen mit Samisch bisher nicht die besten Erfahrungen gemacht hat, wird sich das in diesem Jahr ändern. An der Bühnenshow darf und muss noch gearbeitet werden, allein schon deshalb, weil die ganzen Trommler nicht mit auf die Bühne dürfen. Aber die halbnackten Tänzer (irgendwie generell recht wenig Textil dieses Jahr, oder?) braucht es ohnehin nicht.

Chancen aufs Finale? Wenn die Bühnenshow stimmt, auf jeden Fall!
Oslo 2020? Das wäre zu cool, kann ich mir aber nicht vorstellen.
8/10 (Kinder 5 und 7)


Russland: Sergey Lazarev - Scream

Nachdem Russlands aktuell größter Popstar 2016 schon am Sieg vorbeigeschrappt ist, obwohl er es damals schon verdient gehabt hätte, ist er jetzt zurück. And he means business, Freunde. Umso mehr nachdem die Samoylova im letzten Jahr für Russland den Nimbus der Immer-Weiterkommer eingebüßt hat. In diesem Jahr ist Sergej ebenfalls auf Sieg eingestellt, und dank des schwachen Teilnehmerfeldes in diesem Jahr steht das Tor zum Sieg weit offen. Wir haben: Einen charismatischen Sänger mit einer sehr starken Stimme, eine superstarke Ballade, die den Rest des Feldes um Längen schlägt und ein zauberhaftes Video, das für die Inszenierung in Tel Aviv allergrößte Hoffnungen weckt. Ich weiß, es wird Proteste hiergegen hageln, aber wenn jemand bei einem Wettbewerb mitmacht, soll er ihn auch gewinnen dürfen! Und in diesem Falle wäre ich voll dabei!

Chancen aufs Finale? Eine Frage, die dieses Beitrages unwürdig ist. Prädikat Semisieger.
St. Petersburg 2020? Ja, ja, ja! Ich weiß, dass ich mir damit die gesamte Blase zum Feind mache, aber: Ja!
10/10 (Kinder 10 und 9) (Und damit bin ich endgültig überall untendurch, aber Ihr wisst ja: Ist der Ruf erst ruiniert …)


Jetzt hätte ich beinahe die Prognose für dieses Semi vergessen, so egal ist mir das alles inzwischen. Also, weiter kommen:

Russland
Norwegen
Niederlande
Nordmazedonien
Aserbaidschan
Armenien
Dänemark
Österreich
Schweden
Schweiz
Kroatien

Ups, das sind elf. Na gut. Kommt Kroatien doch nicht weiter. Malta sehe ich übrigens NICHT weiter, wie Ihr seht, Bookies hin oder her!

Eurovision 2019, die siebte

Albanien: Jonida Maliqi - Ktheju tokës

Nach dem grandiosen Vorjahresbeitrag sind wir in diesem Jahr wieder da, wo wir immer sind. Eine Frau wimmert beziehungsweise kreischt sich durch ein dissonantes Songgewaber, das sich einem erst beim zweiundelfzigsten Hören ansatzweise in die Gehörgänge schleicht. Immerhin tut sie das nach derzeitigem Stand auf Albanisch - ein bisschen was scheint man ja doch aus dem Vorjahr gelernt zu haben. Hoffentlich stellen sie das nicht wieder um. Es wird auch so schon schwer genug. Weiß eigentlich jemand, worum es in dem Lied geht? Im Video kommt ja viel mit Feuer und viel mit Wasser - wo sind Luft und Erde?

Chancen aufs Finale? Nein. Eher nicht.
Tirana 2020? Auch nicht.
4/10 (Kinder 3 und 3)


Aserbaidschan: Chingiz - Truth

Nach dem erstmaligen Ausscheiden letztes Jahr will es Azedaze in diesem Jahr wieder wissen. Im Video werden leicht- bis gar nicht bekleidete Menschen (inklusive des Sängers) gezeigt, die mit allerlei seltsamem Geschmeide und Geglitzer behängt sind und entweder durchs Wasser treiben oder in der Luft herumwabern / -wedeln / -wutschen. Das Lied ist leider bestenfalls Durchschnitt und reißt mich beim besten Willen nicht vom Hocker. Welche Wahrheit er mir da präsentieren will? Keine Ahnung. Ich hab nur auf das Geglitzer geschaut.

Chancen aufs Finale? Na ja. Aserbaidschan halt, ne?
Baku 2020? Mit dem Sieg werden sie nichts zu tun haben.
5/10 (Kinder 4 und 6)


Kroatien: Roko - The Dream

Ich träum von der Liebe, Du träumst von der Liebe, er, sie, es träumt von der Liebe, ganz Zagreb träumt von der Liebe und Paris auch ... Ein leicht gelackter Jungspund mit Engelsflügeln schmalzt sich durch ein hemmungslos kitschiges Machwerk aus der Feder von Jacques Houdek - nun gut, wer DEN bucht, der weiß auch, was er kriegt. Und er kriegt das volle Programm: Alle träumen von der Liebe, dann wechseln wir von Englisch auf Kroatisch, und am Schluss noch eine Rückung - piep piep piep, ich hab dich lieb! Der junge Schnösel wird es im übrigen hundertpro ins Finale schaffen! Ein Guilty Pleasure vom Feinsten!

Chancen aufs Finale? Siehe oben. Wird der Schockqualifikant dieses Semis.
Zagreb 2020? Nein.
6/10 (Kinder 3 und 4)


Litauen: Jurij Veklenko - Run With The Lions

Ein hübscher junger Spund mit schönen Augen, Liedje fängt auch ganz gut an. Aber dann geht er hoch ins Falsett. Autsch. Das ist aber nicht so ganz tonrein und mit Sicherheit nicht songdienlich. Wäre besser gewesen, wenn er bei der Bruststimme geblieben wäre. Das Lied ist, wie gesagt, ganz nett, was so viel heißt wie: Zieht die Wurst nicht vom Teller. Wird spannend sein, wie sie es dermaleinst umsetzen. Hat auf jeden Fall bisher das höchste Carcrash-Potenzial.

Chancen aufs Finale? Glaub ich ja eher nicht.
Vilnius 2020? Noi.
5/10 (Kinder 7 und 7)

Freitag, 22. März 2019

Eurovision 2019, die sechste

Österreich: PÆNDA - Limits

Nachdem am Ende des Liedes bei uns einige Sekunden Schweigen herrschten, fragte mich meine Tochter: "Und? Entäuscht?" Ehrlich gesagt: Ja. Es ist wieder eins von diesen Stücken, wo man den Aufwand so gern wertschätzen möchte - wieder mal total was Anderes als der ganze Rest, aber das hatten wir dieses Jahr schon öfter. Aber mich erreicht PÆNDA leider gar nicht. Ich weiß nicht, wie es wäre, wenn sie das Ganze eine Oktave tiefer singen würde. Aber so? (So, und jetzt bereite ich mich seelisch und moralisch drauf vor, von Sixtus und Sigi filetiert zu werden.)

Chancen aufs Finale? Chancen schon.
Graz 2020? Glaub ich eher nicht. Aber was weiß ich schon?
6/10 (Kinder 5 und 5 (können sich beide nicht entscheiden)


Rumänien: Ester Peony - On a Sunday

Schon wieder drei Minuten Lebenszeit für die Tonne. Die krieg ich nie mehr wieder! Das einstige Eurovisionsschwergewicht hat sich hiermit wohl endgültig aus dieser Riege verabschiedet. Eine blonde Frau mit komischer Armbemalung knödelt in einer mir unbekannten Sprache durch Gedudel im Dreiertakt. Wer bitte braucht diesen Song? Diesen Auftritt? Das einzige Gute, was man darüber sagen kann ist, dass es nach phonetischer Umsetzung geradezu schreit!

Chancen aufs Finale? Ach, geh doch weg!
Bukarest 2020? Geh noch wegger!
2/10 (Kinder 2 und 2)


Schweden: John Lundvik - Too Late For Love

Sverige, min Kärlek! Immer wenn man den FC Bayern der Eurovision braucht, ist er da! Und selten wurde er so nötig gebraucht wie in diesem Jahr. Nach den ganzen Seltsamkeiten schickt uns Schweden einen Knuddelbär, der unglaublich Freude an seinem Auftritt hat und den man allein deshalb schon ins Herz schließt. Sein Song erfindet zwar das Rad nicht neu, genauso wenig wie die Inszenierung (Birnchenmatte von Frans, Leuchtkegel von Sanna, Tanzschritte von Benjamin), ist aber solides Handwerk. Und katapultiert die Schweden, ob Ihr es glaubt oder nicht, vorerst bei uns an die Spitze.

Chancen aufs Finale? Hallo? Über wen reden wir hier?
Uppsala 2020? Wäre mal zumindest nicht vollkommen auszuschließen. Fänd ich gut!
8/10 (Kinder 8 und 8)


Schweiz: Luca Hänni - She Got Me

Die Schweiz schickt einen Superstar! Einen Gewinner von Deutschland sucht den Superstar, that is. Und der singt sich durch einen Four-Chord-Song, der sich sofort in die Gehörgänge fräst, und tanzt dabei ziemlich dreckig mit sexy angezogenen Damen. Meine Kinder sind hin und weg, ich bin noch verhalten, aber möglicherweise bin ich auch schon zu alt dafür. Anyway: Die Zeile "Dirty Dancing" ist mal mindestens kein Nachteil, und wenn sie das SO auf die Bühne bringen ... huiuiui. Hier wird alles von der Inszenierung und der stimmtlichen Leistung abhängen, aber der Beitrag bietet unglaublich viel Potenzial.

Chancen aufs Finale? Jepp. Wenn nicht sogar mehr.
Zürich 2020? Das wird, wie gesagt, entscheidend von der Inszenierung abhängen. Ich glaube, das hat mehr Potenzial als "Fuego"!
7/10 (Kinder 9 und 9 - da sieht man schon, wo dann dermaleinst die Punkte herkommen!)

Eurovision 2019, die fünfte

Weiter geht's mit dem zweiten Semi:

Armenien: Srbuk - Walking Out

Für ein paar glorreiche Sekunden am Anfang dachte ich, dass das hier besser wird als alles, was wir im ersten Semi gesehen haben. Aber sobald die Sängerin anfängt zu singen und der Beat einsetzt, sind wir wieder zurück bei Normal Null. Die Sängerin mit den lustigen Zöpfchen wird dann während der gesamten drei Minuten in komischen Typen im Anzug herumgeschubst, die leider (?) das Hemd unter ihren Anzügen vergessen haben. Nicht schön anzugucken. Soll das so auch in Tel Aviv auf die Bühne gebracht werden? Am Schluss bettet sich die Dame, nachdem sie endlich out gewalkt ist, noch auf Rosen. Bisschen übertrieben, oder? Das Rosenbett wird es vermutlich im Semi auch nicht geben. Ich toleriere es, aber ich brauch es nicht. Also das Lied. Nicht das Rosenbett.

