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Dienstag, 15. Februar 2011

Donnerstag, 20. Januar 2011

Neues aus der Klatschpresse

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Freitag, 15. Oktober 2010

ESC-2010-Nachlese

Oh Gott oh Gott, wir haben schon Oktober, Düsseldorf ist ausgewählt als Austragungsort 2011, und ich hab den 2010er Jahrgang immer noch nicht Revue passieren lassen - dat geht ja nu gah nich!

Ich könnte mich ja damit rausreden, dass ich mich erstmal vom Schock des deutschen Sieges erholen musste (was stimmt), aber das wär doch ein bisschen schäbbich. Deshalb hier live und in Farbe meine Nachlese des ersten Semifinales:

01. Moldawien
War ja bekanntlich das erste Land, das die Chance bekam, Auge und Ohr zu beleidigen, und ich bedachte das seinerzeit mit einer schönen fetten Null. Inzwischen hatte ich mir den Song schöngehört, aber als ich den Auftritt sah, wusste ich wieder, woher die Null kam. Sorry, da kriegt man ja vom Zugucken Augenkrebs. Und obendrein klang das ganze auch noch etwas angestrengt. Dass es für diesen Haufen die Finninnen rausgetragen hat, erbost mich über die Maßen. Aber irgendwer musste ja im Finale auch den hinteren Teil des Feldes füllen...

02. Russland
Was war denn eigentlich nu auf dem Blatt drauf, war das wirklich ein Foto von der Liebsten oder einfach nur a weißes Bladdl Babbier? Egal. Peter machte das ganz gut, und es gelang ihm mit diesem Auftritt auch vortrefflich rüberzubringen, dass das ganze eine Verarsche ist. Einmal kippte die Stimme ab, aber was solls. Bei der anschließenden Pressekonferenz erwies sich Peter im übrigen als supersympathischer Zeitgenosse, weshalb ich ihm das Finale dann doch gönne - nicht aber wegen seines Liedes.

03. Estland
Ungefähr alles an diesem Auftritt war schräg: Die Musi natürlich (wobei ich die gut fand), dann benutzt der Pianist Fingersätze, für die mich meine Klavierlehrerin seinerzeit schon im ersten Lernjahr 24 Stunden bei Wasser und Brot eingesperrt hätte, und schließlich der Leadsänger, der aussieht wie eine Kreuzung aus Jürgen Klinsmann und einem, der zu Zeiten der Neuen Deutschen Welle nix geworden ist (aber er erinnert mich noch an irgendwen anderen - glaubt Ihr, ich komme drauf? Zweckdienliche Hinweise bitte an mich) und uns auf offener Bühne die wichtigsten Stellen aus dem Monty-Python-Sketch mit dem Ministery of Silly Walks vorspielt. Dass die Herrschaften dazu allesamt blaue, bordeauxrote oder schokoladenbraune Cordjacketts tragen, ist da fast noch das Normalste...

04. Slowakei
Die Slowakei, bis dato nur wenig erfolgreicher als ihr Bruderland nebenan, trat in diesem Jahr mit dem wohl aussichtsreichsten Beitrag ihrer bisherigen ESC-Geschichte an. Leider wurde aber vergessen, den guten Song auch mit einer ebensolchen Sängerin auszustatten. Kristinchen sah ja allerliebst aus, zumindest im Gesicht (das weiter unten war eher Geschmackssache), aber sie traf nicht nur meilenweit an den Tönen vorbei, sondern kam dadurch, dass sie versuchte, ihrer ohne Zweifel entzückenden Heimatsprache durch rrrrrrrollllende rrrrrrrrrs noch mehr Gewicht und Betonung zu verleihen, so manches Mal bedenklich aus dem Rhythmus. Und dass die Waldschrat-Braut dann auch noch anfing, eben jenen Waldschrat zwischendrin mit Alleluja und so weiter zu preisen, half dem Lied auch nicht, das hätte man besser gelassen - genau wie das gelbe Licht übrigens. Im Vorfeld sah ich das ja als sicheren Finalisten, aber nach diesem Auftritt konnten sie froh sein, dass sie nicht Letzte wurden.

