Montag, 17. April 2017

Die Eurovisionsklasse 2017 - Teil 6

13 Schweiz – Timebelle – Apollo

Der Schweizer Beitrag war ja neben dem deutschen der einzige Beitrag, den ich mir vorher angeschaut hatte. Ich hab aber alles wieder vergessen. Wenn ich mich erinnere, war das in der Entscheidungsshow der Einäugige unter den Blinden. Und genauso kommt es jetzt auch rüber. Nix Besonderes, aber ganz solides Handwerk in den berühmten vier Akkorden. Die Startnummer meint es gut mit den Schweizern.
Chancen aufs Finale: Könnte knapp klappen.
Zürich 2018: Ach was.
7/10


14 Weißrussland – NAVI Band – Historiya majho zyccia

Die Weißrussen ENDLICH mal in Landessprache! Das kann ich aber nicht schlechtheißen! Das freut mich! Und obendrein wird die volle Folklore ausgepackt. Rhythmische Finessen, die Mickymaus und der Wuschelkopf (Zitat vom Nachwuchs) haben mächtig Spaß auf der Bühne, und das ganze holt mich sofort ab. Ich weiß, es ist nicht p.c., weißrussische Beiträge überhaupt nur ansatzweise zu mögen, aber das da ist: TOLL! Endlich mal ein bisschen Äktschen im Song! Bester weißrussischer Beitrag ever!
Chancen aufs Finale: Oh ja bitte! Wenn es das nicht schafft, darf es vieles andere auch nicht schaffen!
Minsk 2018: Das traut sich Europa niemals!
10/10 (werd ich jetzt geschmäht deswegen?)


15 Bulgarien – Kristian Kostov – Beautiful mess

Der erste Teilnehmer mit einer Zwei vorne im Geburtsjahr. Ich fühle mich steinalt. Und niedlich ist der Knabe! Die Bulgaren werden nach Polis tollem Ergebnis jetzt endgültig übermütig, dabei wollten sie doch mal das Eurovisionskatastrophenland Nummer 1 sein. Aber das haben sie wohl endgültig an San Marino abgegeben. Aktuell stehen sie an zweiter Stelle bei den Bookies, und ganz ehrlich: Ich frage mich gerade ein ganz winzig kleines bisschen warum. Kristian ist süß und kann gut singen, keine Frage, Welpenschutz genießt er auch, aber das Lied ist mir für einen Top-Favoriten ein bisschen zu dünn. Aber vielleicht liegt es nur daran, dass ich hier nur das Lyric-Video ohne bewegte Bilder gesehen habe. Den Bulgaren wäre natürlich eine tolle Platzierung unbedingst zu gönnen.
Chancen aufs Finale: Sicher drin.
Sofia 2018: Ich seh es nicht, andere schon.
7/10


16 Litauen – Fusedmarc – Rain of revolution

Huch?! Dutt jetzt auch bei Frauen? Und welche Sprache ist das? Nette Effekte, aber die Lady mit dem Dutt zickt ja mehr als das sie singt. Die macht mir Angst. Die verzieht das Gesicht so komisch. Und ich frage mich unwillkürlich, was man geraucht / geschnupft / gespritzt haben muss, um so aus der Wäsche zu gucken. Wärgs. Sagen wir mal so: Wenn Litauen danebengreift, dann greifen sie gleich richtig daneben. 
Chancen aufs Finale: Wenn es Gerechtigkeit gibt, keine.
Vilnius 2018: Ach geh weg.
0/10


17 Estland – Koit Toome & Laura – Verona

Koit hat mich ja damals vor 19 Jahren mit "Mere lapsed" völlig verzückt. Laura hätte ich niemals als Mitglied der gruseligen Suntribe von 2005 erkannt. In ihrem Fall ist das auch besser so. In diesem Jahr ist mal wieder Sven Lohmus dran mit dem Songwriting, aber das hier ist sicherlich nicht sein allerstärkster Wurf. Laura und Koit singen, was die Lungen hergeben. Ich weiß nicht, ob "Verona" auf eine Romeo-und-Julia-Story abzielt. Aber die kaufe ich den beiden leider nicht so richtig ab. Schade.
Chancen aufs Finale: Könnte dank der großen Namen und der Startnummer knapp reichen.
Tallinn 2018: Nein
7/10