Chancen aufs Finale? Armenien kommt normalerweise weiter, und es ist nicht gut genug, um rauszufliegen (siehe Vorjahr)
Eriwan 2020? Nein.
5/10 (Kinder 6 und 6)


Dänemark: Leonora - Love Is Forever

Da schau mal einer guck. Leonora trägt die Hosenträger von Simon Matthews auf. Das nenn ich mal gelungenes Recycling. Das ist mal ein hübsches fluffiges Liedchen aus Dänemark, und es passt auch gut zu Leonora. Stimmlich ist sie sicherlich nicht die Stärkste, macht das aber durch ihren Charme wieder wett. Die hübsche Inszenierung mit dem großen Stuhl und den beiden Tänzern, pardon, Sitzern tut ein übriges. Und natürlich die Viersprachigkeit! Zum ersten Mal seit 2012 wieder DEUTSCH beim Contest!

Chancen aufs Finale? Cosi-cosi. Wenn es rausfliegt, taucht es aber hinterher in sämtlichen "Das-hätte-ins-Finale-gemusst"-Listen auf.
Kopenhagen 2020? Nein.
7/10 (Kinder 6 und 7)


Irland: Sarah McTernan - 22

Um 21:07 haben wir mit diesem Beitrag angefangen. Um gefühlt 22:07 waren wir fertig mit Gucken, obwohl es doch erst 21:10 war. Drei Minuten können so unendlich lang sein. Die Sängerin ist hübsch und hat auch eine starke Stimme, aber das ist auch schon das Netteste, was man über dieses belanglose Gedudel sagen kann. Und was hat sie immer mit der 22? Ist sie selber 22? Ihr Ex-Lover (denn um den geht es)? Oder hat sie 22 Ex-Lover? 22 Leichen im Keller? 22²² gefühlte Minuten, die der Song dauert? 22 Punkte im Semi? Ach, mer waaß es net, mer vermuts nur...

Chancen aufs Finale? Wenn es nur irgendeine Form von Gerechtigkeit gibt, fliegt das achtkantig raus!
Dublin 2020? No, no, never!
4/10 (Kinder 3 und 3)


Lettland: Carousel - That Night

Die Letten schicken zur Abwechslung mal echte Musiker. Mit einem ziemlich minimalistischen jazzig angehauchten Song, der mich sofort abholt. Hier wird auf jeden überflüssigen Schnickschnack verzichtet, ich hoffe, das machen sie in Tel Aviv auch. Die Blase wird diese Art Musik natürlich nicht goutieren, tun meine Kinder auch nicht, aber: Ich mags! Und nur darauf kommts an! Bis jetzt für mich klar das beste.

Chancen aufs Finale? Sie werden es leider sehr, sehr schwer haben. Und das ist eine Schande!
Riga 2020? Leider nicht, nein.
8/10 mit Tendenz zur 9 (Kinder 7 und 6)


Moldawien: Anna Odobescu - Stay

Ein größerer Kontrast zu den Letten ist kaum denkbar. Anna hat sich mit dem Spachtel schminken lassen, einen sehr seltsam geschnittenen Glitzerfummel an und vokalakrobatisiert sich durch ein sperriges "Lied", das vermutlich beim Hörtest 20 Versuche brauchen würde, bis es in die Ohren geht. Nä, Moldova, dat is nix. Brauch ich nicht, will ich nicht, nächster.

Chancen aufs Finale? Siehe Irland.
Chisinau 2020? Siehe Irland.
3/10 (Kinder 5 und 4)

Dienstag, 19. März 2019

Eurovision 2019, die vierte

Griechenland - Katerine Duska: Better Love

Liebe Griechen, nehmt Euch an den Georgiern mal ein Beispiel. Da seid Ihr nun letztes Jahr mit dem grandiosen "Oneiro mou" im Semi rausgeflogen (wir verdrücken hier gerade ein Tränchen in der Erinnerung), und prompt kommt Ihr wieder mit Allerweltsgedudel um die Ecke. Dazu singt die gute Katerine, als ob sie eine heiße Kartoffel oder sonst was Sperriges in der Kehle stecken hätte. Soll das echt so? Ich nenn das Knödeln. I am very unterwältigt und hätte aus Griechenland gern mal wieder ein bisschen landestypischere Klänge! Oder habt Ihr das verlernt?

Chancen aufs Finale? Ach je. Mit Zypern in diesem Semi und der allgemein schwachen Gemengelage... vermutlich schon.
Athen 2020? Ochi.
3/10 (Kinder: 2 und 3)


Island - Hatari : Hatrið mun sigra

Ich hab gerade "Toy"-Vibes, gekreuzt mit "Minn hinsti dans". Das Ding dürfte der polarisierendste Beitrag in diesem Jahr sein, entweder man liebt es oder man hasst es. Wir finden ihn allesamt scheußlich, aber er wird in Tel Aviv dennoch abräumen. Die Grundsatzidee, seine Verzweiflung über den immer weiter um sich greifenden Hass in der Welt auf diese Art rauszuschreien, ist schon toll. Aber der Song ist trotzdem von allen (!) isländischen Beiträgen bisher derjenige, der mir am allerwenigsten gefällt.

Chancen aufs Finale? Ganz sicher durch ...
Reykjavik 2020? ... und wird wohl auch um den Sieg mitspielen.
1/10 (Kinder: 0 und 2)


Portugal - Conan Osíris : Telemóveis

Wahrscheinlich wäre dieser Beitrag bei mir viel höher gelandet, wenn ich ihn nur gehört und nicht gesehen hätte. Die optische Umsetzung ist mal mindestens verstörend: Ein Mann mit goldenen Becken im Gesicht in Erzengel Gabriels Engelsmantel ohne Flügel, dafür aber mit Struwwelpeter-Fingernägeln in Gold wimmert sich durch ein hübsch-verspieltes, asiatisch angehauchtes Klanggewaber, allerdings in einer völlig anderen Tonart als der Backgroundtrack. Das goutieren meine Ohren nicht. Dazu kommt ein Tänzer in gleicher, aber geöffneter Gewandung. Ab und an lässt sich der Tänzer mal auf den Boden plumpsen, offensichtlich gehört das so. Man wartet die ganze Zeit darauf, dass Edward mit den Scherenhänden kommt und denen mal endlich die Nägel schneidet. Grundsätzlich find ich ja abgedrehte Sachen spannend, aber so abgedreht dann doch nicht. Die Karaoke-Version von dem Stück will ich aber auf jeden Fall haben, ich glaube, die könnte mir gefallen!

Chancen aufs Finale? Ja, schon.
Lissabon 2020? Nö.
3/10 (Kinder: 1 und 4)


San Marino - Serhat : Say Na Na Na

Serhat ist unter allen Eurovisionistas Kult, und wie man hier sieht, völlig zu Recht. Er croont sich auch bei diesem Versuch durch einen Discoschlager, der sich sofort in den Gehörgang fräst und da drin bleibt. Natürlich nix Weltbewegendes, aber nach den beiden extrem abgedrehten Beiträgen vorher sehr erholsam. Und von wegen, Startreihenfolge matters not! Je später Serhat in diesem Semi dran ist, desto sicherer könnte er das Finale erreichen. Im wesentlich stärkeren ersten Semi 2016 war es ja schon knapp, dieses Mal könnte er es tatsächlich schaffen.

Chancen aufs Finale? Ja. Wird der Schockqualifikant dieses Semis.
Serravalle 2020? Na kommt. Nicht übertreiben.
7/10 (Kinder: 3 und 5)




Gütiger Himmel nee, ist das ein grottiges Semi, vielleicht das schlechteste, das ich jemals erlebt habe. Meine Punkte sprechen ja auch für sich. Bisher war noch nichts dabei, was mich auch nur ansatzweise angesprochen hat. Ein Blick auf die Wettquoten zeigt aber, dass die besseren Sachen wohl noch kommen.



Und jetzt soll ich mir auch noch Qualifikanten aus den Fingern saugen? Nun denn. Man hat ja mindestens drei Richtige:


Island
Portugal
Serbien
Tschechien
Ungarn
Zypern
Australien
Polen
San Marino
Griechenland

Es könnte (und wird vermutlich) aber ganz anders kommen.

Demnächst kommt in diesem Theater dann das zweite Semi.

Eurovision 2019, die dritte

Australien - Kate Miller-Heidke : Zero Gravity

Wer Kate Miller-Heidke bestellt, der weiß, dass es sehr schräg werden kann. Und auch ihre ESC-Beitrag ist da keine Ausnahme. Kate erscheint "überschmückt" (sagen meine Kinder) als heiße Anwärterin auf den Barbara-Dex-Award (sage ich), steht auf einem zwanzig Meter hohen Podest und singt / trällert / kreischt / opernstimmmt sich durch einen Song, auf den ich überhaupt nicht geachtet habe. Der Blick war die ganze Zeit auf die als Blume auf einem Blumenstängel fungierende Tänzerin gerichtet, bei der ich die ganze Zeit Angst hatte, dass sie runterfällt. Immerhin: Das fällt AUF, und stimmlich war das astrein. Vom Song weiß ich allerdings nix mehr.

Chancen aufs Finale? Auffallen ist nie schlecht.
Woauchimmer 2020? Auch wenn die Australier mit Vokalakrobatik schon ziemlich gute Erfahrungen gemacht haben: Nein.
5/10 (Eigentlich Prädikat unbewertbar. Kinder: 4 und 3)


Belgien - Eliot : Wake Up

Ungerade Jahreszahl! Das heißt, die Wallonen sind dran, die bei den letzten drei Malen bekanntlich für sehr ordentliche Platzierungen und gute Eindrücke gesorgt haben. So ganz wird sich diese Serie in diesem Jahr nicht fortsetzen. Aber "Wake up" gefällt uns immerhin allen recht gut, wenn auch keiner vor Begeisterung vom Stuhl gekippt ist. Meineeine hegt überdies leise Bedenken, ob der junge Mann das denn live auch stemmen kann. Fragt mich nicht wieso, aber das ist das erste, das mir durch den Kopf gegangen ist. Vielleicht noch die Nachwehen vom letzten Jahr.