05. Finnland
Kein Semi ohne Skandal, und hier haben wir den größten, den die diesjährigen Semis zu bieten hatten. Die Mädels waren bis zum letzten Ton stimmsicher, spielfreudig und haben die Halle gerockt. Der Song macht Laune. Also, Televoter und Jurys in Europa, wo zum Henker hattet Ihr Eure Augen während dieser drei Minuten??? Am Bildschirm ja wohl nicht, oder? Ich kanns mir wirklich nur so erklären, dass die Leute nach den vorangegangenen sechs Minuten Katastrophen-TV erstmal Bier nachfüllen mussten. Das erklärt vielleicht manches, aber es entschuldigt nix! Jeder, der NICHT für die Finnen angerufen hat, sollte das mir gegenüber besser verschweigen!

Montag, 14. Juni 2010

Der ESC 2010 im Nachtritt. Teil 11

Serbien: Einer meiner erklärten Favoriten dieses Jahr, aber für Milan waren wohl die Nächte zu lang, die Alkoholika zu gehaltvoll und er selbst einfach nur total überdreht. Folglich schaffte er es, beide Auftritte stimmlich nun aber so was von zu verhauen. Und was dieser völlige Umbau des Auftrittes im Vergleich zum Vorentscheid sollte, erschloß sich wohl nicht nur mir nicht, da war der Auftritt in Belgrad doch um vieles stimmiger. Wenigstens brachte er sich mit alledem nicht auch noch um seinen Finaleinzug, wie die beiden anderen Länder dieses Trios.

Slowakei: Das muß bitter für die Slowaken gewesen sein, erst zum Favoriten gekürt zu werden, nur um dann doch wieder nicht mal in die Nähe einer Finalplazierung zu kommen – allerdings war dies nach der stimmlichen Totalverweigerung Kristínas kaum verwunderlich, und die als Bäume gedachten Tänzer wirkten im Halbdunkel leider nur wie eine Ansammlung von hüpfenden Moorleichen. Aber immerhin hatte ich doch mit meiner Vermutung recht, daß die Slowakei heuer ihr bestes Ergebnis einfahren könnte: Platz 16 und 24 Punkte sind wirklich 2 Plätze und 5 Punkte besser als der bisherige Spitzenreiter Marcel Palonder (1996) – aber wer bekommt das schon von einem Semifinalisten mit?

Slowenien: Da im zweiten Semifinale ohnehin nur sicher weiterkam, wer krächzte, röchelte, röhrte oder sonstwie seine Stimme und unsere Ohren malträtierte, war klar, daß die Slowenen, die live wie in der Studioversion klangen, völlig chancenlos waren. Nun gut, es mag auch am Lied gelegen haben, das so rein gar nicht passen wollte. Vielleicht sollte Slowenien wirklich mal beim Grand Prix der Volksmusik mitmachen, schlechter deutsch als die Südtiroler singen die auch nicht (vgl. die deutsche Version), und neben all den halbverwesten Schlagermumien deutschsprachiger Länder, die sogar zum Playback-„Singen“ zu doof sind, wären sie sehr erfrischend. Wie auch immer, nun wissen wir, daß Oberkrainer Musik beim ESC nicht ankommt, aber danke, Slowenien, daß du es wenigstens mal probiert hast.

