Mittwoch, 13. April 2016

ESC 2016, die elfte

13. Bulgarien: Poli Genova – If Love was a crime

Der sechste und letzte der Rückkehrer ist sogar ein doppelter: Nicht nur die supersympathische Poli Genova kehrt zum ESC zurück, sondern auch ihr Land selbst. Bulgarien ist ja eigentlich DAS Eurovisionsktastrophenland schlechthin (San Marino arbeitet gerade daran, ihnen diesen Titel abzujagen, aber die haben noch viel zu üben), aber ausgerechnet für Poli gilt das nicht, deren Auftritt in Düsseldorf war nämlich rundum toll und hätte sie eigentlich ins Finale bringen müssen. Vielleicht klappt es ja in 2016. Ihr Song ist nicht unspannend und frei von jedweden Peinlichkeiten, mit denen sich bulgarische Beiträge ja so gern schmücken. Leider verstehe ich im Refrain kein Wort. Und mit den Haaren machen wir bitte noch was, ja?

Chancen aufs Finale? Dieses Jahr sollte es reichen!
Sofia 2017? Nein
7/10


14. Dänemark: Lighthouse X – Soldiers of love

Ein Wort vorab: Ich liebe Dänemark. Wirklich. Von ganzem Herzen. Alles an Dänemark. Bis auf ihre Eurovisionsbeiträge, die können mir von Herzen gestohlen bleiben. Eine Boygroup mit der Ausstrahlung von drei weißen Klecksen auf einer weiß gestrichenen Wand singt von Soldiers of Love (leider gehts nicht weiter "vuur liefde af, geen kogeln meer, de wapen neer). Es ist nicht so schlimm wie manch anderer dänischer Beitrag, aber deshalb noch lange nicht gut. Und das Lied? Öh..... Four Chords. Drop. Dead. Boring. Tut nicht weh, braucht aber auch kein Mensch.

Chancen aufs Finale? Wird eng. Ich glaubs eher nicht.
Kopenhagen 2017? Normalerweise gewinnt ja Dänemark im Jahr nach Schweden. Dieses Jahr nicht.
4/10


15. Ukraine: Jamala – 1944

Ukraine is back! Zieht Euch warm an, Leute, die haben nix verlernt! Ich schrieb ja hier schon verschiedentlich, dass sie es wie keine andere Nation raus haben, eurovisionstechnisch aus Scheiße Gold zu machen, aber dieses Mal fangen sie gleich mit dem Gold an. Die Ukraine haben einen exzessiv politischen, sehr düsteren Song im Angebot dieses Jahr, und Jamala trägt das äußerst kompetent vor. Sie zappelt für meine Begriffe ein bisschen viel, aber bei diesem Song ist eigentlich vollkommen egal, was sie macht. Nein, das ist keine leichte Kost, das ist düster und schwer verdaulich bis zum Gehtnichtmehr. Wie gesagt, zieht Euch warm an.

Chancen aufs Finale? Ukraine? Ist die Frage ernst gemeint? Natürlich kommt sie ins Finale!
Kiew 2017? Nein, ich glaube, dazu ist das ganze zu schwer verdaulich.
7/10

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Bulgarien: Ähnlich wie bei Frau Losco kann ich mir nicht vorstellen, dass das live funktioniert.
Dänemark: *hüstel*
Ukraine: Hat bei mir mittlerweile ein wenig verloren. Bin extrem gespannt, wie es abschneidet.

Liane Bäuml-Dinges hat gesagt…

Bulgarien: Welcome back Bulgaria und welcome back Poli. Und der Song ist ne Wucht. Wer hätte das gedacht. Für mich Top5 weil es einfach ne gelungen Mischung zwischen modern und landestypisch darstellt und trotzdem null gekünstelt und gewollt wirkt. Bitte rock es live on Stage. Finale yes, yes, yes!

Dänemark: Hier muss ich einen kompletten Kontrapunkt setzen, da ich Dänemark eigentlich fast immer (außer Chanee und Nevergreen und leider auch Only Teardrops) fast immer saugut finde. Basim und AFIL gehören immernoch zu meinen absoluten Lieblingssongs der letzten Jahre. Mit den diesjährigen Soldaten tue ich mir allerdings auch ein wenig schwer, weil es schon sehr beliebig wirkt. Ich fürchte, das wird nix mit Finale.

Ukraine: Da ist, das Lied das du entweder nur lieben oder überhaupt nicht ausstehen kannst. Da es mir bei Suus anfänglich auch so ging, das ich dachte, was der Mist soll, würde ich nicht garantieren wollen, das sich meine generelle Meinung dazu noch ändert. Aber aktuell geht das garnicht, tut mir im Ohr weh und ich kann es auch nicht mit ansehen, wie die gute da rumzappelt. Message hin, message her. Finale very sure - ist ja die Ukraine. Trotzdem bei mir gaaanz weit hinten.