Chancen aufs Finale? Hm. Hm. Hm. So mittelprächtig, würde ich sagen.
Brüssel 2020? Nein.
7/10 (Kinder: 6 und 7,5)


Estland - Victor Crone : Storm

An irgendwen erinnert der mich - halt, ich weiß! Das ist der kleine Bruder von Roman Weidenfeller. Das Lied fängt leise an mit ein bisschen Gitarrengeplodder, steigert sich dann ein bisschen und ist nett anzuhören. Bei Stürmen wie diesen wünscht man sich mehr... mehr.. äh... Wumms. Genau. Der Wumms fehlt mir hier, zumal Roman, pardon, Victor auch stimmlich maximal Oberliga ist. Nicht nur, dass im Video (!) beileibe nicht jeder Ton an seinem Platze saß, auch die Stimmfarbe an sich kommt sehr dünn und gequetscht rüber. Ist ein bisschen was Heiseres drin und auf jeden Fall genau das Gegenteil von Volumen. Immerhin ist er nett anzugucken, aber sorry, liebe Esten: Ihr habt in der Vergangenheit so oft bewiesen, dass Ihr das viel, viel besser könnt!

Chancen aufs Finale? Wenige.
Tallinn 2020? Nein.
6/10 (Kinder: 6,5 und 5)


Georgien - Oto Nemsadze: Sul Tsin Iare

Man muss es den Grusinen hoch anrechnen, dass sie nach dem letzten Semiplatz des großartigen Vorjahresbeitrag ihrem Ruf als Wundertüte des Kaukasus weiterhin gerecht werden und auch dieses Jahr wieder in Landessprache antreten. Und auch musikalisch bietet der Beitrag so einiges, man weiß nie, was als nächstes kommt. Dadurch geht dem Ganzen aber leider jedwede Struktur verloren und es ist sehr schwer, den drei Minuten zu folgen. Ich würde es so gern würdigen und weiß den Ansatz auch sehr zu schätzen, allein, die Umsetzung ist nicht meins. Echt schade.

Chancen aufs Finale? Ich fürchte, die Grusinen müssen das dritte Jahr in Folge nach dem Semi heimfahren.
Tbilisi 2020? Keine Whatsoever
5/10 (aber keine Durchschnittsfünf, sondern eine Total-hin-und-hergerissen-Fünf. Kinder: 5 und 5)

Samstag, 16. März 2019

Eurovision 2019, die zweite

Tschechien - Lake Malawi : Friend of a Friend

Da schau her: Dann war das ja doch keine Eintagsfliege letztes Jahr. Die Tschechen haben anscheinend so langsam den Bogen raus, wie Eurovision geht. Hier haben wir auf jeden Fall mal fluffigen Clubsound, sehr nett anzuhören, schlechtes Englisch - und akuten Schnuckelalarm! Aber warum heißt der Act Lake Malawi? Ist das sein Name? Sind da noch andere dabei? Ach, das verwirrt ...

Chancen aufs Finale? Jepp, definitiv. Wird aber das Vorjahresergebnis nicht ganz egalisieren oder gar übertreffen können.
Prag 2020? Nee, glaub ich eher nicht.
6/10 (Kinder: 5 und 6)


Ungarn - Joci Pápai : Az én apám

Joci is back! Und sein Beitrag in diesem Jahr folgt einer ähnlichen Rezeptur wie vor zwei Jahren, wenn auch minimal gefälliger als seinerzeit. Mit Ethno-Gedudel unterlegter Klagegesang, relativ anstrengend anzuhören. Der blöde Man Bun ist auch noch dran. Wann ist diese Mode denn endlich rum? I am sorry: Meins ist es nicht.

Chancen aufs Finale? Da man nur FÜR einen Beitrag anrufen kann, ja.
Budapest 2020? Nein.
4/10 (Kinder: 3 und 4)


Weißrussland - ZENA : Like It

Auch die Weißrussen bringen in diesem Jahr nix Neues. So ähnliche Beiträge hatten sie schon öfter, und das Rad werden sie hiermit mit Sicherheit nicht neu erfinden. Immerhin: Zena kann wirklich gut singen, hat ein paar lustige Tanzmoves drauf und ihr Englisch ist verständlicher als bei so ziemlich jedem anderen weißrussischen Beitrag bisher. Und das ist doch auch was.

Chancen aufs Finale? Joo, schon. Vielleicht. Möglicherweise.
Minsk 2020? Nö. Dafür ist es zu beliebig.
5/10 (Kinder: 5 und 7)


Zypern - Tamta: Replay

"'Cause I'm way up and I ain't comin' down, keep taking me higher, ah yeah ah yeah ah yeah, yeah ah yeah ah yeah..." Ups, sorry, falsches Lied. Aber ich finde, diesesn Fauxpas kann man mir schon nachsehen, hat "Replay" doch mehr als nur marginale Ähnlichkeit mit "Fuego", allerdings ohne die vorne zitierte Hook. Auch Tamta setzt in ihrem Video vor allem auf ihre körperlichen Reize. Ob sie live dann auch so die Bühne regieren wird wie letztes Jahr Eleni, müssen wir sehen. Hier hängt alles von der Performance ab.

Chancen aufs Finale? Vermutlich schon.
Nicosia 2020? Eher nicht. Wenn es das Original schon nicht geschafft hat, schafft es der Abklatsch auch nicht.
3/10 (Kinder: 7 und 6)

Eurovision 2019, die erste

Finnland - Darude feat. Sebastian Rejman : Look Away

Letztes Jahr begannen wir unsere Sichtung mit dem grandiosfantastischsupertollen Eugent Bushpepa, und siehe da, es wurde ein guter Jahrgang. Das verspricht nicht allzu viel Gutes für den aktuellen Jahrgang. Denn die Finnen schicken ein strunzlangweiliges Versatzstück, das ich beim Schreiben dieser Zeilen schon wieder vergessen habe. Die Kinder fanden, dass es sich sehr in die Länge zieht. Der Bub mag nett anzusehen sein, und insbesondere der Effekt mit der grünen Frau war hübsch. Dafür war in den Strophen praktisch kein Stimmvolumen da. Nä, nä, nä, dat is nix Besonderes. Ach Finnland. Was machen Lordi, Hanna Pakarinen und Teräsbetoni eigentlich im Moment?

Chancen aufs Finale? Kommt drauf an, wie der Rest ist. Ich denke, eher nicht.
Helsinki 2020? Noi.
5/10 (Kinder: 3 und 4)


Montenegro - D mol : Heaven

Das ist auf jeden Fall schon mal viel, viel besser als Finnland. Ein hübsch ethnisch angehauchter Beitrag, leider nicht in montenegrinisch, sondern in schlechtem Englisch gesungen. Ich hoffe, sie überlegen sich das noch. Obwohl die Truppe d mol heißt, ist das Ganze D-Dur, wenn mich meine Ohren nicht täuschen. Wunderschönes Video, hübsche junge Menschen. Hübsches Lied. Hübsch. Uns gefällts!

Chancen aufs Finale? Ja, ich denke schon.
Podgorica 2020? Das dann doch nicht.
7/10 (auf montenegrinisch wärs bei mir eine 8 gewesen.) (Kinder: 7 und 6)


Polen - Tulia : Fire of Love (Pali się)

Eins muss man sagen: Mangelnden Mut kann man den Polen auf keinen Fall vorwerfen. Wir haben hier vier kreischende Klageweiber (oder vielleicht auch einfach nur Kreischweiber), die in ihrer Gewandung ein wenig an die Butterfassweiber von vor fünf Jahren erinnern, allerdings ohne die Dekolletes. Dafür kreischen sie wie weiland Son de Sol, aber das hatte seinerzeit erheblich mehr Unterhaltungswert. Es wird die Leute strikt in Lover und Hater spalten. Hier sitzen drei Nicht-Goutierer. Wir waren alle froh, als es rum war.

Chancen aufs Finale? Es sticht raus. Das ist nie von Nachteil.
Warschau 2020? Gott bewahre.
2/10 (Kinder: 2 und 3)


Serbien - Nevena Božović: Kruna

Nevena ist meines Wissens die erste Person in der Eurovisionsgeschichte, die die Chance hat, ihren Sieg beim Barbara Dex Award zu wiederholen. Strengt Euch an, andorranische, pardon, serbische Schneider! Ansonsten allerdings war alles an diesem Beitrag ziemlich gut: Eine leise anfangende, in Landessprache gesungene Ballade (jedenfalls fast komplett), die sich im Laufe des Stücks immer mehr steigert und uns sofort abgeholt hat. Nevena kann das auch stimmlich stemmen. Es sieht so aus, als sei Serbien wieder auf dem Weg zu alter Größe. Good Luck!

Chancen aufs Finale? Fänden wir schon sehr gemein wenn nicht!
Belgrad 2020? Nein.
8/10 (Kinder: 8 und 6)


Slowenien - Zala Kralj & Gašper Šantl : Sebi

Drumcomputer programmiert, ein bisschen Orgelgewaber im Hintergrund, fertig ist das Lied. Die beiden blutjungen Interpreten sind zwar bestimmt entzückend, aber Zala singt das ganze dermaßen leidenschaftslos und blutleer, dass man Mühe hat, beim Zugucken und Zuhören nicht einzuschlafen. Ja, ich weiß, das soll bestimmt so, ödet mich aber trotzdem an. Zwischendrin hält sie mit Gašper mal ein bisschen Händchen, während er lustlos auf einem vor beiden stehenden Elektronikgerät rumhackt. Und das Lied kommt. Einfach. Nicht. Aus. Dem. Quark. Freunde, Ihr habt keinen Bock hierdrauf? Ich auch nicht.

Chancen aufs Finale? Wenn nicht noch was passiert, nein. In dieser Form können sie froh sein, wenn sie nicht Letzter werden.
Ljubljana 2020? Ach, was hamwer gelacht.
2/10 (Kinder: 2 und 3)

Schon wieder ein Jahr rum?

Schon wieder ein Jahr rum! Meine Güte, Time flies when you're having fun!

Es ist also mal wieder Zeit für den aktuellen Eurovisionsjahrgang. Mitten in der Fastenzeit. Na gut, wenns schön macht. Meine Kinder und ich haben uns heute Abend die erste Hälfte des ersten Semis gegeben, und was wir davon so halten, erfahrt Ihr heute hier in diesem Theater!

Die zweite Hälfte sowie das zweite Semi und die fixen Finalisten werden in den nächsten Tagen folgen. Man wird ja langsam alt und ist nicht mehr so widerstandsfähig. Und, so viel kann ich schon mal sagen: Die erste Hälfte des ersten Semis war sehr, sehr ... mäßig.

Aber lest selbst.

Samstag, 23. Februar 2019

Die Königinnen von Scheißegalien

oder One Minute in the stars, next minute lying on your face.