Donnerstag, 11. März 2010

Slowakei: Kristina – Horehronie


Die Slowakei hatte bislang noch nicht viel Gelegenheit, sich als Eurovisionsteilnehmer zu profilieren: In den Neunzigern war sie dreimal dabei, mit eher verheerenden Ergebnissen. Das hat aber die Slowaken nicht davon abgehalten, letztes Jahr – nach Überwindung finanzieller Schwierigkeiten des verantwortlichen Senders – erneut teilzunehmen und die Serie schlechter Plazierungen fortzusetzen: Kamil Mikulčík und Nela Pocisková erreichten in ihrem Semifinale nur den vorletzten Platz (und waren damit immerhin glimpflicher davongekommen als ihre tschechischen Nachbarn, die ihren eurovisionären Ausflug auf dem letzten Platz mit null Punkten beendeten).
Die ESC-Begeisterung der Slowaken konnte das nicht stoppen: Auch dieses Jahr veranstaltete Slovenská televízia (STV) eine Mammutvorentscheidung mit 60 Liedern, zehn mehr als im Jahre zuvor, über deren Qualität man geteilter Meinung sein kann. Aber in erster Linie soll so etwas den Einheimischen Freude bereiten und Interesse wecken. Nachdem der größte Favorit, Hrdza, disqualifiziert wurde, weil ihr Lied „Taká sa mi páči“ (Das mag ich) schon vor dem 1. Oktober 2009 veröffentlicht worden war, war der Weg frei für Kristína Peláková, die sich der Einfachheit halber nur Kristina nennt.
„Horehronie“ (Oberes Granatal) ist eine ruhige Ethnonummer, die nie so recht aus den Puschen kommen will, aber irgendwie macht genau das dieses Lied auch so sympathisch. Nicht mal den üblichen „Halbtonschritt“ zum letzten Refrain machen die Slowaken mit. Durchaus angepaßter an Eurovisions-Gepflogenheiten ist hingegen der Auftritt, wo deutlich sichtbar bei einigen erfolgreichen Vorführungen der rezenten Jahrgänge abgeschaut wurde. In Oslo sollte Kristina dann aber bitteschön ein anderes Kleid anziehen als das vorne ausgeschnittene Tannenbaum-Modell der Bosnierin Marija Šestić. Und ein wenig an ihrer Stimme feilen sollte sie auch noch, sie klingt bisweilen sehr fragil.
Jedoch dürfte für die Slowakei dieses Jahr die Chance deutlich höher liegen, das Finale zu erreichen und die vielleicht beste Plazierung für das Land überhaupt einzuheimsen, wenn man die Konkurrenz betrachtet. Und wenn nicht, veranstaltet STV einen Vorentscheid mit 70 Liedern…


SLK - Kristina - Horehronie

Ich habe das dumpfe Gefühl, dass die Slowakei auch beim fünften Antreten bei Europas größter Musikshow keine gute Figur machen wird.
Kristinas Auftritt im Vorentscheid erinnert etwas an die Karpartenlady, da wird wild getanzt und gehoben auf der Bühne. Singen tut sie ja nicht schlecht, hübsch ist sie auch, aber das Lied... das Lied?!?

Ich hab mich im Vorfeld schon so auf die Semifinali der Slowakei gefreut und brav die Lieder der ersten Sendung vorabgehört - und was war? Nix. Stream für den Pepi. Wenigstens hat die Slowakei dann konsequenterweise gleich für die restlichen Semis auf eine Ausstrahlung über das WWW verzichtet.

Dadurch verging mir aber auch die Lust die Chose weiter zu verfolgen. Selbst das Finale, obwohl diesmal sauber über eurovision.tv gestreamt, war mir dann nicht mehr so wichtig. Zur Reprise des Titels von Kristina kam ich aber gerade noch zurecht - und war enttäuscht.
Hatte ich da nicht beim Semi 1-Anhören schon Besseres vernommen? War da nicht ein Tomáš Bezdeda und Hrdza, was ist aus ihnen geworden? Aya und Free Voices fand später ich bei DuRohr und hab's angeklickt, beides besser als die Siegerin. Na, vielleicht hat sie andere Qualitäten.

Nächstes Jahr bitte wieder vernünftige Live-Streams, dann wird mein Interesse größer sein.