Deutschland: Viel erwarten konnte man von dem Auftritt nicht, Choreographie war eh unnötig, weil sich Lenchen ohnehin nicht daran gehalten hätte, und gesanglich wußten wir auch, was auf uns zukommt. Irgendwie erinnert mich der Erfolg an France Galls Sieg von 1965, die damit dem ESC zu mehr Modernität verhalf, der darin gipfelte, daß 1966 fast nur noch fröhliche, zeitgemäße Popliedchen teilnahmen, so daß Udo Jürgens’ Ballade gewann. Freuen wir uns also auf ein lustiges Dilettantenfinale im Jahre 2011 mit einer irlandesken Ballade als Sieger.
Estland: Daß es noch lange nicht dasselbe ist, wenn zwei das gleiche tun, ist bekannt, doch daß dieser Spruch auf den Umstand zutrifft, wenn
einer zweimal das gleiche tut, hat uns heuer Estland gezeigt. War der Auftritt Malcolm Lincolns auf der kleinen Bühne in Estland überzeugend, wirkte er in Norwegen seltsam verloren. Dazu kam auch noch, daß der Sänger zeitweise stimmlich reichlich indisponiert war und die hohen Töne einfach nicht mehr zu treffen vermochte. Dennoch ist es schade, daß der musikalisch interessanteste Beitrag nicht das Finale erreichte. Aber
Estland hat schon seine Teilnahme für nächstes Jahr zugesagt, man darf also auch weiterhin gespannt sein, womit uns die Balten überraschen werden.
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