Man hätte es wissen können: Manche Eurovisionsgesetze ändern sich einfach nie. Startnummer 2 gewinnt genauso wenig wie Startnummer 16. Die Ukraine macht aus Sch**** immer Gold. San Marino wird niemals die Final-Top-20 knacken. Armenien bekommt aus Aserbaidschan keine Punkte.

Und in Deutschland gewinnt die Wildcard.

Nun gut, es war nur eine halbe Wildcard, aber es scheint kein Weg dran vorbei zu gehen: Wenn es irgendwas gibt, was entfernt nach Wildcard aussieht, dann gewinnt das. Selbst wenn manchmal der wirkliche Gewinner erst seinen Platz räumen muss wie vor vier Jahren.

Dabei hatte alles so schön angefangen. Meine Kinder und ich haben uns seit Wochen auf einen schönen Mädelsabend gefreut. Die Vorberichterstattung klang recht vielversprechend. Es gab drei bis vier Songs, die man sich in Tel Aviv richtig gut vorstellen mochte, da musste es doch möglich sein, eine gute Wahl zu treffen.

Denkste.

Aber der Reihe nach. Die von mir sehr verehrte Babsi nach einem Jahr Pause wieder als Moderatorin an Bord. Linda Zervakis hat das Ganze vor einem Jahr offensichtlich so viel Spaß gemacht, dass sie es dieses Jahr nochmal machen wollte. Die Damen machten das dann auch sehr solide, wobei das größte Faszinosum eindeutig die "Kunschd" an Babsis linkem Oberarm war (nich anpacken!). Man wusste, was man bekommt, und genau das hat man bekommen. Linda hätte ich jetzt nicht zwingend gebraucht, aber sie störte mich auch nicht und lieferte immerhin den Sidekick für ein paar nette Schöneberger-Pointen. Anders war das mit den beiden Herren in der Runde. Dass ich weder Urban- noch Schultefreundin bin, dürfte jeder Leser dieses Blogs irgendwann mal mitbekommen haben. Was DAS sollte, weiß ich nicht, wobei mich der Michel in der Kommentatorenkabine wesentlich weniger genervt hat als der Urban.

Apropos Michel: Nach dem Vorjahresergebnis war das wohl unvermeidlich. Da ist mir erstmal aufgefallen, dass wir unsere Loserinnen der letzten Jahre nie im Folgejahr in die Show eingeladen haben. Eigentlich schon schäbig. Haste Erfolg, darfste kommen. Biste der Loser, wirste abgeschossen. Immerhin, Schultes neuen Song fand ich um einiges besser als seinen ESC-Beitrag.

Das Pausenprogramm mit Revolverheld, Udo Lindenberg (der sich das unsägliche Lou-Reed-Cover besser gespart hätte) und Andreas Bourani war arg in die Länge gezogen, da hätte es auch weniger getan. Als die Beiträge um kurz vor halb zehn alle durch waren, habe ich mich gefragt, womit man eigentlich den Rest des Abends füllen will. War die Auszählung / Entscheidung wirklich so umständlich, dass man das nicht ein bisschen hätte kürzen können?

Toll dagegen der Auftritt von Lovely Lena. Von ihr hätte ich tatsächlich gern noch mehr gehört, Das fand wohl auch das (sowieso großartige) Publikum, das sie frenetisch feierte.

Ob es diese Dreiteilung im Abstimmungsverfahren braucht, sei mal dahingestellt. Es hätte letztlich an der Ticketvergabe nichts geändert. Die Einbindung der 20 Experten finde ich trotzdem gut, so kommt man endlich mal aus diesem Im-eigenen-Saft-schmoren raus. Die Meinung der 100 Eurovisionsbegeisterten waren insofern interessant, als sie ganz anders war als die Publikumsmeinung. Aber warum um alles in der Welt hat man ausgerechnet William Lee Adams als eine der beiden Spokespersons auserkoren? Nach der Sache in Rumänien letztes Wochenende war das mindestens mal mutig. Man hätte ihn einfach im Hintergrund lassen und jemand anderen als Sprecher wählen können. Nun gut.

Kommen wir zu den Beiträgen.

1. Gregor Hägele - Let me go

Im Vorfeld hatte ich ja schon ein bisschen Bedenken. Wenn es von jemandem heißt, dass er auf der Bühne lieber Wohnzimmeratmosphäre hat, dann kommen Erinnerungen an einen gewissen Vorfall 2015 hoch. Aber das hatte sich schnell erledigt, es war schnell klar, dass Gregor keine Chance haben wird. Sein Lied war schön, mutete etwas schulte-esk an, aber Gregor hat bei seiner Verabredung mit den Tönen leider nicht allzu viele getroffen. Das war zu wenig. Eine schöne Sache gab es dennoch: In der (wie auch alle anderen viel zu langen) Postkarte war der Chinesische Garten in Stuttgart zu sehen. Falls Ihr mal hier seid: Geht hin! Es ist wunderschön dort und kostet obendrein keinen Eintritt!


2. Aly Ryan - Wear your love

Ja, doch. Attraktive und kompetente Sängerin, Kostümwechsel in der ersten Minute, der doch recht deutlich von Zypern 2018 inspirierte Song ist zwar nicht zwingend my Cup of Tea, wäre aber keine schlechte Wahl gewesen. Meine Kinder fühlten sich etwas an Iveta Mukuchyan erinnert, wobei Aly an deren Bühnenpräsenz nicht ganz rankommt. Alles in allem eigentlich keine schlechte Sache, wäre da nicht die völlig übertriebene Lightshow gewesen, die vermutlich als der letzte Schrei rüberkommen sollte, zumindest mich aber einfach nur abgelenkt und irgendwann auch genervt hat. So hässlich ist Aly doch nun wirklich nicht, dass man ständig ihr Gesicht verdunkeln muss. Das hat dem Beitrag wohl leider alle Chancen geraubt. Vielen Dank auch, Lichttechnik.


3. Makeda - The day I loved you most

(Ich will die ganze Zeit Miriam Makeba schreiben). Wie man es besser macht, konnte man eine Startnummer dahinter bewundern. Makeda hat jede Menge Bühnenerfahrung, and it showed. Dazu kann diese Frau richtig, richtig gut singen. Sehr reduzierte Inszenierung mit voller Konzentration auf Makeda, ganz in Gold. Sie holte aus ihrer sehr, sehr klassischen Ballade alles raus, was rauszuholen war.


4. BB Thomaz - Demons

Wer hat denn diese Startreihenfolge ausgeklöppelt? Ausgerechnet die beiden sich optisch am ähnlichsten sehenden Damen hintereinander starten zu lassen war aber nicht nett. BB Thomaz wurde dann auch von Makeda vor ihr und vor allem von Lilly hinter ihr pulverisiert. Von ihrem Auftritt ist mir kaum noch was in Erinnerung außer den beiden "Dämonen". Mit Treppen hat Schland ja schon mal eine sehr böse Erfahrung gemacht, und da war der Song bedeutend besser.


5. Lilly among Clouds - Surprise

Alle, die mit mir zusammen geschaut haben, waren sich einig: Das muss nach Tel Aviv. Tolle Frau, tolle Stimme außergewöhnlicher Song, gewagte Performance. Das stach so dermaßen aus dem restlichen Feld raus, dass wir uns sicher waren: Das fährt nach Tel Aviv. Meine Freunde fragten mich, ob ich glaube, dass das in Tel Aviv gewinnen kann. Das nicht zwingend, aber ein Achtungserfolg wäre dringewesen, und im Zweifelsfall sollte mein Land lieber mit Grandezza untergehen als mit Langeweile. Leider war der Song wohl zu ungewöhnlich für den schnöden Pöbel, auch waren die Ausschnitte in den Schnelldurchläufen nicht optimal. Ewig schade drum.


6. Linus Bruhn - Our City

Sehr gefällig. Linus ist ein Hübscher und der Song war durchaus okay. Klang ein bisschen wie direkt aus Schweden importiert. Damit hätten wir uns sicher nicht blamiert und auch keinen letzten Platz eingefahren. Als er von den Experten die ersten beiden 12er bekam, dachte ich bei mir "Na gut, von mir aus, wenn's denn muss". Tja. Wäre das entschieden kleinere Übel gewesen.

7. S!sters - Sister

Boah, ich war mir so sicher gewesen! So sicher, dass das Letzter wird - oder zumindest vor Gregor Hägele Vorletzter! Die Klamotten: Grausam. Der Song: Plastik, das vorher schon zusammengeschustert wurde, bevor klar war, wer den singt. Die kurz vorher zusammengecasteten Sängerinnen: Hysterische Castinghühner, nicht mal sympathisch. Alle anderen Beiträge waren wie aus einem Guss, dieser hier nicht. Die Drehscheibe war ganz nett, aber das wars auch. Dass die internationalen Experten das aus Versehen ganz nach vorne setzen, mag noch ein Unfall gewesen sein. Aber, "liebe" deutsche Fernsehzuschauer: WAS? SOLLTE? DAS?

Oh Mann. Das muss man erstmal hinkriegen. Lilly wärs gewesen. Von mir aus auch Makeda, Aly (mit anderer Lightshow) oder zur Not auch Linus. Aber dieses beliebige Liedchen?

Nun gut, es ist wie es ist. Den letztjährigen deutschen Beitrag hab ich immerhin noch leidenschaftlich gehasst. Dieser hier ist mir einfach nur - scheißegal. HMPF.

Dann hoffe ich mal, dass irgendeins der anderen Länder was hat, das mich begeistert. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Anyway, ich wünsche Euch allen eine pläsierliche Saison!

Sonntag, 13. Mai 2018

Oh what a night!

Na? Lebt Ihr alle noch? Das war ja gestern mal ein Hammerabend mit allem Zick und Zack, war es nicht? Da war ja nun wirklich alles dabei: tolle Auftritte, weniger tolle Auftritte, emotionale Momente, angespannte Momente und dann dieser Voting-Krimi!

Ich werde das in den nächsten Tagen noch alles im einzelnen auseinandernehmen, aber als wichtigstes: Herzlichen Glückwunsch, liebe Netta! Du bist eine unglaublich würdige Siegerin!

Und Österreich Dritter? Was für eine wunderbare Überraschung! Deutschland Vierter? Schau an, der NDR kann es doch (auch wenn meine Meinung in diesem Jahr bekanntlich nicht der vorherrschenden entspricht)!

Nun denn, ich hoffe, Ihr habt alle schön gefeiert bzw. feiert noch, demnächst dann mehr in diesem Theater!