18 Israel – Imri – I feel alive

Israel hat sich nach langer langer Durststrecke in den letzten beiden Jahren ja wieder berappelt und schickt den diesjährigen männlichen Eye Candy Nummer 1 auf die Bühne. Der Song ist ein guter Abschluss des zweiten Semis, hat das typisch israelische "Hurra, wir leben noch" in abgewandelter Form zum Thema, wenn ich den Text richtig verstehe und darüberhinaus viel vom Spirit von "Golden Boy". Und so ähnlich wird er sich auch platzieren, wenn nicht, dank der Startnummer, sogar noch besser.
Chancen aufs Finale: Ja aber sicher.
Jerusalem 2018:Dafür wird es nicht reichen, die Top Ten ist aber in Reichweite
8/10

Oh, schon wieder ein Semi rum. Im Finale sehen wir aus diesem Semi wieder:

Serbien
Österreich (da leg ich mich jetzt fest!!!)
Rumänien
Niederlande
Dänemark
Norwegen
Weißrussland
Bulgarien
Estland
Israel

(Puh, schon wieder so viele Grenzfälle)

Kommentare:

Rainer hat gesagt…

Ja, die politische Korrektheit - aber ich mag Weißrussland vom ersten Hören her - das macht gute Laune und das Video hätten sie auch bei uns hier nebenan im Kindergartenwald drehen können. Estland finde ich sehr Modern-Talkig und Litauen geht wieder einmal gar nicht. Der bulgarische Jüngling überrascht und wird sicher viele Teenager zum Anrufen bringen, hier sind aber wohl gleich mehrere Angebote: Australien, Irland, Österreich - der glatte Schwede ist schon wohl raus aus der Zielgruppe, oder? Ach ja, das die Israelis mit ihren Songs mir immer wieder Spaß bereiten - kenne ich ja nicht nur aus Syldavien - auch heuer wieder!

Sigi hat gesagt…

Frau Fabien! Mit Belarus hast du wieder Geschmack bewiesen....das verzeiht den Omar-Naber-Gedächnis-Geilheits-Phauxpas. Israel find ich schrecklich...ich lass mich ja nicht von der Optik blenden^^ (bis auf Italien *g*)

Herr auf Borken: Woher Sie das vom Schweden wieder wissen :)

Tamara Fabian hat gesagt…

Gedächtnis-Geilheits-Phauxpas (hey, ich bin ne FRAU!), ich lach mich weg! Die Pointe saß, passt aber leider sachlich nicht. Ich war nämlich vor allem dem Liede verfallen, "Stop" finde ich bis heute großartig. Aber 2005 war ja schon sehr speziell.

Und latürnich: All da best for Nathan! Meine Jahrgangs-Nummer 2 <3

Carlotta Matuschanskayasky hat gesagt…

Schweiz: Ist für mich auch nicht wirklich besser als der letztjährige Beitrag. Immerhin kann die Dame deutlich besser singen und hat (noch!) keine blauen Haare.
Weißrussland: Schön! Wirklich schön! 10 Punkte gäbe ich nicht, aber über ein gutes Abschneiden würde ich mich freuen.
Vulgarien: Der nette Jüngling hat ein feines Stimmchen und das Ballädchen ist eins der besseren in diesem Jahr, aber trotzdem nicht meins.
Litauen: Ich mag es irgendwie, schon aus Prinzip, weil es überall letzter ist. Grüße an dieser Stelle an Serhat!
Estland: Öhm... Wie schon jemand vor mir schrob: Modern Talking lässt grüßen. Und damit ist eigentlich schon alles gesagt.
Israel: Kann und will ich mir nicht komplett anhören. Ok, ich hab auch die Schweiz, Vulgarien, Estland und Litauen noch nicht ganz gehört, aber das tut hier nichts zur Sache.

sigi hat gesagt…

Oh...wenns ein Edit gäbe, dann würde ich jetzt in Gedächtnis ein t einfügen :D