Freitag, 11. Mai 2018

Finalstartnummernanalyse und derzeitiger Wettquotenstand

Jetzt hab ich tatsächlich noch Zeit für eine kleine Analyse der Startnummern. Dazu bekommt Ihr auch den aktuellen Stand (11.5.2018, 15:05 Uhr) bei den Wettquoten. Daraus könnt Ihr dann ableiten, wer wie abschneidet. Oder auch nicht.

Alle Wettquotenplatzierungen von https://eurovisionworld.com/odds/eurovision. Angegeben ist jeweils die Wette, dass der jeweilige Beitrag gewinnt. Das heißt, bei einem Beitrag, der hier mit Rang 10 angegeben ist, gibt es 9 andere Beiträge, die größere Gewinnchancen haben. Das heißt aber NICHT, dass der Beitrag Zehnter wird. Man kann aber doch schon ein bisschen was draus ableiten.

Let's do this, wie die Wiwibloggers sagen würden, HonEY!

01. Ukraine
In diesem Feld wohl der ideale Opener und auch einer von den beiden (der andere wäre Slowenien gewesen), den ich als Opener gesehen habe. Steht bei den Bookies derzeit auf Rang 21, wird aber vermutlich besser abschneiden.

02. Spanien
Hat Björkman Zoff mit den Spaniern? Anders ist die Vergabe dieser Startnummer nicht zu erklären. Natürlich sind sie infolgedessen abgestürzt bis (zunächst mal) auf Rang 20. Gemein, sowas. Da hätte man auch die Serben hinplatzieren können, die haben eh keine Chance.

03. Slowenin
Das wär der andere mögliche Opener gewesen. Wollte man aber vermutlich nicht wegen der technischen Panne. Maximaler Gegensatz zu den beiden Beiträgen drumherum, was allen dreien helfen könnte. Die Bookies führen sie (da doch sehr überraschend qualifiziert) auf Rang 25.

04. Litauen
Wie gesagt, die Slowenin direkt davor hilft. Litauen wird am meisten von den dreien von dieser Reihenfolge profitieren, allerdings kommt das insgesamt zu früh. Derzeit Rang 6, allerdings mit fallender Tendenz.

05. Österreich
Das ist nicht gut. Das ist GAR nicht gut. César singt viel besser als alle vor ihm, wird aber, wie ich fürchte, trotzdem von der Litauerin überstrahlt werden. Ich dachte, diese handgeklöppelte Reihenfolge ist vor allem dafür da, dass alle Beiträge optimal in Szene gesetzt werden?! Rang 18, und ich fürchte, darauf wird es auch im Endklassement rauslaufen. Eine Schande, César hätte besseres verdient gehabt.

06. Estland
Auch Estland direkt danach hilft César nicht. Sie muss allerdings am Di unter ferner liefen ins Finale gekommen sein, sonst würde sie später kommen. Derzeit Rang 10.

07. Norwegen
Ach, Alex. Du hättest das zweite Semi sowas von rocken können, allein, Dein Song ist zu schwach. Und dass man Dich auf Nummer 7 gesetzt hat, zeigt mir, dass Christer Dir den zweiten Sieg nicht zutraut. Zeig ihm, dass er Unrecht hat! Auch wenn Platz 8 bei den Bookies mit fallender Tendenz nicht doll ist.

08. Portugal
Das stand ja von Anfang an fest. Norwegen davor tut dem Beitrag nicht gut, die Britin dahinter schon eher. Allein, die Portugiesen müssen sich nichts mehr beweisen, können was riskieren, und da kann es ihnen auch egal sein, dass die Bookies sie auf Rang 22 führen.

09. Großbritannien
Nun ja. Liebe SuRie, da waren sie aber nett zu Dir. Eigentlich wärst Du die klassische Kandidatin für Startplatz 2 gewesen, aber irgendwie wollten sie Euch wohl nicht zu sehr verärgern. Nützt Dir trotzdem nichts, wenn Du den von den Bookies prognostizierten 23. Rang erreichst, bist Du schon gut bedient.

10. Serbien
Warum man die Serben auf Platz 10 gesetzt hat, kann ich mir nicht so wirklich erklären. Die hätte man IRGENDWOHIN setzen können. Die Bookies sehen sie ganz hinten auf Platz 26. Wird so nicht kommen, aber die 2 am Anfang (mit was dahinter, wohlgemerkt) können sie schon einplanen.

11. Deutschland
Und sofort gings los: Die Startnummer von Conchita! Von Salvador! KREISCH! Blärgh. Gute Nummer für den Schultemichel, wahrscheinlich hat Christer die Germanen in den letzten Jahren genug geärgert und muss nun gut Wetter machen. Die Bookies goutieren es jedenfalls schon mal (Platz 5)

12. Albanien
Die Rolle des Puffers zwischen zwei Favoriten hat dieses Mal Albanien übernommen. Mal sehen, ob er sich daraus befreien kann. Die Bookies glauben es nicht, er sitzt dort auf Platz 24, wird aber besser abschneiden.

13. Frankreich
Später Startplatz, wem später Startplatz gebührt. DAS war nun das MINDESTE, was sie für diesen tollen Song tun konnten. Liegt derzeit auf Platz 4 der Wetten.

14. Tschechien
Zehn (!) Plätze dahinter findet sich der einstige Top-Anwärter aus Tschechien wieder. Die Startnummer als Eröffner der zweiten Hälfte ist maximal schlecht, es muss wohl im Semi wirklich nicht gut ausgesehen haben. Mikolas kann es insofern egal sein, als er auf jeden Fall das beste tschechische Ergebnis einfahren wird.

15. Dänemark
Nach dem Auftritt gestern Abend ist Dänemark nur mehr zum Zählkandidaten mutiert. Wird vermutlich trotz allem von Tschechien überstrahlt werden und kann froh sein, wenn es der 15. Platz wird (dort stehen sie derzeit bei den Bookies).

16. Australien
Auch die supersympathische Jessica Mauboy ist leider zur Zählkandidatin geworden. Mit der 16 ist klar, dass sie nicht gewinnen wird, die hat genau wie die 2 nämlich noch nie gewonnen, wenn sie auch weniger geschmäht wird. Und das (also das nicht gewinnen) wird dank der nachfolgenden Startnummer auch so bleiben. Platz 12 bei den Bookies.

17. Finnland
Saara Aalto liegt derzeit auf Platz 13 bei den Bookies. Dadurch, dass bei der Australierin jedwedes Beiwerk fehlt (obwohl es eigentlich notwendig wäre), wird ihr Beitrag nur umso heller leuchten. Wird wohl doch kein Totalabsturz für die Finnen.

18. Bulgarien
Um sich von Finnland vorher und Moldawien wirklich, wirklich abzuheben, fehlt den Bulgaren in diesem Jahr leider etwas die Klasse. Die Bookies sehen sie auf Platz 11, und ich glaube, zumindest die Serie, dass die Bulgaren bei Finaleinzug immer in der Top 5 landen, reißt dieses Jahr. Aber dieses Jahr hat es schon so viele Serien geschrägt, da kommts auf eine mehr auch nicht mehr an.

19. Moldawien
Hier bin ich völlig ratlos: Mich hat der Auftritt gestern völlig mitgerissen, ich bin eigentlich fest davon ausgegangen, dass sie das Semi gewonnen haben. Und trotzdem noch während des Auftritts der freie Fall bei den Bookies bis auf Rang 17. Muss ich nicht verstehen, oder? Und wird morgen auch anders kommen, weil es alles um sich rum überstrahlt!

20. Schweden
Wie immer mittendrin statt nur dabei. Wird sich dank dieser Startnummer wieder vorne platzieren, allerdings nicht ganz weit vorne. Die Bookies sehen sie auf der 7, allerdings könnte es auch wieder Top 5 werden.

21. Ungarn
Die Reihung Schweden - Ungarn - Israel muss ich nicht so wirklich verstehen, oder? Aber bei den Ungarn ist es eigentlich sowieso egal, wer vorher und wer nachher kommt. Dieser Beitrag ist einzigartig. Mal sehen, von wievielen er goutiert wird. Bei den Bookies liegt er auf Platz 16.

22. Israel
Netta liegt immer noch auf Rang 2, ob die Radautüten vor ihr ihr helfen, wird man sehen. Erst fragte ich mich, was das soll, inzwischen seh ich es aber positiv. Gegen jeden anderen hätte ihr Beitrag zu chaotisch gewirkt, aber nach den Ungarn wird es auf alle erholsam wirken, die mit Metall nix anfangen können.

23. Niederlande
Helfen werden dabei auch die Leopardenjacke und die unpassenden Tänzer aus den Niederlanden. Waylon kann sich über seinen Startplatz nun wirklich nicht beschweren, reißen wird er im Finale trotzdem nix. Das sehen die Bookies mit Rang 19 genauso.

24. Irland
Könnte mich mal bitte jemand kneifen? Die Bookies haben die Iren bei der Wette auf Sieg derzeit auf Platz 3. Ich möchte das gerade gern mal allen unter die Nase halten, die diesen Song bisher so geschmäht haben (aus Höflichkeitsgründen werde ich jetzt mal nicht mehr dazu sagen). Und das Beste: Nach Ungarn, Israel und den Niederlanden wirkt das vermutlich wie eine Wohltat. Dazu die perfekte Inszenierung... oh Mann :)

25. Zypern
Tja. Seit Dienstag, wo Zypern die Pole Position bei den Bookies übernommen hat, ist man in der Bubble hysterisch. Zu Hülf, ein Trashsong, der die Chose gewinnen könnte! Und sie kann nicht singen! Das konnte Nigar Jamal auch nicht, und die musste noch nicht mal tanzen. Och, soll die Eleni ruhig gewinnen, die Startnummer hilft ja kräftig mit. Ich freu mich schon jetzt auf den Moment, wo Salvador ihr den Preis überreichen muss, und lege schon mal das Popcorn bereit.

26. Italien
Zum Schluss geht es thematisch nochmal richtig zur Sache. Italien hat ja mit der letzten Startnummer ganz gute Erfahrungen gemacht. Besser geht es nicht. Die Bookies haben sie auf Rang 9, und ich würde mich freuen, wenn sie die Top Ten knacken.

Jetzt wünsche ich Euch allen ein tolles Finale - möge Euer Favorit gewinnen!

BREAKING NEWS - Die Finalstartreihenfolge!

01. Ukraine
02. Spain
03. Slovenia
04. Lithuania
05. Austria
06. Estonia
07. Norway
08. Portugal
 — break position
09. United Kingdom
10. Serbia
11. Germany
12. Albania
13. France
14. Czech Republic
15. Denmark 
16. Australia
 — break position
17. Finland
18. Bulgaria
19. Moldova
20. Sweden
21. Hungary
22. Israel
23. The Netherlands
24. Ireland
25. Cyprus
26. Italy

Tempo, kleine Schnecke!

Nun haben wir auch das zweite Semi hinter uns und werden demnächst wissen, wer wo startet und warum. Wen ich es schaffe, kommt morgen noch eine kleine Startnummernannalühse, aber jetzt gibts erstmal eine kleine Blitznachlese.

So kanns gehn. Am Ende des ersten Semis noch in Tränen aufgelöst, jetzt hier sitzend, Raspberry-Lime-Weincocktail (von Gallo, gabs die Woche beim Rewe) saufend und irgendwie alles so scheißegal findend. Warum? Weil es wirklich ein Schneckenrennen war, und nicht nur ich hatte Mühe, im Vorfeld zehn Qualifikanten zusammenzukratzen. Die Gesangsleistungen waren größtenteils unterirdisch, und ich habe während des Semis wirklich getrauert um Armenien, Griechenland, Belgien und die Schweiz, die in diesem Feld allesamt spielend ins Finale gekommen wären.

Immerhin, acht von zehn hab ich richtig. Mit dem neunten war nach der Show zu rechnen, der zehnte hat mich dann tatsächlich überrascht. Schauen wir rein:

Rybak ist natürlich im Finale, aber direkt nach seinem Auftritt begannen die Quoten zu sinken. Er gab alles, er plierte in die Kamera, die Animationen kamen gut, aber sein Song ist halt einfach zu repetitiv. Es schien dann irgendwie doch was zu fehlen für den ganz großen Wurf. Wenn er gewinnen will, muss da noch mehr kommen. Dennoch, welcome to da final! Startet in Hälfte 1.

Die Rumänin hat zwar eine wirklich schöne Stimme, aber es hätte heute Abend entschieden geholfen, wenn sie damit die Töne auch gefunden hätte. Der zweite Immerqualifizierer, den es dieses Jahr geschrägt hat.

Die große Weiterkommüberraschung für mich waren die Serben. Damit hätte ich niemals gerechnet, ich find den Song nicht berauschend, und der Auftritt war bestenfalls solide. Startet in Hälfte 1.

San Marino war genau der Car Crash, den ich befürchtet habe. Vielleicht hätten die Roboter das alleine machen sollen. Na ja, nächstes Mal.

Dänemark war an sich eine Riesenenttäuschung, da hätte ich mir wesentlich mehr Wumms erwartet. Na ja, darf er dann am Samstag besser machen. Startet in Hälfte 2.

Gab es schon jemals einen dermaßen grottigen Auftritt aus Russland? Sie MÜSSEN es doch darauf angelegt haben, dass auch ihre Weiterkommserie endet, anders kann ich mir das nicht erklären.

Moldawien gehörte sicher zum Besten dieses Semis. Das machte von der ersten bis zur letzten Sekunde Spaß und wurde von mir auf den Semisieg getippt. Warum es bei den Bookies nach dem Auftritt fiel wie ein Stein, erschließt sich mir trotzdem nicht. Startet in Hälfte 2.

Nach allem, was ich über die niederländische Inszenierung gelesen habe, hatte ich schon schlimmste Befürchtungen. Bis auf die Leopardenjacke (übrigens die erste in der ESC-Geschichte) war das aber durchaus überzeugend. Die Tänzer am Schluss hätte es nicht gebraucht, aber da war er schon durch. Startet in Hälfte 2.

Warum Jessica Mauboy für diesen grässlichen Fummel extra nochmal nach Australien zurückgeflogen ist, werde ich wohl nie verstehen. Der steht ihr SOWAS von gar nicht. Dafür sang sie mit weitaus mehr Volumen als der Rest ihrer Mitbewerber, völlig zu Recht im Finale. Startet in Hälfte 2.

Die Georgier sangen erwartungsgemäß makellos, und ich hätte sie sehr gern im Finale gesehen. Leider hat es nicht gereicht.

Die Polen sangen genauso schief wie befürchtet. Alle, die im Vorfeld darauf schworen, dass das ins Finale kommt, müssen sich wohl mal die Ohren waschen.

Alle die im Vorfeld darauf schworen, dass Malta ins Finale kommt, müssen sich ebenfalls die Ohren waschen. Da hat die LED-Wand nix genützt. Und Tönetreffen wär auch nicht schlecht gewesen. Warum das vorher so hochgejazzt wurde, erschließt sich mir nicht. Nicht mal den Liveblogs kannman trauen.

Bei Ungarn war das mit dem Tönetreffen eigentlich völlig egal. Die Show hat im wahrsten Sinne ds Wortes Krach gemacht, Spaß gemacht und war außergewöhnlich genug, um ins Finale einzuziehen. Startet in Hälfte 2.

Lettland war von Anfang an auf verlorenem Posten. Laura ist supersuperhübsch, wahrscheinlich die schönste Frau im gesamten Wettbewerb. Aber das wars auch schon. Der Song ist langweilig, ich wünschte mir beim Zuschauen den einen oder anderen Tänzer, und die Tontrefferquote ging immer weiter nach unten...

Schweden did as Schweden did always. Ich hätte gern mehr von Benjamins Gesicht gesehen, er ist mit Abstand das Beste an der ganzen Sache. Startet in Hälfte 2.

Dem Montenegriner haben sie tatsächlich den Plastikfolienanzug angezogen. Das alleine reichte aber nicht. War okay, aber nicht gut genug.

Richtig, richtig gut dagegen waren die Slowenen. Klar der Auftritt des Abends, und diese dösige Panne hätte es gar nicht gebraucht. Dennoch - alles riskiert und alles gewonnen. Hat eben die PK gerockt und startet in Hälfte 1.

Zum Abschluss die Ukraine. Hochprofessionell wie immer, gut gesungen, der Song ist ein Grower. Oder, anders gesagt: Leider gut. Startet in Hälfte 1.

Übrigens: Der Semi-Fluch, dass nur maximal die Hälfte der Weiterkommer aus der ersten Hälfte kommt, wurde endlich mit Karacho vor die Wand gefahren. Aus beiden Semis kamen sechs aus Hälfte 1, das ist höggschd erfreulich!

Nun gucken wir mal, was Christer und Konsorten daraus für eine Startreihenfolge zusammenklöppeln.

Euch allen ein feines Finale! May da best one win!

Donnerstag, 10. Mai 2018

Semi 2 - wer kommt ins Finale?

So, nachdem wir nun das Blutbadsemi mit glücklichem und beglückendem Ausgang hinter uns gebracht haben, wird es Zeit für das Schneckenrennen.

Wenn man so auf das Line-Up des zweiten Semis guckt, ist man ja irgendwie schon ziemlich traurig für Armenien und die Schweiz, die in diesem Feld beide locker ins Finale gekommen wären (und für Belgien und Griechenland übrigens auch!). Aber hätte, hätte, Fahrradkette, Läbbe isch koi Ponyhof, und was es sonst noch an dösigen Sprüchen zum Thema gibt.

Gehen wir es an.

Norwegen kommt natürlich nicht nur ins Finale, sondern ist auch der Beitrag, der in diesem Semi geschlagen werden muss. Natürlich ist "That's how you write a song" kein "Fairytale", aber Rybak ist immer noch Rybak, und er weiß GANZ GENAU, was er da tut. Wenn ich am Samstag die Wahl zwischen ihm und Eleni habe, weiß ich aber, wen ich da nehme!

Schaufensterpuppen und schiefer Gesang. Das hatten wir doch vor elf Jahren schon mal. Und auch für die Rumänen heißt es am Samstag: "Wir müssen draußen bleiben."

Die Startnummer 3 ist bekanntlich der Semi-Todesslot (zumindest sollte das jetzt allen Lesern dieses Blogs bekannt sein!), und auch für die Serben gibt es hier keinen Blumentopf.

San Marino, oder, wie es neuerdings heißt, San Roboto, wäre ein Schock-Qualifikant, der sogar noch Martin Vucic weit in den Schatten stellen würde. Wäre. Ist aber nicht.

Klar ist die Sache bei Dänemark. Er kommt durch, ohne Wenn und Aber.

Russland. Puh. Ich wünsche mir SO SEHR den Rausschmiss: Schlechter Gesang, schlechter Song, schlechte Inszenierung. Ich bin nur nicht sicher, ob das den Russen nicht in die Hände spielt. Ist aber egal, denn es fliegt raus, denn es wird pulverisiert werden von...

Moldawien. Die einzigen, die Rybak den Sieg in diesem Semi streitig machen können.

Die Niederlande waren für mich eigentlich eine sichere Bank, bis ich die Klamotten und das Staging gesehen habe. Dennoch, in diesem Schneckenrennen sollte es für Waylon reichen.

Gleiches gilt für die sich seit einigen Tagen im freien Fall befindliche Australierin. Man weiß einfach nicht, für wen man sonst anrufen soll.

Nach zweimal schlechtem Staging, einmal schlechtem Gesang und einer kribbelbunten Inszenierung dürfte der makellose Gesang der Georgier wie eine Wohltat wirken und die Ehre des Kaukasus retten.

Polen hat einen eingängigen Song. Wenn der Sänger jetzt noch die Töne treffen würde, könnte es klappen. So wie jetzt bleibense pappen.

Malta wird der Überraschungsqualifikant dieses Semis.

Es wird genügend Leute geben, die Ungarn mögen und dafür anrufen. Finale.

Die Lettin fischt im gleichen Pool wie die Kroatin und wird auch genau so abschneiden.

Schweden does as Schweden does, and Schweden schneidet ab as Schweden always abschneidet.

In Montenegro dachte man sich: Experiment = Rausschmiss, Balkanballade = Weiterkommen. Leider nicht, Freunde. Eure beiden Weiterkommer spielten dann doch in einer etwas anderen Liga und hatten außerdem gescheite Klamotten an.

Slowenien geht volles Risiko und initiiert eine technische Panne. Das kann gutgehen, wird aber vermutlich schiefgehen (auch wenn das den Hausherrn schmerzen wird. Ich tröste Dich dann morgen Abend!).

Die Ukraine schließlich ist der einzige Bisher-Immer-Qualifikant, bei dem ich hundertprozentig sicher bin, dass die Serie hält.

That makes folgende Weiterkommer:

Norwegen
Dänemark
Moldawien
Niederlande
Australien
Georgien
Malta
Ungarn
Schweden
Ukraine.

Und nachdem ich im ersten Semi schon neun von zehn richtig hatte, hab ich hier nix mehr zu verlieren.

Ich wünsche allen ein tolles zweites Semi! Möge Euer Favorit ins Finale kommen.

Ach ja, eins noch: Falls es tatsächlich so kommt wie oben und Georgien weiterkommt und Russland rausfliegt, gibts dann Leute, die mit mir einen trinken?

Und noch was: Wenn der eine Roboter in San Marino im Semi das Schild "Justice for Valentina" hochhält, dann spar ich mir meine Anrufe für die Grusinen und rufe für San Roboto an. Ich meins ernst.


Mittwoch, 9. Mai 2018

Greetings from the Land of Happiness

Ich schaue Semis seit 2004. Ich hab noch keins verpasst. Ich habe bei der Verkündung schöne und nicht so schöne Momente gehabt, hab gejubelt, war frustriert und habe völlig vor den Kopf geschlagen vor der Glotze gehockt.

Aber noch nie, noch nie bin ich bei der Verkündung eines Finalisten in Tränen ausgebrochen. Nein, auch nicht, als Paolo Meneguzzi seinerzeit rausgeflogen ist. Nun, heute war es so weit. Aber der Reihe nach.

Aserbaidschan: War als Opening Act sicherlich nicht verkehrt, aber man merkte der guten Frau an, dass sie eigentlich keinen Bock aufs Singen hatte. Zu Recht raus. Und mich erfüllt es mit diebischer Freude.

Island: Chancenlos von Anfang an, er tat nichts, um uns zu überzeugen.

Albanien: GROSSARTIG. Ich hab so drauf gehofft (und auch drauf getippt), dass er es schafft. Superhappy, die erste, aber nicht superüberrascht, sondern nur überrascht. Startet in Hälfte 1.

Belgien: Bühnenpräsenz und Flirt mit der Kamera top, stimmlich leider suboptimal. Fällt unter schade drum.

Tschechien: Riesenrespekt vor dieser Leistung! Nach der Rückengeschichte SO auftreten, das muss man erstmal hinkriegen. Völlig zu Recht im Finale, wird dort aber eine Schippe drauflegen müssen. Startet in Hälfte 2.

Litauen: Nach den überschwänglichen Berichten aus den Proben war ich fast ein bisschen enttäuscht. Der Schluss auf der Brücke allerdings, als ihr dann auch noch die Stimme brach, hat alles rausgerissen. Startet in Hälfte 1.

Israel: Netta ist toll, keine Frage, und völlig zu Recht weiter, aber ich fürchte, wenn sie gewinnen will, muss sie ein wenig Chaos raus nehmen und noch drei Schippen drauflegen. Emmelie de Forrest hat es vor fünf Jahren vorgemacht, wie Schippe drauflegen geht. Gucken und lernen. Startet in Hälfte 2.

Weißrussland: Über manche Dinge schweigt der Chronistin Höflichkeit.

Estland: Herzlichen Glückwunsch an das Kleid. Makellos gesungen und ungefähr so warm wie der Nordpol. Startet in Hälfte 1.

Bulgarien: Das hat mich ebenfalls überhaupt nicht erreicht. Das Lied ist aber wohl zu gut und die Meriten zu hoch, um das hängen zu lassen. Startet in Hälfte 2.

Mazedonien:  Drei Lieder in einem, grottenschlechtes Outfit und ebensolcher Gesang - das war zu heftig.

Kroatien: Heidi Klums hübschere Schwester war richtig, richtig, gut. Leider sah man im Schnelldurchlauf, dass sie da etwas unterging. Fällt ebenfalls unter "schade drum".

Österreich: Eins der besten Gesamtpakete dieses Semis. Super Ausstrahlung, grandios gesungen, und der Song ist auch toll. War klar, dass das weiterkommt. Startet in Hälfte 1.

Griechenland: Der Song ist toll, der Auftritt war leider zu uninspiriert. Ebenfalls schade drum.

Finnland: Saara lief ja Gefahr, der FanFavouriteFail dieses Jahres zu werden, aber sie hat es ins Finale geschafft, und rightly so. Startet in Hälfte 2.

Armenien: Das kommt nicht in "schade drum". Das kommt auf den Heldenplatz. Ich fands wunderwunderschön und hätte es sehr gern im Finale gesehen.

Schweiz: Kommt ebenfalls auf den Heldenplatz. Großartiger Auftritt, großartiger Song, ich hätte ihnen das Finale sehr gegönnt.

Irland: Absolut perfekte und wunderwunderWUNDERvolle Inszenierung eines Songs, der mich per se schon zu Tränen rührt. Bei der Verkündung von Irland als zehntem Finalisten hats mich dann komplett verrissen. Die anderen neun hatte ich alle richtig (nota bene!!), aber ich glaube, ich habe mich noch nie so gerne geirrt wie in diesem Fall. Startet in Hälfte 2.

Zypern: Kam natürlich weiter, wenn auch nicht zwingend wegen des Gesangs. Aber das war die Definition von "owns the stage". Als Sieger am Samstag brauch ich das trotzdem nicht. Startet in Hälfte 2.

So, das wars für heute in aller Kürze. Das musste einfach raus, weil ich gerade so unendlich glücklich über den Ausgang des ersten Semis bin. Morgen nach dem Juryfinale gibts dann die Prognose fürs zweite Semi!

(Eine ausführliche Nachlese gibt es natürlich dann später noch.)

PS: Habt Ihr gesehen, dass die Bookies gerade total verrückt spielen? Sowas hab ich noch nie gesehen, und ich guck das ja nun auch schon ein paar Jahre.

Montag, 7. Mai 2018

Semi 1 - wer kommt ins Finale?

Time flies when you're having fun - morgen Abend ist es ja schon so weit! Das erste Semi 2018 steigt, und es wird eine unerhört spannende Angelegenheit. Meiner Meinung nach das härteste Semi seit dem legendären 2005er und eins, wo die Trefferquote für die Qualifikanten ziemlich weit unten sein könnte ... ich denke da an das erste Semi 2011, wo wir uns hinterher alle gefragt haben, was denn DA eigentlich gerade abgegangen ist.

Nun gut, allerhöchste Zeit für eine Runde Kaffeesatzleserei! 

Ich habe gerade drei Berichte des Juryfinals gelesen und soviel ist sicher: Sicher ist in diesem Semi so ungefähr nichts. 

Gehen wir sie einfach mal alle der Reihe nach durch.

Bei Aserbaidschan gehen die Scherereien gleich los. Sie haben eine bildhübsche Sängerin, die sich aber heute Abend einige schiefe bzw. gar nicht erst vorhandene Töne erlaubt hat. Das gefällt den Jurys garantiert nicht. Vor allem der armenischen nicht. Normalerweise würde ich sagen, das kommt durch, weil es Azedaze ist, aber heuer könnte es tatsächlich knapp werden.

Bei Island wird nix knapp. Letzter Platz in diesem Semi, ohne Wenn und aber.

Albanien hat eines der besten Gesamtpakete seiner Geschichte und überstrahlt die anderen beiden um LÄNGEN. Wenn es in diesem Leben nur irgendeine Form von Gerechtigkeit gibt, kommt das ins Finale. Zumal er heute wohl auch wieder blendend abgeliefert hat. Trotz Todesslot: Das sehen wir am Samstag, weil es alles um sich herum überstrahlt.

Leider gilt das auch für Belgien. Eigentlich im Vorfeld (möglicherweise auch aufgrund des Laufs in den letzten Jahren) als sicherer Finalist gehandelt, ist die Inszenierung so blass, dass der Song in diesem starken Semi leider kannibalisiert wird.

Bei Tschechien muss vorhin so einiges schiefgegangen sein. Ich denke, er wird es trotzdem ins Finale schaffen und dort auch das beste tschechische Ergebnis ever abliefern. Für Top 5 oder auch nur die linke Hälfte muss sich aber einiges steigern.

Des einen Leid ist des anderen Freud. Da Litauen in den Proben immer super war und die Leute zu Tränen gerührt hat, wird sie das auch morgen (und am Samstag) tun und möglicherweise sogar die Jurywertung in diesem Finale gewinnen.

Ach, Israel. Machste uns jetzt doch den Gabbani? Was man aus den Proben hört, klingt teilweise leider etwas chaotisch. Wird das für den Sieg am Samstag reichen?

Wenn Ihr wirklich was zu kreischen haben wollt, dann schaltet morgen auf jeden Fall bei Weißrussland ein, Ihr werdet das am Samstag nicht wiedersehen. Mehr verrate ich aus Spoilergründen nicht.

Estland steigt in den letzten Tagen bei den Bookies wieder an, seit klar ist, dass das Kleid mit durfte. Der Gesang ist natürlich makellos, und es wird sicher auch am Samstag seine Liebhaber finden, aber ich weiß nicht...

Bulgarien ist wohl nicht so wie aus einem Guss, wie man sich das erhofft hat. Wird trotzdem ins Finale kommen, daselbst aber mit dem Sieg nichts zu tun haben.

Puzzlesong plus suboptimale Klamotten plus superstarkes Semi = Rückfahrt am Mittwoch. Sorry, Mazedonien. Ich weiß, dass der Song viele Fans hat, aber so wird das nichts.

Das könnte ein Vorteil für Kroatien sein. Ich hatte Franka nicht auf der Rechnung, aber sie hat in jeder Probe abgeliefert und wirkt im Vergleich zu den fünf Acts vor ihr sehr gradlinig und sortiert. Wenn sie nicht jede Menge Stimmen an Zypern abgeben muss, sehen wir beide im Finale wieder.

Österreich sollte eigentlich eine klare Angelegenheit sein. Der Song und der Sänger sind so großartig, dass alles andere nicht ins Gewicht fallen sollte. Ich hab jedenfalls noch keinen gelesen, der das nicht im Finale sieht.

Griechenland dagegen wird es schwer haben. Sie wird von Kroatien und Österreich überstrahlt. Könnte knapp rausfallen.

Auch für Finnland wird es knapp. Ich gehe davon aus, dass sie es schafft, zumal der Auftritt vorhin wohl ganz gut war. Aber im Finale wird das dann nur wenig reißen.

Armenien kloppt sich um die Stimmen mit Albanien, das zwar die ungünstigere Ausgangsposition, aber eindeutig das stärkere Paket hat. Vorteil für die Skipetaren.

Die Schweiz hat zwar ihren stärksten Beitrag seit Sebalter am Start, wird aber (knapp) scheitern, obwohl sie alles richtig macht.

Und jetzt blutet mir das Herz. An der irischen Inszenierung stimmt alles. Kamera, Staging, alles. Dennoch, alas... :(

Das liegt nicht zuletzt daran, dass der irische Beitrag von einem der beiden großen Dunkelpferde in diesem Jahr förmlich zermalmt wird. Zypern wird sich wohl mit Israel um den Sieg in diesem Semi kloppen und auch am Samstag mindestens die Top Ten aufmischen. Schon komisch, wie manche Beiträge auf einmal nach oben schießen, die man gar nicht auf der Rechnung hatte.

Was für ein Hammersemi. Das macht also folgende Weiterkommer:

Albanien
Tschechien
Litauen
Israel
Estland
Bulgarien
Kroatien
Österreich
Finnland
Zypern.

Und warum es dann doch ganz anders kommen wird, sagt Euch am Mittwochmorgen die Fanpresse. Ich wünsche Euch allen ein tolles erstes Semi!

Dienstag, 1. Mai 2018

Startnummernorakelei und das Märchen vom Todesslot im Semi

Noch genau eine Woche bis zum ersten Semi! Seid Ihr auch schon gespannt? Ich bin schon gespannt wie Bogen von Flitz!

Und weil Ihr bestimmt alle auch schon munter am Spekulieren seid, werde ich Euch noch ein bisschen Salz für Eure Spekulatius-Suppe reichen (puh, heute fliegen die Metaphern aber mal tief...)

Da ja immer wieder ebenso gebetsmühlenartig wie sinnlos die Mär von der Startnummer 2 als Todesslot wiederholt wird (mal ganz nebenbei: Warum schreibt das eigentlich nie mal jemand über die Startnummer 16? Die hat, was Eurovisionssiege angeht, bisher genauso viele auf dem Konto wie die 2), was für die Semis schlicht und einfach falsch ist, wird es Zeit, damit ein für alle Mal aufzuräumen. 

Wenn man sich die in diesem Jahr vorkommenden Startnummern von 1-19 mal anschaut, ergeben sich für die Jahre 2004 bis 2017 (insgesamt 24 Semifinals, also schon eine ordentliche Basis) folgende Weiterkommerquoten (in Klammern die Anzahl der Semifinalsieger, die mit dieser Nummer gestartet sind - die Diskrepanz zur Anzahl der Semis ergibt sich daraus, dass Serbien-Montenegro 2004 in dieser Statistik nicht auftaucht):

Startnummer 18: 81,25% (Kuriosum: Ausgerechnet diese Startnummer brachte zwei der vier späteren Sieger hervor, die ihr Semi nicht gewonnen haben)
Startnummer 14: 79,17% (3)
Startnummer 15: 70,83% (2)
Startnummer 6: 62,5% (2)
Startnummer 10: 58,33% (2)
Startnummer 12: 58,33% (2)
Startnummer 13: 58,33% (1)
Startnummer 19: 55,56% (2)
Startnummer 17: 55% (1)
Startnummer 16: 52,17% (1)
Startnummer 1: 50%
Startnummer 7: 50%
Startnummer 8: 50% (1)
Startnummer 9: 50% (2)
Startnummer 2: 45,83%
Startnummer 4: 41,67% (2)
Startnummer 5: 41,67% (1)
Startnummer 11: 41,67% (1)
Startnummer 3:  25% 

Wenn man also schon von einem Semi-Todesslot sprechen will, dann ist das doch wohl eindeutig die Startnummer 3. Das wird sich wohl leider in diesem Jahr auch wieder bestätigen, aber dazu dann nächste Woche mehr.

(Die eigentlichen Todesslots sind übrigens die Nummern 23 (drei Ausscheider bei drei Starts) und 27 (ein Ausscheider bei einem Start), wohingegen die Nummern 26 und 28 sichere Bänke sind, dort sind bisher alle, die dort gestartet sind weitergekommen. - Kleine Lektion aus der Reihe: "So lügt man mit Statistik". Spielt für uns auch keine Rolle mehr, diese Nummern dürften in den nächsten Jahren nicht mehr vergeben werden.)

Interessant ist auch: Bis auf die 6, die mit Conchita und Alex Rybak zwei besonders eindeutige und populäre Sieger hervorbrachte, sind alle einstelligen Nummern in der unteren Hälfte des Tableaus zu finden. Das deckt sich auch damit, dass es noch nie ein Semifinale gab, in dem aus der ersten Hälfte mehr als fünf Beiträge weitergekommen sind. In diesem Jahr wird das aufgrund der Gemengelage besonders interessant.

Wenn wir das jetzt mal durchspielen, bedeutete das aufgrund der Startnummernlage für das Jahr 2018 folgende Weiterkommer:

Semi 1:
Litauen
Bulgarien
Kroatien
Österreich
Finnland
Griechenland
Armenien
Schweiz
Irland
Zypern

Semi 2:
Russland 
Georgien
Malta
Ungarn
Lettland
Schweden
Slowenien
Ukraine
Australien ODER Niederlande ODER Moldawien ODER Norwegen

Wenn man die Beiträge auch nur ein bisschen kennt, weiß man natürlich, dass das totaler Mumpitz ist. Aber es spiegelt schon ein bisschen wider, wer es im Zweifel leichter hat und wer schwerer.

Und kurz vorm ersten Semi erzähl ich Euch dann, warum es ganz anders kommt und wie es (vermutlich) WIRKLICH kommen wird. Einstweilen wünsche ich Euch eine tolle Zeit bis dahin, genießt die Probenberichte!

Mittwoch, 4. April 2018

Die Fallhöhe des Alexander R. oder Von der Wiederkehr

Einer der meistdiskutierten Beiträge in diesem Jahr kommt sicherlich aus Norwegen, denn Herr Rybak ist auch nicht-eingefleischten Eurovisionsguckern bestens bekannt. Ist es nun eine gute Idee, es nach einem Sieg nochmal zu versuchen?

Nuuuun ... schauen wir doch mal ganz objektiv, was den bisherigen Siegern bei nachfolgenden Teilnahmen widerfahren ist.

Die leider kürzlich verstorbene erste Schweizer Eurovisionssiegerin Lys Assia macht dann gleich den Anfang in unserem bunten Reigen. Ein Jahr nach ihrem Sieg wurde sie Vorletzte, ließ diese Schmach aber nicht auf sich sitzen und wurde ein weiteres Jahr später immerhin Zweite.

Weniger Glück hatte Corry Brokken (1957) aus den Niederlanden: Auch sie kehrte ein Jahr später zurück, belegte aber nur den (geteilten) letzten Platz.

Jean-Claude Pascal gewann 1961 für Luxemburg, 1981 langte es aber dann nur für Platz 11.

Isabelle Aubret, 1962 für Frankreich erfolgreich, gehört sicherlich zu den erfolgreicheren Wiederholungstätern. Sie wurde sechs Jahre später Dritte.

Noch näher dran war die Siegerin von 1964, die Italienerin Gigliola Cinquetti, der zehn Jahre später nur ein gewisses schwedisches Quartett im Weg stand, sonst hätte sie wohl erneut die Krone geholt.

Auch Anne-Marie Davids Wiederkehr kann man als durchaus erfolgreich bezeichnen, sie wurde sechs Jahre nach ihrem Sieg für Luxemburg anno 1973 für Frankreich Dritte.

Immerhin achtbar schlug sich Izhar Cohen. 1978 holte er den ersten Sieg für Israel, sieben Jahre später wurde er Fünfter.

Und dann kam zwei Jahre später ein gewisser Johnny Logan. Der für Irland startende Australier ist bis heute der Einzige, der bei seiner zweiten Teilnahme seinen Sieg wiederholen konnte - und der zweite Versuch war der wesentlich stärkere Song und ist nach Meinung der Schreiberin dieser Zeilen bis heute der beste Sieger aller Zeiten.

Beide Bobbysocks (Norwegen 1985) kehrten nochmal mit unterschiedlichem Erfolg zum ESC zurück. Hanne Krogh schaffte mit der Gruppe Just 4 Fun 1991 lediglich Platz 17, dafür holte Elisabeth Andreassen 1994 im Duett mit Jan Werner Danielsen Platz 6 und zwei Jahre später sogar Platz 2.

Eine der umstrittensten Siegerinnen (und ESC-Persönlichkeiten) ist sicherlich Carola aus Schweden. Die Siegerin von 1991 kam 2006 zurück und wurde (ohne eine einzige Höchstwertung) Fünfte.

Niamh Kavanagh aus Irland konnte 2010 nicht an ihren Sieg von 1993 anknüpfen. Sie wurde 2010 nur 23.

Noch schlechter erging es Dana International aus Israel (1998), die ihren Mythos in drei nur sehr schwer zu ertragenden Minuten im zweiten Semi 2011 komplett zerstörte. Ewig schade.

Charlotte Perrelli (geb. Nilsson), 1999 für Schweden erfolgreich, entkam dem gleichen Schicksal 2008 nur dank der Hilfe der Jurys. Im Finale wurde sie 18.

Etwas erfolgreicher war eine junge Dame aus Deutschland. Lena Meyer-Landrut trat nach ihrem Sieg 2010 ein Jahr später direkt nochmal an und erreichte den zehnten Platz.


Und nun Alex. Was können wir für ihn aus der Vergangenheit ableiten? Ich würd mal sagen .... gar nix. Ausruhen kann man sich auf seinem Sieger-Nimbus auf keinen Fall (nein, auch mit dem furiosen Sieg von Fairytale nicht), es ist aber auch nicht gesagt, dass es trotz der gigantischen Fallhöhe zwangsläufig eine Blamage werden muss. Der Schalter wird halt wieder auf Null gestellt.

Aus meiner Sicht gibt es nur eine einzige Person, die Alex im Weg stehen kann, und das ist er selbst. Wer seine Sieger-Pressekonferenz von 2009 gesehen hat, hat mitbekommen, dass er durchaus nicht frei von einer gewissen Arroganz ist. Und da muss er gewaltig aufpassen, denn wenn er sich seiner Sache zu sicher ist, könnte das ein sehr böses Erwachen werden.

Er muss auf jeden Fall zu 120 Prozent liefern und darf sich nicht darauf verlassen, dass seine Lausbubenausstrahlung es schon richten wird. "Thats how you write a song" ist prima, hat aber nicht die zwingende Strahlkraft von "Fairytale" - oder liegt es nur daran, dass sein Strahlelächeln beim zweiten Mal nicht mehr so frisch wirkt wie 2009 (zumal er ja inzwischen auch schon über 30 ist)?

Wir werden es sehen. Wenn ich eine Prognose wagen sollte, würde ich sagen, er wird vermutlich ein ähnliches Ergebnis einfahren wie die letzte Wiederholerin, und das wäre ja durchaus achtbar. Da ich aber ihn sehr mag und seinen Song auch, würde ich mich riesig freuen, wenn meine Prognose hier zu schlecht ist und er ein einstelliges Ergebnis einfährt.

Auf jeden Fall: Viel Glück in Lissabon, Alex! Wir drücken Dir die Daumen!